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Trump-Regierung kauft Aktien: 43 Transaktionen seit Amtsantritt

US-Regierung erwirbt in beispiellosem Tempo Beteiligungen an privaten Unternehmen – von Quantencomputing bis Halbleiter.

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Trump-Regierung kauft Aktien: 43 Transaktionen seit Amtsantritt

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump erwirbt Anteile an privaten Unternehmen in einem bislang beispiellosen Tempo. Seit Beginn der zweiten Amtszeit hat die Regierung nach Angaben des Council on Foreign Relations und eigenen Pressemitteilungen insgesamt 43 Transaktionen bekannt gegeben, die den Erwerb von Aktienbeteiligungen oder Warrants umfassen. Diese Warrants können später in Eigenkapital umgewandelt werden – ein Instrument, das der Regierung künftig direkte Eigentumsrechte an den betroffenen Firmen sichern könnte.

Die Bandbreite der Engagements ist groß. So floss eine Flut von Investitionen in den Bereich Quantencomputing. Zudem erwarb der Staat eine 35-prozentige Beteiligung an einem Unternehmen, das im Wettbewerb um venezolanisches Öl steht. Allein in der vergangenen Woche wurden vier Equity-Transaktionen im Halbleiter- und Energiesektor bekannt gegeben. Damit zeigt sich, dass die Beteiligungen nicht auf eine einzelne Branche beschränkt sind, sondern mehrere strategisch wichtige Zukunftsfelder betreffen.

Ein neues Verhältnis zwischen Staat und Privatwirtschaft

Die schiere Zahl der Transaktionen markiert eine Zäsur in der amerikanischen Wirtschaftspolitik. Während sich die US-Regierung traditionell auf Regulierung, Subventionen oder Auftragsvergabe beschränkte, tritt sie nun selbst als Anteilseigner auf. Der Erwerb von Warrants ist dabei ein besonders flexibles Instrument: Er verschafft dem Staat zunächst keine unmittelbaren Stimmrechte, eröffnet aber die Option, zu einem späteren Zeitpunkt echte Eigentumsanteile zu übernehmen.

Ein Teil der Aktivitäten läuft über die Development Finance Corporation, die nach den vorliegenden Angaben zwei Deals beisteuert. Diese Institution ist eigentlich für die Finanzierung von Entwicklungsprojekten im Ausland zuständig – ihre Einbindung in derartige Beteiligungen unterstreicht, wie stark sich die Rolle staatlicher Finanzierungsinstrumente verschoben hat.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung in mehrfacher Hinsicht relevant. Erstens sendet der Staat als Großaktionär ein starkes Signal an die Kapitalmärkte: Unternehmen, an denen sich die Regierung beteiligt, rücken in den Fokus institutioneller und privater Investoren. Zweitens verändert sich das Risikoprofil ganzer Sektoren – etwa Halbleiter, Energie und Quantencomputing –, wenn politische Interessen und unternehmerische Entscheidungen enger verzahnt werden.

Die genannten Zahlen stützen sich auf eine Auswertung des Council on Foreign Relations sowie auf offizielle Pressemitteilungen. Eine vollständige Liste der 43 Transaktionen mit konkreten Unternehmensnamen, Beträgen oder Zeitpunkten liegt in den vorliegenden Informationen nicht vor. Fest steht jedoch: Die Geschwindigkeit, mit der die Trump-Regierung Beteiligungen eingeht, ist ohne historisches Vorbild in der jüngeren US-Wirtschaftsgeschichte.

Ob dieses Vorgehen dauerhaft Bestand hat oder an rechtliche und politische Grenzen stößt, bleibt offen. Klar ist, dass der Staat damit eine neue Doppelrolle einnimmt – als Regulierer und als Miteigentümer. Für Investoren bedeutet das, die politische Dimension von Unternehmensbeteiligungen künftig stärker in ihre Bewertung einzubeziehen.

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