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S&P 500 mit zweiter Verlustwoche – diese Aktien könnten sich erholen

Der S&P 500 verzeichnet die zweite Verlustwoche – doch überverkaufte Aktien wie Boeing könnten sich erholen.

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S&P 500 mit zweiter Verlustwoche – diese Aktien könnten sich erholen

Der S&P 500 hat die zweite Verlustwoche in Folge hinter sich gebracht. Der Index schloss mit einem Minus von 0,1 Prozent im Wochenverlauf, der Dow Jones Industrial Average fiel im gleichen Zeitraum sogar um 1,7 Prozent. Auslöser waren turbulente Tage an den globalen Finanzmärkten: Zunächst zogen die Anleiherenditen weltweit an, die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe erreichte den höchsten Stand seit 19 Jahren. Im weiteren Verlauf senkte die US-Notenbank Federal Reserve den Leitzins um 25 Basispunkte, was die Verluste an den Aktienmärkten vertiefte.

Doch der Ausverkauf hat einige Einzelaktien auf Niveaus gedrückt, an denen Analysten eine mögliche Erholung erwarten. Entscheidend ist dabei der Relative-Stärke-Index (RSI), ein technischer Indikator, der die Geschwindigkeit und das Ausmaß von Kursbewegungen misst. Liegt der RSI unter 30, gilt eine Aktie als überverkauft. Das bedeutet, der Abwärtstrend könnte übertrieben sein und eine Gegenbewegung steht bevor. Mehrere prominente Titel sind in diese Kategorie gefallen.

Boeing, Bank of America und Wynn Resorts im Fokus

Boeing weist einen RSI von 25 auf und liegt damit deutlich im überverkauften Bereich. Die Aktie fiel in der vergangenen Woche um mehr als fünf Prozent. CEO Kelly Ortberg hatte gewarnt, dass die Stabilisierung der Produktion der 737 Max länger dauere als erwartet. Im laufenden Jahr hat die Boeing-Aktie bislang rund neun Prozent verloren.

Auch Bank of America ist mit einem RSI von 28 in überverkauftes Terrain gerutscht. Die Papiere der Großbank notierten in der Berichtswoche acht Prozent niedriger. Grund war eine Aussage von CEO Brian Moynihan, der für das dritte Quartal einen Rückgang der Investmentbanking-Gebühren um mehr als zehn Prozent prognostizierte.

Die am stärksten überverkaufte Aktie dieser Woche ist Wynn Resorts mit einem RSI von lediglich 17. Die Aktien des Casino-Betreibers fielen um mehr als fünf Prozent und markierten ein neues 52-Wochen-Tief knapp oberhalb von 81 US-Dollar. Im Jahresverlauf hat Wynn Resorts rund 31 Prozent an Wert eingebüßt.

Weitere überverkaufte Titel sind Las Vegas Sands, Carrier Global und TransDigm. Sie alle könnten nach dem starken Kursrutsch technisch bedingt eine Erholung erfahren.

Energieaktien hingegen überkauft

Während einige Aktien auf Erholungskurs hoffen, zeigen andere Anzeichen für eine bevorstehende Korrektur. Ein RSI über 70 signalisiert, dass eine Aktie überkauft ist und kurzfristig mit Rücksetzern zu rechnen haben könnte. Spitzenreiter dieser Kategorie ist Marathon Petroleum mit einem RSI von 87. Die Aktie legte in der Berichtswoche um mehr als sieben Prozent zu und erreichte ein Rekordhoch von 428 US-Dollar.

Hintergrund der Rallye war ein Anstieg der Ölpreise, ausgelöst durch einen Drohnenangriff auf die Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens. Der anhaltende Iran-Krieg hat die globalen Energiepreise allgemein in die Höhe getrieben. Marathon Petroleum ist im Jahresverlauf um 161 Prozent gestiegen.

Auch andere Energieunternehmen wie Valero Energy und Phillips 66 landeten auf der Liste der überkauften Titel. Anleger sollten bei diesen Werten kurzfristig mit einer Gegenbewegung nach unten rechnen.

Fazit für Anleger

Der Gesamtmarkt bleibt angesichts steigender Anleiherenditen und der restriktiveren Geldpolitik der Fed angeschlagen. Technische Indikatoren wie der RSI können jedoch Hinweise auf Chancen und Risiken bei Einzelaktien liefern. Überverkaufte Titel wie Boeing, Bank of America und Wynn Resorts könnten von einer technischen Erholung profitieren, während überkaufte Energieaktien wie Marathon Petroleum die Gefahr eines Rückschlags bergen.

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