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Rivian-Aktie springt 25% nach oben: R2-SUV treibt Zuversicht

Elektroautobauer profitiert von starkem Ausblick für erschwingliches Modell ab 45.000 Dollar

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Rivian-Aktie springt 25% nach oben: R2-SUV treibt Zuversicht

Die Aktie des US-Elektroautobauers Rivian ist am Donnerstag im vorbörslichen Handel um über 25 Prozent nach oben geschossen. Grund für die Euphorie ist die angekündigte Markteinführung des neuen R2-SUV im zweiten Quartal, das mit einem Einstiegspreis von knapp 45.000 Dollar deutlich günstiger als die bisherigen Modelle sein wird. Der Schritt markiert einen strategischen Kurswechsel des Unternehmens, das bislang vor allem für seine hochpreisigen R1-Fahrzeuge bekannt war.

Das neue Modell positioniert sich preislich ähnlich wie Teslas Model Y und zielt auf ein breiteres Kundensegment ab. Für 2026 prognostiziert Rivian einen Anstieg der Auslieferungen um 53 Prozent auf 62.000 bis 67.000 Fahrzeuge. Analysten von Visible Alpha hatten mit rund 64.130 Auslieferungen gerechnet. "Für die Aktie selbst ist nichts wichtiger als eine rechtzeitige Markteinführung des R2-SUV, und in dieser Hinsicht bleibt Rivian im Wesentlichen auf Kurs", kommentierten die Analysten von Piper Sandler.

Der Zeitpunkt für das erschwingliche Modell ist strategisch gewählt. Die gesamte Elektroauto-Branche kämpft derzeit mit schwächelnder Nachfrage, nachdem die US-Regierung unter Präsident Trump Steuervergünstigungen in Höhe von 7.500 Dollar gestrichen hat. Diese politischen Änderungen haben mehrere Hersteller gezwungen, ihre Strategien anzupassen und verstärkt auf günstigere Modelle zu setzen.

Branchenweiter Trend zu erschwinglichen E-Autos

Rivian steht mit seiner Strategie nicht allein da. Ford konzentriert sich auf die zügige Entwicklung eines Elektromodells für 30.000 Dollar, während General Motors seinen Bolt EV mit einem Preis knapp unter 30.000 Dollar wieder auf den Markt gebracht hat. Beide Konzerne mussten allerdings Abschreibungen in Milliardenhöhe auf ihre E-Auto-Sparten vornehmen und drosselten teilweise die Produktion zugunsten von Hybrid- und Benzinfahrzeugen.

Selbst Marktführer Tesla hat reagiert und den Verkauf seiner Oberklasse-Limousine Model S sowie des SUV Model X eingestellt. Stattdessen führte der Konzern abgespeckte Varianten der Massenmarkt-Modelle Model Y und Model 3 ein. Auch der Luxus-Elektroautobauer Lucid, bekannt für seine hochpreisigen Air-Limousinen und Gravity-SUVs, brachte günstigere Versionen auf den Markt.

Weg zur Profitabilität noch weit

Trotz der positiven Nachrichten bleibt Rivian weiterhin unrentabel. Die Ergebnisse des vierten Quartals zeigen jedoch Fortschritte. "Rivian hatte auf seinem Weg zum bedeutenden Akteur in der Welt der Elektrofahrzeuge mit etlichen Problemen zu kämpfen, doch die Ergebnisse des vierten Quartals deuten darauf hin, dass das Unternehmen seinen Rhythmus findet", sagte Dan Coatsworth, Head of Markets bei AJ Bell.

Sollten die vorbörslichen Gewinne anhalten, würde Rivian seinen Marktwert von 17,16 Milliarden Dollar um mehr als 4 Milliarden Dollar steigern. Die Aktie hatte im vergangenen Jahr bereits um 48 Prozent zugelegt, getrieben vom Optimismus rund um das R2-Modell. In diesem Jahr verlor das Papier allerdings 29 Prozent, während Tesla rund 7 Prozent einbüßte. Die gedämpfte Stimmung im gesamten E-Auto-Sektor spiegelt die anhaltende Unsicherheit über die künftige Entwicklung der Branche wider.

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