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Aktien bestehen Breite-Test nicht – doch Kaufsignale locken

Options-Volatilitäts-Tracker zeigt erstmals seit Monaten ein „Spike-Peak“-Kaufsignal für Aktien.

• 2 Min
Aktien bestehen Breite-Test nicht – doch Kaufsignale locken

Ein neues Kaufsignal sorgt für Aufsehen an den Märkten: Ein Options-Volatilitäts-Tracker hat zum ersten Mal seit Monaten ein sogenanntes „Spike-Peak“-Kaufsignal für Aktien ausgegeben. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem interne Marktindikatoren mehrheitlich negativ ausfallen.

Die Diskrepanz zwischen der Marktbreite und der Kursentwicklung der großen Indizes ist bemerkenswert. Würde man den Aktienmarkt allein nach der Breite bewerten, so die Analyse, würde der aktuelle Markt wahrscheinlich durchfallen, und die Preise wären deutlich niedriger. Die Messwerte zur Marktbreite, die berücksichtigen, wie sich die Mehrheit der Aktien entwickelt – und nicht nur jene in den großen Indizes – sind in vielerlei Hinsicht negativ.

S&P 500 trotz Gegenwind nahe Rekordhoch

Trotz dieser negativen Breite-Signale zeigt sich der Leitindex S&P 500 (SPX) erstaunlich robust. Der Index liegt nur etwas mehr als 2 Prozent unter seinem Rekordhoch vom 13. August. Dies ist umso bemerkenswerter, als gleichzeitig mehrere belastende Faktoren wirken: Höhere Ölpreise und steigende Zinsen gelten üblicherweise als schädlich für Aktien. Dennoch hält sich der Markt auf hohem Niveau.

Diese Konstellation erinnert an frühere Marktphasen, in denen die scheinbare Schwäche der Marktbreite von einer starken Index-Performance überlagert wurde. Für Anleger stellt sich die Frage, ob die negativen Breite-Indikatoren Vorboten einer Korrektur sind oder ob die Kaufsignale aus dem Optionsmarkt die Oberhand gewinnen.

Was das Spike-Peak-Signal bedeutet

Das „Spike-Peak“-Kaufsignal aus dem Options-Volatilitäts-Tracker deutet darauf hin, dass die Volatilität am Optionsmarkt ein Niveau erreicht hat, das in der Vergangenheit häufig mit günstigen Einstiegschancen für Aktienkäufe verbunden war. Solche Signale entstehen, wenn die implizite Volatilität stark ansteigt und dann wieder abfällt – ein Muster, das Optionshändler als Kaufgelegenheit interpretieren.

Die aktuelle Situation ist jedoch ungewöhnlich, da das Signal zeitgleich mit einer schwachen Marktbreite auftritt. Normalerweise bestätigen sich Breite-Indikatoren und Volatilitätssignale gegenseitig. Die derzeitige Divergenz könnte auf eine selektive Marktbewegung hindeuten, bei der nur wenige große Titel den Index stützen, während die Mehrheit der Aktien schwächelt.

Fazit für Anleger

Die widersprüchlichen Signale stellen Anleger vor eine Herausforderung. Einerseits sprechen die negativen Breite-Indikatoren für Vorsicht, andererseits sendet der Optionsmarkt ein klares Kaufsignal. Der S&P 500 notiert nahe seinem Allzeithoch, was die Bewertungssituation zusätzlich verkompliziert.

Anleger sollten die weitere Entwicklung der Marktbreite genau beobachten. Sollte sich die Schwäche auf mehr Aktien ausweiten, könnte dies den Index doch noch nach unten ziehen. Bleibt der Markt dagegen stabil und bestätigt das Kaufsignal aus dem Optionsmarkt, könnte sich die aktuelle Divergenz als Einstiegschance entpuppen. Die kommenden Handelstage werden zeigen, welche der beiden Kräfte sich durchsetzt.

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