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Revolut knackt 3 Millionen Kunden in Deutschland – N26 unter Druck

Die britische Neobank wächst rasant und profitiert von den Problemen des Konkurrenten N26.

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Revolut knackt 3 Millionen Kunden in Deutschland – N26 unter Druck

Die britische Digitalbank Revolut meldet einen beachtlichen Meilenstein: Drei Millionen Kunden nutzen mittlerweile in Deutschland die Dienste des Fintechs. Binnen weniger Monate ist die Nutzerbasis damit um knapp 20 Prozent gewachsen. Europaweit zählt Revolut bereits 65 Millionen Kunden in 39 Ländern und ist damit die größte Digitalbank des Kontinents.

Die aggressive Marketingstrategie des Unternehmens zahlt sich aus. Als Hauptsponsor des neuen Audi-Formel-1-Teams sorgt Revolut für Aufmerksamkeit, während Werbeplakate in deutschen Metropolen das Straßenbild prägen. Die massive Präsenz scheint Wirkung zu zeigen – gerade zu einem Zeitpunkt, an dem der direkte Konkurrent N26 mit erheblichen Problemen kämpft.

Kriselnder Konkurrent N26 verliert Boden

N26 steht derzeit unter erheblichem Druck. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat erneut Mängel im Risikomanagement festgestellt, während Investoren die Gründer zum Rückzug drängten. Ende 2024 zählte N26 noch 4,8 Millionen "ertragsrelevante" Kunden – aktive Nutzer, mit denen das Unternehmen Umsätze generiert. Neuere Zahlen liegen nicht vor.

Allerdings ist ein direkter Vergleich der Kundenzahlen schwierig. Revolut gibt lediglich an, wie viele Nutzer den KYC-Prozess vollständig abgeschlossen haben. Ob diese Kunden das Konto auch aktiv für Zahlungen nutzen, bleibt unklar. Die gleiche Unschärfe gilt auch für Trade Republic, das mit fünf Millionen Nutzern in Deutschland ebenfalls stark im Bankenmarkt vertreten ist.

Transaktionsvolumen steigt deutlich

Revolut sieht sich auf dem Weg zur primären Alltagsbank. "Nutzer setzen Revolut zunehmend als primäre Bank ein, um damit ihre täglichen Ausgaben zu tätigen, aber auch zum Sparen und dem eigenen Vermögensaufbau", erklärt Wiktor Stopa, Head of Growth für Westeuropa. Das Transaktionsvolumen ist innerhalb eines Jahres um 67 Prozent gestiegen.

Mehr als 57 Prozent der Ausgaben entfallen dabei auf typische Alltagskategorien wie Shopping, Lebensmittel oder Transport. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass Revolut tatsächlich verstärkt für alltägliche Bankgeschäfte genutzt wird. Kritisch bleibt jedoch, dass das Unternehmen keine absoluten Transaktionswerte veröffentlicht – die relative Steigerung könnte auch von einem niedrigen Ausgangsniveau herrühren.

Für Anleger ist die Entwicklung dennoch bemerkenswert. Revolut positioniert sich zunehmend als ernstzunehmende Alternative zu etablierten Banken und profitiert dabei von den Schwächen des Wettbewerbs. Die Frage bleibt, ob das aggressive Wachstum nachhaltig ist und sich in entsprechende Profitabilität übersetzen lässt.

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