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Poppi-Gründerin Ellsworth: Vom Kreditkartenlimit zur Multimillionärin

Allison Ellsworth verkaufte ihr Limonadenunternehmen Poppi für 1,95 Milliarden Dollar an PepsiCo – und spricht nun offen über Geld.

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Poppi-Gründerin Ellsworth: Vom Kreditkartenlimit zur Multimillionärin

Allison Ellsworth verbrachte ein Jahrzehnt damit, ihr Limonadenunternehmen Poppi mit voller Kraft aufzubauen. Der Einsatz hat sich ausgezahlt: Im vergangenen Jahr verkaufte sie Poppi für 1,95 Milliarden US-Dollar an den Getränkeriesen PepsiCo und wurde gemeinsam mit ihrem Ehemann zur mehrfachen Millionärin. Nun ist die 39-Jährige bereit, ihr Vermögen zu genießen – und offen darüber zu sprechen.

Noch nicht allzu lange vor dem milliardenschweren Deal sah die finanzielle Lage der Unternehmerin jedoch ganz anders aus. Ellsworth berichtete im „WSJ Money Interview", dass sie zeitweise so wenig liquide Mittel hatte, dass sie für ihr Haus in Austin, Texas, ein endfälliges Darlehen aufnehmen musste. Ihre Kreditkarten waren vollständig ausgeschöpft. Ein klassisches Bild einer Gründerin, die alles auf eine Karte setzt.

Vom finanziellen Engpass zum Luxusleben

Seit dem erfolgreichen Verkauf hat Ellsworth ihr eigenes Zuhause aufgewertet und darüber hinaus zwei weitere Häuser gekauft – eines für ihre Mutter, eines für ihre Tante. Zum Interview mit dem Wall Street Journal erschien sie in einem Cadillac Escalade, der mit einem motorsportlich klingenden Motor ausgestattet ist und im Handel für rund 180.000 US-Dollar angeboten wird. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Zeit des finanziellen Verzichts vorbei ist.

Ihren großen Durchbruch erlebte Ellsworth unter außergewöhnlichen Umständen: Im neunten Monat schwanger trat sie in der bekannten US-amerikanischen Gründershow „Shark Tank" auf. Dort sicherte sie sich ein Investment von Rohan Oza, der ihr half, ihr auf Apfelessig basierendes Getränk grundlegend zu überarbeiten. „Shark Tank" ist in den USA eine der meistgesehenen Sendungen für Startup-Pitches und hat bereits zahlreichen Unternehmen zum Durchbruch verholfen.

Mutterschaft und Unternehmertum ohne falsche Balance

Ellsworth lehnt die weitverbreitete Vorstellung ab, als Mutter und Unternehmerin stets eine perfekte Balance finden zu müssen. Stattdessen beschreibt sie ihren Alltag pragmatisch: Nach der Entbindung führte sie Telefonate aus dem Krankenhaus und stillte während Zoom-Calls. Unterstützung erhielt sie dabei von ihrer Familie – ihre Mutter parkte noch kurz vor dem Interview vor ihrem Haus.

Die Geschichte von Allison Ellsworth steht exemplarisch für den steinigen Weg vieler Gründerinnen, die mit minimalem Kapital und maximalem persönlichem Einsatz ein Unternehmen aufbauen. Der Exit von Poppi an PepsiCo für 1,95 Milliarden Dollar zeigt, wie aus einem Apfelessig-Getränk, das in einer TV-Show gepitcht wurde, innerhalb weniger Jahre ein milliardenschweres Übernahmeziel werden kann. Für Ellsworth beginnt nun ein neues Kapitel – diesmal mit finanzieller Freiheit im Gepäck.

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