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SK Hynix-Tochter Solidigm erwägt NAND-Chipfabrik in den USA

SK Hynix-Tochter Solidigm plant mögliche NAND-Fabrik in den USA, New York als Standort favorisiert.

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SK Hynix-Tochter Solidigm erwägt NAND-Chipfabrik in den USA

Die zur südkoreanischen SK Hynix gehörende US-Tochter Solidigm erwägt den Bau einer Fabrik für NAND-Flash-Speicherchips in den USA. Als führender Standort gilt der Bundesstaat New York außerhalb von Manhattan, wie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters mitteilten. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund zunehmenden Drucks der Trump-Regierung auf den südkoreanischen Chipproduzenten, die Fertigung in den USA auszuweiten.

Washington treibt seit geraumer Zeit die Rückverlagerung der Halbleiterproduktion in die Vereinigten Staaten voran – ein Prozess, der als „Reshoring“ bekannt ist. Gleichzeitig hat die massive Investitionswelle in Rechenzentren für künstliche Intelligenz einen globalen Mangel an Speicherchips ausgelöst. SK Hynix als einer der weltweit führenden Hersteller von Speicherchips steht damit unter Druck, seine Produktionskapazitäten außerhalb Asiens auszubauen.

Hintergrund und strategische Bedeutung

Das vorgeschlagene Projekt ist unabhängig von den Verhandlungen zwischen SK Hynix und Intel über eine mögliche gemeinsame Herstellung von Speicherchips in der Intel-Fabrik im US-Bundesstaat Ohio. Die Quellen sprachen unter der Bedingung der Anonymität, da es sich um vertrauliche Angelegenheiten handelt. Ein US-Werk würde die Abhängigkeit von Solidigms einzigem NAND-Produktionsstandort in der chinesischen Stadt Dalian deutlich verringern.

Gleichzeitig würde eine US-Fabrik das Unternehmen vor potenziellen US-Zöllen sowie Exportbeschränkungen für Chipherstellungsausrüstung nach China schützen. Die geopolitische Lage zwischen den USA und China hat in den vergangenen Jahren zu einer zunehmenden Fragmentierung der globalen Halbleiter-Lieferketten geführt. Für südkoreanische Chipkonzerne wie SK Hynix ist dies eine besondere Herausforderung, da sie sowohl in China als auch in den USA produzieren.

Noch keine endgültige Entscheidung

Allerdings sei noch keine Einigung erzielt worden, warnte eine der Quellen. Wichtige Details des Projekts würden weiterhin diskutiert. SK Hynix werde möglicherweise vorsichtig vorgehen, da die Chipfertigung in den USA erheblich teurer sei als in Südkorea. Hinzu kommen laufende Gespräche zwischen Washington und Seoul über Handels- und Investitionsfragen, die ebenfalls Einfluss auf die endgültige Entscheidung haben könnten.

SK Hynix selbst äußerte sich zurückhaltend zu den Plänen. Das Unternehmen erklärte, sein Tochterunternehmen Solidigm prüfe „verschiedene Optionen zur Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit im Geschäft, aber zum jetzigen Zeitpunkt seien keine konkreten Pläne bestätigt.“ Das in den USA ansässige Solidigm reagierte außerhalb der Geschäftszeiten nicht auf eine Anfrage von Reuters nach einer Stellungnahme.

Bewertung aus Anlegersicht

Für Anleger ist die Entwicklung in mehrfacher Hinsicht relevant. Sollte sich SK Hynix für den Bau einer NAND-Fabrik in den USA entscheiden, wäre dies ein milliardenschweres Investment mit entsprechenden Auswirkungen auf die Kapitalallokation des Konzerns. Gleichzeitig würde es die geopolitische Risikostreuung verbessern und die Abhängigkeit vom Standort China reduzieren. Die Kosten für Chipfertigung in den USA liegen jedoch deutlich über dem Niveau asiatischer Produktionsstandorte, was die Margen belasten könnte.

Die Speicherchip-Branche befindet sich derzeit in einem Aufschwung, angetrieben durch die hohe Nachfrage nach KI-Rechenzentren. NAND-Flash-Speicher wird unter anderem in Solid-State-Drives (SSDs) für Server und Rechenzentren eingesetzt. SK Hynix hat sich mit der Übernahme der Intel-NAND-Sparte, aus der Solidigm hervorging, eine starke Position in diesem Markt gesichert.

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