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SK Hynix statt Micron: Die beste KI-Speicheraktie für fünf Jahre

The Motley Fool sieht SK Hynix als überzeugende Langzeitwahl im KI-Speichermarkt – dank HBM-Marktführerschaft und attraktiver Bewertung.

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SK Hynix statt Micron: Die beste KI-Speicheraktie für fünf Jahre

Micron Technology (MU) hat sich als wichtiger Nutznießer der steigenden Nachfrage nach Speicherchips etabliert. Im vergangenen Jahr führte das zu einem Rekordumsatz und einem starken Gewinnwachstum. Doch Anleger sollten eines nicht übersehen: Micron ist nicht das einzige Unternehmen, das vom unersättlichen Speicherhunger der künstlichen Intelligenz profitieren kann.

Der US-Analysedienst The Motley Fool hat in einem aktuellen Beitrag die Frage gestellt, welche einzelne KI-Speicheraktie man für die kommenden fünf Jahre halten sollte. Das überraschende Ergebnis: Die Wahl fällt nicht auf Micron, sondern auf den südkoreanischen Konkurrenten SK Hynix (SKHY). Die Aktie verdiene eine genauere Betrachtung, so das Fazit der Autoren.

SK Hynix führt den HBM-Markt an

Der Grund dafür liegt in einem Baustein, der bei der KI-Diskussion oft übersehen wird. Die meisten Anleger verbinden künstliche Intelligenz mit Nvidia und dessen Grafikprozessoren (GPUs). Ohne High-Bandwidth-Memory (HBM) wären diese Prozessoren jedoch bei weitem nicht so effektiv. HBM ermöglicht es KI-Beschleunigern, schnell auf große Datenmengen zuzugreifen – eine kritische Voraussetzung für das Training generativer KI-Modelle.

Während Nvidia und andere Halbleiterdesigner leistungsfähigere Chiparchitekturen entwickeln, muss der begleitende Speicher schneller, effizienter und für größere Workloads gerüstet sein. Genau hier sticht SK Hynix heraus. Laut Counterpoint Research entfiel bis zum zweiten Quartal ein Anteil von 50 Prozent des weltweiten HBM-Umsatzes auf das Unternehmen – ein Anteil, der nahezu dem von Samsung und Micron zusammen entspricht.

Diese Marktführerschaft erlangte SK Hynix durch frühe Investitionen in fortschrittliche Speicher-Packaging- und Fertigungstechnologien. Das verschaffte dem Konzern einen First-Mover-Vorteil im HBM-Markt.

Warum der Rückenwind dauerhaft sein könnte

Eines der größten Risiken für Speicherhersteller ist der zyklische Auf-und-Ab der Branche. Beschleunigt sich die Nachfrage, erweitern die Hersteller ihre Kapazitäten – das Angebot holt auf, die Preise fallen, die Margen verschlechtern sich. Bei fortschrittlichem KI-Speicher zeigt sich jedoch eine interessante Nuance: Die Entwickler der nächsten Generation von KI-Beschleunigern benötigen Speicheranbieter, die zunehmend anspruchsvolle technische Anforderungen erfüllen. Das fördert eine enge Zusammenarbeit zwischen Chipdesignern wie Nvidia und den Speicherproduzenten.

SK Hynix ist für diesen Übergang besonders gut positioniert. Das Unternehmen begann im zweiten Quartal mit den Massenzustellungen von HBM4 und arbeitet parallel an der Entwicklung der nächsten Generation HBM4E. Diese Fortschritte dürften die Kundenbeziehungen zu jenen Unternehmen stärken, die leistungsfähigere beschleunigte Computersysteme aufbauen.

Interessant ist zudem, dass sich die Chancen von SK Hynix über Nvidias GPUs hinaus erstrecken. KI-Hyperscaler wie Alphabet, Amazon, Microsoft, Meta Platforms, OpenAI und Anthropic entwickeln allesamt maßgeschneiderte Siliziumchips. Das sorgt für weiteren Rückenwind bei der Speichernachfrage und könnte SK Hynix helfen, sich über verschiedene KI-Rechenarchitekturen hinweg zu diversifizieren. Mit anderen Worten: Das Unternehmen benötigt nicht zwingend einen einzelnen Chipdesigner, um die Ära der KI-Infrastruktur zu dominieren – es genügt, wenn fortschrittlicher Speicher für das breitere KI-Ökosystem unverzichtbar bleibt.

Attraktive Bewertung als Langzeitargument

Trotz des durch KI getriebenen Wachstums und der erheblichen Gewinnexpansion bleibt die Bewertung von SK Hynix auf Basis des vorwärtsgerichteten Kurs-Gewinn-Verhältnisses (Forward-P/E) relativ bescheiden. Die Marktführerschaft im HBM-Segment und die Fortschritte bei neuen Chiptechnologien verleihen dem Unternehmen Wettbewerbsvorteile, die über den aktuellen Speichersuperzyklus hinausreichen.

In Kombination mit dem attraktiven Bewertungsprofil betrachtet The Motley Fool SK Hynix als überzeugenden Langzeitkauf für Anleger, die eine Exposition gegenüber dem Boom der KI-Infrastruktur suchen. Für deutsche Anleger bedeutet das einen Blick über die bekannten US-Namen hinaus – hin zu einem südkoreanischen Spezialisten, der im Hintergrund der KI-Revolution eine Schlüsselrolle spielt.

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