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RTL steigert Umsatz trotz EM-bedingtem Gewinnrückgang

Investitionen in Fußballrechte drücken Gewinn, Streaming-Geschäft zeigt deutlichen Abonnentenzuwachs

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RTL steigert Umsatz trotz EM-bedingtem Gewinnrückgang

Der Fernsehsender RTL verzeichnete im ersten Halbjahr 2024 einen Gewinn von 172 Millionen Euro. Dieser Gewinn ist jedoch im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, was insbesondere auf die Investitionen in die Übertragungsrechte für die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland zurückzuführen ist. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) verringerte sich aufgrund dieser Ausgaben von 181 Millionen Euro im Vorjahr auf die nun erreichten 172 Millionen Euro. Trotz dieses Rückgangs konnte RTL als einziger deutscher Privatsender seinen Zuschauer-Marktanteil durch die Exklusiv-Übertragung von zwölf EM-Spielen steigern, während die öffentlich-rechtlichen Sender den Großteil der Spiele zeigten.

Parallel zum Rückgang des Gewinns konnte der Konzern seinen Umsatz um knapp zwei Prozent auf 2,87 Milliarden Euro erhöhen. Diese Steigerung wurde hauptsächlich durch ein Plus von fast fünf Prozent bei den Fernsehwerbeumsätzen erzielt. Andererseits verzeichnete die RTL-Produktionsfirma Fremantle einen Rückgang ihrer Umsätze. Die operativen Verluste im Streaming-Geschäft, die insbesondere durch die Anlaufverluste von RTL+ in Deutschland und M6+ in Frankreich verursacht wurden, betrugen 84 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang von fünf Millionen Euro darstellt. Trotz dieser Verluste sieht sich der Konzern auf einem guten Weg, seine langfristigen Streaming-Ziele zu erreichen und bis 2026 in diesem Bereich profitabel zu werden. So konnte RTL+ seine Abonnentenzahl innerhalb eines Jahres um 25 Prozent auf etwa 5,6 Millionen steigern, was unter anderem der Fortsetzung der Kinderserie „Pumuckl“ zu verdanken ist.

Einen erheblichen Einfluss auf den Gesamtertrag von RTL hatte der Wegfall der Restrukturierungskosten im Zeitschriftengeschäft von Gruner + Jahr sowie der Wertzuwachs der Aktien des US-Werbetechnologiekonzerns Magnite. Letztere hatte RTL im Zuge des Verkaufs seiner AdTech-Tochter an das amerikanische Unternehmen erhalten. Diese Faktoren trugen zu einem deutlichen Gewinnzuwachs bei, der sich im Vergleich zum Vorjahr um 312 Prozent auf 173 Millionen Euro steigerte. Die Umsätze und Gewinne der zum Verkauf stehenden RTL Nederland sind in den bereinigten Konzernzahlen nicht mehr enthalten. Bertelsmann-Chef Thomas Rabe erklärte, dass die erste Jahreshälfte finanziell den Erwartungen des Unternehmens entsprochen habe, und bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr. Demnach soll das bereinigte Ebita zwischen 700 und 800 Millionen Euro liegen und der Umsatz auf 6,6 Milliarden Euro steigen.

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