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Trump droht Iran: US-Militär bleibt bis zu echtem Abkommen

Trump warnt den Iran vor Verstößen gegen den Waffenstillstand und kündigt massive militärische Konsequenzen an.

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Trump droht Iran: US-Militär bleibt bis zu echtem Abkommen

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch klargestellt, dass amerikanische Streitkräfte in und um den Iran stationiert bleiben, bis Teheran ein „echtes Abkommen" vollständig einhält. Jeder Verstoß werde eine militärische Reaktion auslösen, die größer sei als alles bisher Dagewesene, so Trump. Kern der Vereinbarung sei, dass der Iran keine Atomwaffen entwickeln darf und die Straße von Hormus für die internationale Handelsschifffahrt offen und sicher bleibt.

Die Erklärung erfolgte nur einen Tag, nachdem Washington und Teheran einem von Pakistan vermittelten zweiwöchigen Waffenstillstand zugestimmt hatten. Dieser beendete sechs Wochen andauernde Kämpfe und löste an den globalen Märkten eine kurze Erholungsrally aus. Anleger setzten auf wachsenden Optimismus, dass die Energielieferungen durch die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder aufgenommen werden könnten.

Fragiler Waffenstillstand – Positionen liegen weit auseinander

Trotz der Einigung bleibt vieles im Waffenstillstandsabkommen unklar. Die USA und der Iran scheinen bei ihren Forderungen weit auseinanderzuliegen. Teheran lehnte den 15-Punkte-Vorschlag aus Washington ab und legte Berichten zufolge einen eigenen 10-Punkte-Plan vor. Dieser sieht unter anderem ein Ende der israelischen Angriffe gegen die Hisbollah im Libanon sowie die Aufhebung aller Sanktionen vor.

Trump bezeichnete diesen 10-Punkte-Plan in einem Social-Media-Post am frühen Mittwoch als „völlig gefälscht" – in Bezug auf entsprechende Berichte von New York Times und CNN. Die gegensätzlichen öffentlichen Aussagen beider Seiten verdeutlichen, wie fragil die aktuelle Lage ist. Für Freitag wird eine weitere Verhandlungsrunde in Islamabad erwartet.

Libanon-Offensive verschärft die Lage

Israel unterstützte zwar Trumps Entscheidung, die Angriffe gegen den Iran auszusetzen, bestand jedoch darauf, dass der Waffenstillstand nicht für den Libanon gilt. Das Land startete seine bisher heftigsten Offensiven gegen den Libanon seit Ausbruch des Krieges im Februar. Am Mittwoch wurden dabei mindestens 182 Menschen getötet.

Die tödlichen Angriffe provozierten eine scharfe Reaktion des Irans. Teheran deutete an, es sei „unvernünftig", die Gespräche über ein dauerhaftes Friedensabkommen mit den USA fortzusetzen – ein deutliches Zeichen für die Fragilität des gesamten Waffenstillstands. Der libanesische Wirtschaftsminister Amer Bisat sagte in einem CNBC-Interview, sein Land sei von externen Parteien „in diesen Krieg gezwungen" worden, und forderte einen „souverän geführten Waffenstillstand" sowie eine Verhandlungslösung.

Ölpreise steigen weiter

Die anhaltenden Feindseligkeiten in der Region dämpfen die Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Konflikts – und treiben die Energiepreise nach oben. Die Terminkontrakte der internationalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juni stiegen am Donnerstag um 2,46 Prozent auf 97,08 US-Dollar. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) für Mai kletterte sogar um 3,4 Prozent auf 97,55 US-Dollar.

Für deutsche Anleger und Unternehmen ist die Entwicklung rund um die Straße von Hormus von besonderer Bedeutung: Rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels passieren diese Meerenge zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel. Eine anhaltende Blockade oder Destabilisierung hätte direkte Auswirkungen auf die Energieversorgung und die Kraftstoffpreise in Europa. Die Märkte beobachten die weiteren Verhandlungen in Islamabad daher mit großer Aufmerksamkeit.

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