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RS2 weitet Zahlungsverkehr auf 16 Lateinamerika-Märkte aus

Der maltesische Zahlungsabwickler RS2 sichert sich einen Großdeal in Lateinamerika und stärkt damit seine regionale Infrastrukturpräsenz erheblich.

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RS2 weitet Zahlungsverkehr auf 16 Lateinamerika-Märkte aus

Der Zahlungsabwickler RS2 hat eine langfristige Processing-Vereinbarung mit einem bedeutenden lateinamerikanischen Finanzdienstleistungspartner unterzeichnet. Das an der maltesischen Börse notierte Unternehmen gab den Deal Anfang des Monats bekannt. Mit der Vereinbarung weitet RS2 seine Präsenz auf insgesamt 16 Märkte in der Region aus, die sowohl Acquiring- als auch Issuing-Dienstleistungen umfassen.

Der namentlich nicht genannte Kunde wird die BankWORKS-Plattform von RS2 nutzen. Die Vereinbarung deckt Acquiring-Aktivitäten in Ecuador, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Panama, der Dominikanischen Republik und Guatemala ab. Issuing-Dienstleistungen werden in denselben Märkten sowie zusätzlich auf den Kaimaninseln angeboten.

Der neue Deal ergänzt die bereits bestehende Präsenz von RS2 in Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Peru und Argentinien. Damit festigt das Unternehmen seine Stellung als einer der bedeutendsten Zahlungsinfrastruktur-Anbieter in der gesamten lateinamerikanischen Region.

Einheitliche Plattform als Wettbewerbsvorteil

RS2-CEO Radi El-Haj erklärte gegenüber Investing.com, was das Unternehmen in einem hart umkämpften Markt auszeichnet. Viele Institutionen in der Region betreiben demnach fragmentierte Systeme für Issuing, Acquiring und Ledger-Umgebungen – ein strukturelles Problem, das RS2 gezielt adressiert. „Was RS2 unterscheidet, ist, dass wir Zahlungen als Infrastruktur betrachten und nicht als eine Sammlung von Einzellösungen", sagte El-Haj. „Unser Modell besteht darin, diese Komplexität in einer einzigen, einheitlichen Verarbeitungsplattform zu konsolidieren."

Zum Zeitplan der Einführung betonte der CEO, dass das Programm phasenweise ablaufen werde. Der anfängliche Fokus liege auf dem Aufbau der Kerninfrastruktur für das Processing, bevor eine Expansion Markt für Markt erfolge. „Sobald dieses Fundament steht, kann der Rollout Markt für Markt beschleunigt werden", so El-Haj. „Programme dieser Größenordnung sind immer progressiv, aber das Ziel ist klar: eine konsistente, skalierbare Infrastruktur zu schaffen, die über die Laufzeit der Vereinbarung mehrere Märkte und Geschäftsbereiche unterstützen kann."

Struktureller Wandel bei Banken treibt Nachfrage

El-Haj verwies auf einen grundlegenden Wandel bei der Technologiebeschaffung von Banken, der den Deal in einen größeren Kontext einbettet. „Dies ist eine strategisch wichtige Vereinbarung für RS2, sowohl im Hinblick auf den Umsatzbeitrag als auch auf die regionale Positionierung", sagte er. Banken suchten nicht mehr nach isolierten Lösungen, sondern nach einheitlichen Processing-Umgebungen, die Issuing, Acquiring und grenzüberschreitende Operationen in großem Maßstab unterstützen könnten.

„Diese Vereinbarung ist keine isolierte Gelegenheit, sondern Teil einer breiteren Bewegung zur Modernisierung der Infrastruktur in der gesamten Region", betonte der RS2-Chef. Diese Einschätzung unterstreicht, dass der Deal nicht nur als Einzelerfolg zu werten ist, sondern als Beleg für einen anhaltenden Trend zur Konsolidierung im lateinamerikanischen Zahlungsverkehrsmarkt.

RS2 gibt an, jährlich über 31 Milliarden Transaktionen mit einer Plattform-Verfügbarkeit von 99,99 Prozent abzuwickeln. Das Unternehmen positioniert sich damit als Anbieter, der es Banken, Finanzinstituten und Zahlungsunternehmen ermöglicht, grenzüberschreitende Geschäfte über die gesamte Wertschöpfungskette des Zahlungsverkehrs hinweg zu verwalten. Für deutsche Anleger, die den internationalen Zahlungsverkehrssektor beobachten, zeigt der Deal, wie spezialisierte europäische Anbieter mit integrierten Plattformlösungen in Wachstumsmärkten punkten können.

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