ANZEIGE

Standard Chartered rechnet nun mit EZB-Zinserhöhung im Dezember

Standard Chartered revidiert seine Prognose und erwartet nun eine Anhebung des EZB-Einlagenzinses auf 2,75 Prozent im Dezember.

•• 4 Min
Standard Chartered rechnet nun mit EZB-Zinserhöhung im Dezember

Standard Chartered hat seine Prognose für den nächsten geldpolitischen Schritt der Europäischen Zentralbank (EZB) angepasst. Die Bank erwartet nun eine Erhöhung des Einlagenzinses um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent im Dezember. Zuvor hatte das Institut für diesen Zeitpunkt eine Pause bei den Zinserhöhungen prognostiziert.

Hinter der überarbeiteten Einschätzung stehen die Inflationsdaten der Eurozone für September, die höher ausfielen als erwartet. Energiepreise trieben einen Großteil dieses Anstiegs voran. Zugleich zeigten aktuelle Daten zur Geschäftstätigkeit, dass sich die Wirtschaft stabiler entwickelte als frühere Projektionen nahegelegt hatten.

Mit ihrer neuen Position deckt sich Standard Chartered mit den Erwartungen großer Wall-Street-Banken, die allgemein eine weitere EZB-Zinsanhebung im Dezember erwarten. Die EZB hatte im vergangenen Monat zusammen mit mehreren anderen großen Zentralbanken die Zinsen angehoben. Die Geldpolitiker handelten, um Inflationsrisiken zu begegnen, die mit höheren Energiekosten sowie dem anhaltenden Wirtschaftswachstum verbunden sind.

Die Details

Im Zentrum der Prognoseanpassung steht der Einlagenzins der EZB. Standard Chartered rechnet für Dezember mit einer Anhebung um 25 Basispunkte, wodurch der Satz auf 2,75 Prozent steigen würde. Ein Basispunkt ist die kleinste übliche Maßeinheit für Zinsänderungen. Noch kürzlich hatte die Bank für diesen Zeitpunkt eine Pause bei den Zinserhöhungen erwartet; diese Annahme ist nun korrigiert.

Auslöser der Revision sind zwei Entwicklungen. Erstens fielen die Inflationszahlen der Eurozone für September höher aus als erwartet, wobei vor allem die Energiepreise den Anstieg vorantrieben. Zweitens signalisieren aktuelle Daten zur Geschäftstätigkeit eine stabilere wirtschaftliche Entwicklung als zuvor angenommen. Beide Faktoren zusammengenommen sprechen aus Sicht der Bank dafür, dass die Notenbank ihren geldpolitischen Kurs im Dezember weiter straffen dürfte.

Die Einschätzung von Standard Chartered ist kein Einzelfall. Sie deckt sich mit den Erwartungen großer Wall-Street-Banken, die allgemein eine weitere EZB-Zinsanhebung im Dezember vorsehen. Damit wächst die Gruppe der Marktteilnehmer, die statt einer Zinspause einen weiteren Schritt nach oben erwarten.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 12.06.2026 berichtete aktien.news, dass die EZB ihren Leitzins von 2,0 auf 2,25 Prozent anhob – genau so, wie Analysten und Finanzmärkte es erwartet hatten. Die Entscheidung fiel mit großer Einigkeit. Hintergrund war eine Inflationsrate im Euroraum von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, deutlich über dem EZB-Zielwert von rund zwei Prozent, den die Notenbank mit stabilen Preisen gleichsetzt.

Ebenfalls am 12.06.2026 meldete aktien.news, dass sich mit der EZB eine weitere große Notenbank den Zentralbanken Australiens, Norwegens und Japans anschloss. Auslöser war ein energiegetriebener Inflationsschub, der durch anhaltend hohe Ölpreise und die faktisch gesperrte Straße von Hormus befeuert wurde. Die EZB hob ihren Benchmark-Einlagensatz damals erstmals seit fast drei Jahren an – auf 2,25 Prozent.

Am 11.09.2026 berichtete aktien.news, dass die EZB ihren Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf 2,5 Prozent anhob. Es war die zweite Zinserhöhung des Jahres, und sie erfolgte vor dem Hintergrund anhaltender Inflationssorgen, die durch den geopolitischen Konflikt im Nahen Osten und die daraus resultierende Energiekrise weiter angeheizt wurden. Das Treffen fand diesmal in Berlin statt.

Am 14.09.2026 berichtete aktien.news, dass die jüngsten Entwicklungen bei den Energiepreisen, insbesondere der Anstieg der Erdgaskosten, den Entscheidungsträgern der EZB in Berlin und anderen Hauptstädten zunehmend Sorgen bereiteten. Öl- und Gaspreise lagen bereits deutlich über den „Baseline"-Niveaus der zuletzt nach oben korrigierten Inflationsprognosen. Dies deutete darauf hin, dass das hohe Preiswachstum möglicherweise persistenter sein könnte als bislang befürchtet.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist die Prognose von Bedeutung, weil der Einlagenzins der Maßstab für die Verzinsung von Bankguthaben ist. Steigt er, verändert das die Bedingungen am Geldmarkt und wirkt sich über die Zinsstruktur auch auf Spar- und Kreditprodukte aus. Wer Ersparnisse hält oder Anleihen besitzt, verfolgt diese Entwicklung daher besonders aufmerksam.

Zugleich bleibt die Lage zweischneidig. Die EZB strafft die Geldpolitik, um Inflationsrisiken zu begegnen, die mit höheren Energiekosten und dem anhaltenden Wirtschaftswachstum zusammenhängen. Eine weitere Zinsanhebung kann die Inflation dämpfen, belastet aber tendenziell die Konjunktur und damit auch bestimmte Anlageklassen. Die überarbeitete Prognose von Standard Chartered ist eine Erwartung, keine Gewissheit – sie kann sich mit neuen Daten jederzeit ändern.

Ausblick

Nach Einschätzung von Standard Chartered dürfte die EZB im Dezember den Einlagenzins um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent erhöhen. Zuvor hatte die Bank an dieser Stelle noch eine Pause erwartet. Auch große Wall-Street-Banken rechnen allgemein mit einem weiteren Zinsschritt im Dezember. Die EZB selbst hatte im vergangenen Monat zusammen mit mehreren anderen großen Zentralbanken die Zinsen angehoben; sie handelte, um den Inflationsrisiken aus höheren Energiekosten und anhaltendem Wirtschaftswachstum zu begegnen.

Kurz erklärt

  • Einlagenzins: Der Zinssatz, den Geschäftsbanken auf Guthaben erhalten, die sie bei der Zentralbank parken.
  • Basispunkt: Die kleinste übliche Maßeinheit für Zinsänderungen an den Finanzmärkten.
  • Leitzins: Der zentrale Zinssatz, über den eine Notenbank ihre Geldpolitik steuert.
Standard CharteredEZBEinlagenzinsZinserhöhungInflationEurozoneDezemberEnergiepreise

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.