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S&P stuft EssilorLuxottica auf A+ hoch: Medtech-Strategie überzeugt

Ratingagentur lobt Transformation vom Konsumgüterkonzern zum integrierten Medtech-Führer und stabile Aussichten.

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S&P stuft EssilorLuxottica auf A+ hoch: Medtech-Strategie überzeugt

S&P Global Ratings hat das langfristige Emittenten-Creditrating von EssilorLuxottica SA von „A" auf „A+" angehoben. Als Begründung verweist die Ratingagentur auf die erfolgreiche Transformation des Unternehmens von einem traditionellen Konsumgüterkonzern zu einem integrierten Medtech-Führer. Der kurzfristige Ratingwert der Gruppe wurde mit „A-1" bestätigt, die Aussichten werden als stabil eingestuft.

Die stabile Aussicht spiegelt laut S&P die Erwartung wider, dass die Kernnachfrage nach Sehhilfen die Gruppe vor allgemeinen makroökonomischen Gegenwinden schützen wird. Die Aufwertung unterstreicht damit, wie die Medtech-Strategie von EssilorLuxottica das Wachstumspotenzial effektiv von den Zyklen der freien Konsumausgaben entkoppelt hat. Für Anleger ist dies ein wichtiges Signal, da das Geschäft dadurch weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen erscheint.

Wachstumsprognose bis 2028

S&P prognostiziert ein Umsatzwachstum von 4,6% im Jahr 2026. In den Jahren 2027 und 2028 soll sich das Wachstum dann auf jährlich rund 7,5% beschleunigen. Getragen wird diese Entwicklung durch hochmargige Verschreibungsprodukte wie die Stellest-Myopie-Kontrolllinsen sowie durch eine expandierende Präsenz im Bereich der okularen Diagnostik.

Smart Glasses und Wearable Technology haben zwar Schlagzeilen gemacht, unter anderem wegen Datenschutzbedenken und potenzieller technologischer Wettbewerber. S&P stuft diese Risiken jedoch als nachrangig gegenüber der Investmentthese ein. Der Wearables-Bereich macht derzeit etwa 6% des seit Jahresbeginn erzielten Umsatzes aus und fungiert eher als zusätzlicher Wachstumshebel denn als zentrale Schwachstelle für die breiteren Operationen der Gruppe.

Robuster Cashflow als Kreditstärke

Die Ratingagentur hob die robuste Cashflow-Generierung von EssilorLuxottica als fundamentale Kreditstärke hervor, die das erhöhte Rating unterstützt. Der jährliche freie operative Cashflow soll bis 2028 im Bereich zwischen 4,3 Milliarden Euro und 4,8 Milliarden Euro liegen. Dies bietet ausreichend Flexibilität, um stetige Ausschüttungen an Aktionäre, selektive M&A-Aktivitäten und gezielte Aktienrückkäufe zu finanzieren.

Gleichzeitig soll die bereinigte Verschuldung komfortabel innerhalb des Zielbereichs von 1,5x bis 2,0x gehalten werden. Diese Kombination aus hoher Cashflow-Generierung und disziplinierter Bilanzpolitik gilt als wesentlicher Faktor für die Heraufstufung.

Governance-Dynamik gut eingedämmt

Trotz jüngster marktseitiger scrutiny bezüglich des Verhaltens einzelner Aktionäre innerhalb der kontrollierenden Holding Delfin der Familie Del Vecchio scheint die Governance-Dynamik gut eingedämmt. S&P merkte an, dass die operativen Entscheidungsfindungsprozesse strukturell von familiären Interessen abgeschirmt bleiben. Die executive Führung wird fest vom Aufsichtsrat unterstützt, während das Unternehmen seine umfassende Transformation im Gesundheitswesen vorantreibt.

Für deutsche Anleger bedeutet die Heraufstufung auf „A+" eine verbesserte Bonitätseinschätzung des Augenoptik- und Medtech-Konzerns. Ein höheres Rating kann die Finanzierungskosten senken und das Vertrauen institutioneller Investoren stärken. EssilorLuxottica bleibt damit auf einem soliden Fundament, das sowohl durch die defensive Nachfrage nach Sehhilfen als auch durch die wachsende Medtech-Ausrichtung gestützt wird.

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