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Bahn zahlt Rekordsumme an Reisende aus

Entschädigungen steigen wegen Zugausfällen und maroder Infrastruktur drastisch

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Bahn zahlt Rekordsumme an Reisende aus

Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr eine Rekordsumme von rund 197 Millionen Euro an Entschädigungen an Reisende ausgezahlt. Das Unternehmen bestätigte diese Zahl und verwies auf die hohe Zahl von Zugausfällen und Verspätungen als Hauptgrund für die gestiegenen Zahlungen. Insgesamt wurden 6,9 Millionen Entschädigungsanträge eingereicht, was im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um fast 50 Prozent bedeutet. Im Jahr 2023 waren es 5,6 Millionen Anträge, für die die Bahn rund 133 Millionen Euro erstattete. Zwei Jahre zuvor lag die Summe noch bei knapp 93 Millionen Euro.

Der Bahnsprecher erklärte, dass 80 Prozent der Verspätungen auf die marode und überlastete Infrastruktur zurückzuführen seien. Um die Probleme zu beheben, sollen in den kommenden Jahren rund 40 stark frequentierte Strecken grundlegend saniert werden. Trotz dieser geplanten Investitionen war die Pünktlichkeit der Fernzüge im Jahr 2024 so niedrig wie seit 21 Jahren nicht mehr. Laut Konzernangaben erreichten 37,5 Prozent der Halte ihr Ziel mit einer Verspätung von mindestens sechs Minuten.

Ein weiteres Problem stellt die steigende Zahl an Zugausfällen dar. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Zahl der ausgefallenen Fernzüge vervierfacht. Die Bahn sieht die Ursache auch hier in der unzureichenden Infrastruktur und betont die Dringlichkeit der geplanten Sanierungsmaßnahmen. Dennoch steht das Unternehmen weiterhin in der Pflicht, Fahrgäste für Verspätungen zu entschädigen. Kunden erhalten ab einer Verspätung von einer Stunde ein Viertel des Fahrpreises zurück, bei zwei Stunden Verspätung erstattet die Bahn die Hälfte des Ticketpreises.

Der Bahnsprecher betonte, dass das Unternehmen die Entschädigungen ohne Einschränkungen auszahle. Hohe Verspätungen führten automatisch zu hohen Erstattungen, und die Bahn stelle sicher, dass berechtigte Ansprüche unbürokratisch bearbeitet würden. Die Jahresbilanz des Konzerns wird am 27. März veröffentlicht. Experten erwarten, dass die anhaltenden Infrastrukturprobleme und die damit verbundenen Unpünktlichkeiten weiterhin eine große Herausforderung für das Unternehmen darstellen werden.

Deutsche BahnVerbraucherBeschwerdeMobilität

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