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Equinox Gold steuert nach Orla-Fusion auf fast eine Million Unzen zu

Der kanadische Goldproduzent meldet 237.019 Unzen im dritten Quartal und peilt für das Gesamtjahr 870.000 bis 920.000 Unzen an.

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Equinox Gold steuert nach Orla-Fusion auf fast eine Million Unzen zu

Die an der TSX und NYSE notierte Equinox Gold Corporation hat für das am 30. September endende dritte Quartal eine Goldproduktion von 237.019 Unzen gemeldet. In dieser Zahl sind bereits zwei Monate der anteiligen Produktion aus den Orla-Mining-Betrieben Musselwhite und Camino Rojo enthalten, die nach einer kürzlich abgeschlossenen Fusion in das Portfolio eingegangen sind. Für deutsche Anleger ist das ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Quartalszahlen die neue Konzernstruktur nur teilweise abbilden.

Auf das Gesamtjahr gerechnet kommt Equinox bislang auf eine konsolidierte Goldproduktion von 611.483 Unzen. Daraus leitet das Unternehmen einen Produktionspfad zwischen 870.000 und 920.000 Unzen für das laufende Jahr ab. Würde man den zwölfmonatigen Beitrag der Orla-Produktion vollständig einbeziehen, käme die kombinierte Gruppe im laufenden Jahr auf eine Produktion von 1,1 Millionen Unzen – ein Wert, der die Größenordnung des fusionierten Konzerns verdeutlicht.

Kanadische Minen als Rückgrat

Das Unternehmen teilte mit, dass seine kanadischen Betriebe im dritten Quartal solide Produktionszahlen lieferten. Getragen wurde das Ergebnis von stetigen Verbesserungen in den Minen Valentine und Greenstone sowie einer starken Performance der Mine Musselwhite. Damit rückt die kanadische Produktionsbasis stärker in den Mittelpunkt der Konzernstrategie.

Parallel dazu hat Equinox seine Bilanz weiter gestärkt. Im Berichtsquartal gelang es dem Unternehmen, 190 Millionen US-Dollar an Schulden zurückzuzahlen. Im Jahresverlauf summieren sich die kumulierten Schuldenrückzahlungen damit auf 1,2 Milliarden US-Dollar – ein erheblicher Betrag, der die Entschuldung des Konzerns unterstreicht.

Liquidität und Aktienrückkäufe

Zum Ende des Berichtsquartals verfügte Equinox über 527 Millionen US-Dollar an Cash-Mitteln. Daraus ergibt sich eine Netto-Kasholdingsposition von 163 Millionen US-Dollar. Die gesamte verfügbare Liquidität des Unternehmens beläuft sich auf 1,2 Milliarden US-Dollar.

Auch beim Thema Aktienrückkäufe war Equinox aktiv. Im betrachteten Quartal kaufte das Unternehmen 759.000 Aktien zu einem Kostenbetrag von 9 Millionen US-Dollar zurück. Im Jahresverlauf wurden insgesamt 1,6 Millionen Aktien für 20,7 Millionen US-Dollar zurückgekauft. Solche Maßnahmen können das Vertrauen des Managements in die eigene Bewertung signalisieren und den Gewinn je Aktie stützen.

Equinox-Präsident Jason Simpson bewertet den Berichtszeitraum als Wendepunkt: „Das Quartal war transformativ. Wir haben unsere Kombination mit Orla abgeschlossen und damit ein Portfolio zusammengeführt, das darauf ausgelegt ist, erheblichen Free Cashflow und langfristigen Wert für die Aktionäre zu generieren.“ Simpson ergänzte: „Equinox ist nun ein aufstrebender Senior-Goldproduzent, der auf drei hochwertigen, langlebigen Minen in Kanada basiert – ergänzt durch einen herausragenden Pipeline von organischen Wachstumsprojekten, von denen wir erwarten, dass sie intern finanziert werden.“

Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem vor dem Hintergrund des Goldpreisumfelds interessant. Ein Produzent, der seine Schulden zügig abbaut, gleichzeitig über eine Netto-Cash-Position verfügt und Aktien zurückkauft, gilt im Sektor als vergleichsweise robust aufgestellt. Die Kombination aus wachsender Produktionsbasis und einer laut Unternehmen intern finanzierbaren Projektpipeline dürfte die künftige Entwicklung des Konzerns maßgeblich bestimmen. Ob Equinox den angepeilten Produktionspfad von 870.000 bis 920.000 Unzen für das Gesamtjahr erreicht, hängt nun wesentlich vom weiteren Verlauf des Schlussquartals ab.

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