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Tesla profitiert von Auslaufen der US-Prämie

Absatzrekord in den USA, während Verkäufe in Europa stark einbrechen

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Tesla profitiert von Auslaufen der US-Prämie

Ein überraschender Ansturm auf Elektroautos hat Tesla im dritten Quartal einen neuen Absatzrekord in den USA beschert. Kurz vor dem Ende der staatlichen Steuergutschrift für den Kauf von Elektrofahrzeugen stiegen die Auslieferungen des Unternehmens im Jahresvergleich um 7,4 Prozent auf 497.099 Fahrzeuge. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Rückgang von rund fünf Prozent gerechnet, nachdem die Verkaufszahlen in den beiden ersten Quartalen des Jahres jeweils um etwa 13 Prozent eingebrochen waren. Die von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump gestrichene Förderung in Höhe von 7500 Dollar sorgte dafür, dass viele Kunden ihre Käufe noch vor dem Stichtag Ende September vorzogen.

Fachleute hatten zwar mit einem gewissen Vorzieheffekt gerechnet, gingen aber mehrheitlich dennoch von einer weiteren Absatzschwäche aus. Die Entwicklung wirft nun die Frage auf, wie sich die vorgezogenen Käufe auf die kommenden Quartale auswirken werden. Tesla-Chef Elon Musk hatte bereits angedeutet, dass er mit schwierigen Monaten rechnet. Zugleich betont er seit Längerem, dass der klassische Autoverkauf für den Konzern an Bedeutung verlieren werde. Musk sieht die Zukunft des Unternehmens in Robotaxis und humanoiden Robotern. Beide Geschäftsbereiche befinden sich jedoch noch in einer frühen Entwicklungsphase, während sich der Wettbewerb dort verschärft.

Trotz der starken Auslieferungszahlen in den USA ging die Produktion im gleichen Zeitraum leicht zurück. Insgesamt fertigte Tesla 447.410 Fahrzeuge und damit 4,8 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Gründe für die zuvor rückläufigen Verkaufszahlen lagen unter anderem in der Übergangsphase beim Model Y, das in den ersten Monaten des Jahres betroffen war, sowie in politischen Kontroversen rund um Musk selbst. Auch im zweiten Quartal, als die Produktion stabil lief, konnte das Unternehmen keine Trendwende einleiten.

Hinzu kommt wachsende Konkurrenz im Elektroautogeschäft. Während andere Hersteller neue Modelle auf den Markt bringen, verändert sich Teslas Produktpalette optisch kaum. Viele US-Käufer greifen zudem wieder vermehrt zu Hybridfahrzeugen oder klassischen Verbrennern. Gleichzeitig haben amerikanische Autokonzerne ihre Elektropläne für große Pickups deutlich zurückgefahren. Teslas eigener Cybertruck erweist sich bislang nicht als Verkaufserfolg.

Besonders deutlich zeigt sich der Abwärtstrend in Europa. Dort brachen die Neuzulassungen im August um 36,6 Prozent auf 8220 Fahrzeuge ein, nachdem bereits im Juli ein Minus von mehr als 42 Prozent verzeichnet worden war. Der Marktanteil von Tesla in der Europäischen Union fiel auf 1,2 Prozent. Firmenchef Musk übernahm im Sommer persönlich die Verantwortung für die europäischen Verkäufe, nachdem ein langjähriger Vertrauter das Unternehmen verlassen hatte. Das Werk in Grünheide bei Berlin spielt dabei eine zentrale Rolle, doch regionale Ergebnisse veröffentlicht Tesla traditionell nicht.

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