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StrongPoint verzeichnet 2% Umsatzrückgang durch ESL-Partnerverlust

Der norwegische Retail-Tech-Spezialist StrongPoint leidet im zweiten Quartal unter dem Wegfall eines wichtigen Partners für elektronische Regaletiketten.

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StrongPoint verzeichnet 2% Umsatzrückgang durch ESL-Partnerverlust

Das norwegische Technologieunternehmen StrongPoint, das auf Lösungen für den Lebensmitteleinzelhandel spezialisiert ist, hat für das zweite Quartal einen Umsatzrückgang von 2% gegenüber dem Vorjahr gemeldet. Der Gesamtumsatz belief sich auf 342 Millionen Norwegische Kronen (NOK). Als Hauptursache nannte das Unternehmen den Verlust eines ehemaligen Partners für elektronische Regaletiketten (ESL – Electronic Shelf Labels).

Das EBITDA für das Quartal lag bei 5 Millionen NOK, wobei Einmalkosten in Höhe von 4 Millionen NOK bereits eingerechnet sind. Das Betriebsergebnis fiel mit minus 6 Millionen NOK negativ aus, das Nettoergebnis erreichte minus 8 Millionen NOK. Positiv hervorzuheben ist der bereinigte freie Cashflow, der sich auf 49 Millionen NOK summierte.

Nordische Märkte unter Druck, internationale Märkte wachsen

Besonders deutlich spürbar war der Partnerausfall im Kernmarkt: Der Umsatz in den nordischen Märkten brach um 22% ein, da die Beiträge des bisherigen ESL-Partners vollständig wegfielen. Dieser erhebliche Rückgang konnte nur teilweise durch das internationale Geschäft kompensiert werden, das um 15% zulegte.

CEO Jacob Tveraabak erklärte, dass der Rückgang beim EBITDA durch eine verbesserte Kostenbasis abgefedert wurde. Das Unternehmen arbeitet demnach aktiv daran, die internen Effizienzmaßnahmen und die Optimierung der Kostenbasis fortzusetzen, um die Auswirkungen des Partnerverlusts zu mildern.

Neuer Partner Vusion und US-Markt als Wachstumshoffnung

StrongPoint setzt für die Zukunft auf den neuen ESL-Partner Vusion. Das Unternehmen wies jedoch darauf hin, dass der Aufbau eines stabilen wiederkehrenden Umsatzstroms mit dem neuen Partner Zeit benötigen werde. Auch die wiederkehrenden Umsätze insgesamt gingen aufgrund des Endes der Beiträge des ehemaligen ESL-Partners zurück.

Gleichzeitig blickt StrongPoint optimistisch auf den US-Markt: Nach einem jüngsten Durchbruch erwartet das Unternehmen dort profitables Wachstum. Der nordamerikanische Markt könnte damit mittelfristig zu einem wichtigen Standbein werden und die Abhängigkeit vom nordischen Heimatmarkt reduzieren.

Elektronische Regaletiketten gelten im modernen Lebensmitteleinzelhandel als Schlüsseltechnologie. Sie ermöglichen es Händlern, Preise und Produktinformationen digital und zentral zu steuern, was Personalkosten senkt und die Preisflexibilität erhöht. Für Technologieanbieter wie StrongPoint sind langfristige Partnerverträge in diesem Segment daher ein wesentlicher Treiber für wiederkehrende Umsätze. Der Verlust eines solchen Partners hinterlässt entsprechend deutliche Spuren in der Bilanz – wie die aktuellen Quartalszahlen eindrücklich zeigen.

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