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SpaceX übertrifft Erwartungen: Umsatz steigt um 161 Prozent

Space Exploration Technologies überzeugt im dritten Quartal mit starkem Wachstum, doch die hohe Bewertung bleibt ein Risiko.

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SpaceX übertrifft Erwartungen: Umsatz steigt um 161 Prozent

Space Exploration Technologies (Ticker: SPCX, +0,77 Prozent) ist seit seinem rekordverdächtigen Börsengang im Juni eine umstrittene Aktie. Einige Anleger zeigen sich tief beeindruckt von den Innovationen des Unternehmens und erwarten langfristig lebensverändernde Renditen. Andere bleiben skeptisch, insbesondere wegen der Bewertungsbedenken. Wer am Ende recht behält, ist noch offen. Klar ist jedoch: Mit dem neuesten Quartalsupdate hat SpaceX den Bullen robustere Argumente geliefert.

Der Markt hatte hohe Erwartungen an die Ergebnisse des dritten Quartals. Das Unternehmen hat sie nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Der Umsatz von SpaceX stieg im Jahresvergleich um 161 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar. Besonders bemerkenswert: SpaceX ist vor allem für seine Weltraumstartdienste bekannt, doch die beiden anderen Geschäftsbereiche Connectivity und Super Intelligence (SI) schnitten deutlich besser ab.

Der Raumfahrtumsatz legte im Jahresvergleich lediglich um 6 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar zu. Deutlich dynamischer entwickelten sich die übrigen Segmente. Die Connectivity-Verkäufe sprangen um 69,5 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar, während der SI-Umsatz 7,6 Milliarden Dollar erreichte und damit um 830 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegte.

Übernahme treibt das Geschäft mit KI-Rechenkapazität

Zwar profitierte die SI-Sparte von einer Übernahme, die im August abgeschlossen wurde und dem Segment zusätzliche Einnahmen von 608 Millionen Dollar bescherte. Doch selbst ohne diesen Faktor wären die SI-Verkäufe im Jahresvergleich um 755 Prozent gewachsen. Das unterstreicht die enorme Nachfrage nach KI-Rechenkapazität, die SpaceX für sich nutzt.

Auch die Profitabilität überzeugt. Sowohl Connectivity als auch SI waren im Quartal profitabel. Connectivity verzeichnete einen operativen Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 99 Prozent im Jahresvergleich. Der operative Gewinn von SI lag mit 431 Millionen Dollar deutlich über dem operativen Verlust von 1,7 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Auf Konzernebene stand ein Nettogewinn von 4,4 Milliarden Dollar, nach einem Nettoverlust von 1,1 Milliarden Dollar im Vorquartal.

CEO Elon Musk hat erklärt, dass SpaceX bis zum Jahr 2030 und möglicherweise bereits bis 2029 Umsatzerlöse von 1 Billion Dollar generieren könnte. Die jüngsten Finanzergebnisse machen dieses Ziel erreichbarer, auch wenn es ehrgeizig bleibt. Ein zentraler Hebel ist die Starship-Rakete der nächsten Generation. Sie ist vollständig wiederverwendbar konzipiert und könnte die durchschnittlichen Startkosten um bis zu 99 Prozent senken. Eine signifikante Senkung der Startkosten gilt als Voraussetzung, um die Wirtschaftlichkeit orbitaler KI-Anwendungen zu verbessern.

Auch das Connectivity-Geschäft könnte profitieren, wenn Starship zum Hauptarbeitspferd wird. Der Flug 14 war das erste Mal, dass die Rakete die Umlaufbahn erreichte – sie beförderte 26 der neuen Starlink-V3-Satelliten. Diese sind leistungsfähiger als frühere Versionen, passen jedoch nicht auf die aktuelle Hauptstartrakete Falcon 9.

Hohe Bewertung bleibt die zentrale Unsicherheit

Die mittelfristige Perspektive des Unternehmens ist robust, doch SpaceX steht weiterhin vor erheblicher Unsicherheit. Die Entwicklung der Starship, die für viele Ambitionen zentral ist, könnte auf Hindernisse stoßen, auch regulatorischer Natur. Zudem könnte sich die Wachstumsrate der Verkäufe deutlich verlangsamen, falls sich die KI-Branche nicht so schnell entwickelt wie erwartet.

Angesichts all dessen liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei 68,5 – ein Wert, der nach fast jedem Standard unglaublich hoch ist. Vieles läuft für SpaceX, doch die Skepsis bleibt, ob das Unternehmen aus dem aktuellen Niveau mittelfristig starke Renditen erzielen kann. Anleger sollten daher sowohl die operativen Fortschritte als auch die Bewertungsrisiken sorgfältig abwägen.

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