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Trump kündigt Israel-Libanon-Gespräche nach historischem Dreiertreffen an

US-Präsident Trump will Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon anstoßen – das erste hochrangige Treffen seit 1993.

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Trump kündigt Israel-Libanon-Gespräche nach historischem Dreiertreffen an

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch angekündigt, dass ab Donnerstag Gespräche zwischen Israel und dem Libanon beginnen werden. In einem kurz vor Mitternacht auf Truth Social veröffentlichten Beitrag erklärte Trump, er versuche, „ein wenig Atempause zwischen Israel und dem Libanon zu schaffen". Details zu den geplanten Verhandlungen nannte er kaum.

Die Ankündigung folgt auf ein trilaterales Treffen zwischen Vertretern der USA, Israels und des Libanon am Dienstag. Es war die erste bedeutende hochrangige Begegnung zwischen Israel und dem Libanon seit 1993 – ein diplomatischer Meilenstein nach Jahrzehnten des Konflikts. Die drei Seiten vereinbarten dabei, „produktive Diskussionen über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon" zu führen.

Washington machte bei dem Treffen deutlich, dass die Gespräche über ein bestehendes Abkommen aus dem Jahr 2024 hinausgehen und auf einen umfassenden Friedensvertrag hinarbeiten sollen. Zudem bestand die US-Seite darauf, dass jede Vereinbarung zur Einstellung der Feindseligkeiten unter amerikanischer Vermittlung und nicht über separate Kanäle zustande kommen müsse.

Hintergrund: Eskalation seit Oktober 2023

Der aktuelle Konflikt hat seine Wurzeln im Terroranschlag der palästinensischen Gruppe Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. In der Folge geriet auch die libanesische Miliz Hisbollah, ein iranischer Stellvertreter, in den Krieg. Im November 2024 einigten sich Israel und die Hisbollah zunächst auf einen Waffenstillstand – dieser scheiterte jedoch, als die Hisbollah im März das Feuer auf Israel erneut eröffnete.

Vorausgegangen war ein Angriff der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar, bei dem der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Israel weitete seine Angriffe seither über den Südlibanon hinaus auf die Hauptstadt Beirut aus. Mehr als eine Million Menschen wurden dadurch vertrieben. Laut der Qatar News Agency, die sich auf das libanesische Gesundheitsministerium beruft, lag die Zahl der Todesopfer im Libanon bis zum 15. April bei 2.164, mit 7.061 Verletzten.

Friedensverhandlungen mit dem Iran stocken

Der israelische Feldzug im Libanon ist auch ein Streitpunkt in den parallel laufenden Friedensverhandlungen zwischen Washington und Teheran. Der Sprecher des iranischen Parlaments warnte zuletzt, dass Gespräche zur Beendigung des Krieges erst beginnen könnten, wenn Israel die Angriffe auf den Libanon einstellt und die USA eingefrorene iranische Vermögenswerte freigeben.

Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad endeten ohne Einigung. Trump erklärte gegenüber der New York Post jedoch, dass neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Islamabad „in den nächsten zwei Tagen stattfinden könnten". Am 7. April hatten sich die USA und der Iran bereits auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand geeinigt, wobei unklar blieb, ob dieser auch für den Libanon gilt.

Wesentliche Differenzen zwischen Israel und dem Libanon

Trotz der diplomatischen Annäherung bestehen erhebliche Meinungsverschiedenheiten. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte zwar, Israel werde „so bald wie möglich" mit dem Libanon verhandeln. Gleichzeitig fordert Israel, dass der Libanon alle nichtstaatlichen Terrorgruppen entwaffnet und die gesamte terroristische Infrastruktur im Land – einschließlich der Hisbollah – zerschlägt.

Beirut hingegen besteht auf der vollständigen Umsetzung des Abkommens von 2024, das einen israelischen Rückzug aus libanesischem Territorium vorsieht. Diese gegensätzlichen Positionen dürften die anstehenden Verhandlungen erheblich erschweren. Für Anleger, die in der Region engagiert sind, bleibt die geopolitische Lage damit weiterhin ein zentraler Risikofaktor.

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