ANZEIGE

Porsche zwischen Krise und Neuausrichtung

Rückläufige Taycan-Verkäufe, Jobabbau und die Rückkehr zum Verbrenner

•• 3 Min
Porsche zwischen Krise und Neuausrichtung

Porsche steht vor großen Herausforderungen. Die Krise der Automobilbranche hat mittlerweile auch den Stuttgarter Sportwagenhersteller erfasst. Der einst als Hoffnungsträger gepriesene Elektrowagen Taycan verzeichnet sinkende Absatzzahlen, und die ursprünglich anvisierte Produktionsmenge wurde mehrfach nach unten korrigiert. Einst in zwei Schichten gefertigt, wird das Modell nun nur noch in reduzierter Stückzahl montiert. Mitarbeiter äußern sich besorgt über die Entwicklung und sehen die Zukunft des Fahrzeugs kritisch. Einige von ihnen haben sich bereits in andere Bereiche versetzen lassen, um wieder an klassischen Verbrennermotoren zu arbeiten.

Die Verkaufszahlen von Porsche sind rückläufig, insbesondere in China, einem der wichtigsten Absatzmärkte. Zusätzlich belasten mögliche Strafzölle in den USA das Geschäft. Als Reaktion auf die veränderten Rahmenbedingungen hat Vorstandschef Oliver Blume ein Sparprogramm angekündigt, das den Abbau von 1.900 Arbeitsplätzen vorsieht. Gleichzeitig investiert das Unternehmen 800 Millionen Euro in die Weiterentwicklung von Verbrennermotoren und Hybridantrieben. Diese Entscheidung markiert eine Abkehr von der bisherigen Strategie, die fast ausschließlich auf Elektroantriebe setzte. Blume betont, dass Kunden in den Transformationsprozess einbezogen werden müssten und daher Anpassungen notwendig seien.

Die wirtschaftlichen Probleme von Porsche sorgen nicht nur in der Belegschaft für Unruhe, sondern auch in der Eigentümerfamilie Porsche-Piëch. In internen Diskussionen äußern Mitglieder der Familie Zweifel an der bisherigen Unternehmensführung und kritisieren, dass zu spät auf die Krise reagiert wurde. Gleichzeitig gibt es in der Unternehmensführung personelle Umbrüche: Sowohl Finanzvorstand Lutz Meschke als auch Vertriebsvorstand Detlev von Platen müssen ihre Posten räumen. Blume plant eine umfassende Neustrukturierung des Managements, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen.

Der Taycan hat unterdessen mit Qualitätsproblemen zu kämpfen. Kunden berichten über Batterieausfälle und hohe Wertverluste ihrer Fahrzeuge. Auch eine wachsende Zahl an Produktrückrufen trägt zur Verunsicherung bei. Verbraucheranwälte bereiten mittlerweile zahlreiche Klagen gegen Porsche vor. In der Belegschaft wird zudem Kritik laut, dass der Fokus seit dem Börsengang stärker auf den Aktionären als auf den Kunden liege.

Um sich an die veränderten Marktbedingungen anzupassen, verfolgt Porsche eine flexiblere Produktionsstrategie. Modelle mit Verbrennungsmotoren sollen länger angeboten und auf gemeinsamen Produktionslinien mit Elektrofahrzeugen gefertigt werden. Während der Taycan nur noch in begrenzter Stückzahl produziert wird, verzeichnen klassische Sportwagen wie der 911er hohe Nachfrage. Auch das exklusive Manufakturgeschäft, das individualisierte Fahrzeuge für Kunden anbietet, soll ausgebaut werden.

Langfristig will Porsche weiterhin an der Elektromobilität festhalten. Bis 2030 sollen laut Unternehmensangaben 80 Prozent aller Neuwagen mit reinem Elektroantrieb ausgestattet sein. Doch die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass der Umstieg auf Elektromobilität schwieriger ist als ursprünglich erwartet. Die Konkurrenz, insbesondere aus China, wächst. Dort bringt der Elektronikkonzern Xiaomi mit dem SU7 ein Fahrzeug auf den Markt, das dem Taycan in Leistung und Design ähnelt, jedoch nur einen Bruchteil kostet. Auch mögliche Importzölle in den USA könnten die Position von Porsche weiter erschweren.

Blume verfolgt dennoch eine optimistische Strategie. Trotz der aktuellen Schwierigkeiten betont er die Innovationskraft des Unternehmens und verweist auf anstehende Modellüberarbeitungen. Besonders im Bereich der Elektromobilität habe Porsche aus früheren Fehlern gelernt. Die jüngste Version des Taycan schneidet in Tests besser ab als ihre Vorgänger. Zudem setzt Porsche verstärkt auf eine nachhaltige Entwicklung und plant langfristig eine CO₂-neutrale Produktion.

Die kommenden Jahre werden zeigen, ob sich die Wende hin zu einer flexibleren Strategie auszahlt. Während Blume daran arbeitet, Porsche durch die Krise zu führen, stellt sich für ihn persönlich die Frage, wie lange er seine Doppelfunktion als Vorstandschef von Porsche und Volkswagen aufrechterhalten kann. Er deutete bereits an, dass er langfristig nur eine der beiden Positionen behalten will. Wann diese Entscheidung fallen wird, bleibt jedoch offen.

PorscheFinanzkriseHandelChinaElektrofahrzeugeAutoindustrie

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.