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PepsiCo unter Druck: Elliott fordert radikalen Umbau des Konzerns

Die Aktie hat ein Drittel ihres Werts verloren – nun wächst der Druck auf CEO Ramon Laguarta.

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PepsiCo unter Druck: Elliott fordert radikalen Umbau des Konzerns

PepsiCo (PEP) steht vor einer der schwersten Vertrauenskrisen seiner jüngeren Geschichte. Die Aktie notiert aktuell mit einem Plus von 1,58 Prozent, doch dieser Tagesgewinn kann kaum darüber hinwegtäuschen, dass der Getränke- und Snackriese deutlich an Glanz verloren hat. Der aufwärts zeigende Dreieckschart stand einst für alles, was Anleger an einer Aktie schätzten: zuverlässige Marken, verlässliches Gewinnwachstum und stabile Renditen. Dieser Ruf verblasst zusehends.

Konkret ist die Aktie um etwa ein Drittel von ihrem Höchststand im Jahr 2023 gefallen. Noch gravierender für die Wahrnehmung an den Märkten: PepsiCo notiert mit dem stärksten Abschlag gegenüber Coca-Cola seit mehr als 25 Jahren. Für deutsche Anleger, die den jahrzehntelangen Zweikampf der beiden Getränkekonzerne verfolgen, ist das ein bemerkenswerter Befund – galt PepsiCo mit seinem Snackgeschäft rund um Frito-Lay doch lange als das diversifiziertere und damit defensivere Investment.

Elliott steigt ein – und wartet auf Ergebnisse

Der Aktivinvestor Elliott Management sah im vergangenen Jahr eine Chance und kaufte einen Anteil im Volumen von 4 Milliarden Dollar. Elliott forderte Pepsi auf, seine nordamerikanischen Snack- und Getränkegeschäfte zu straffen. Ein Jahr später hat die Wende jedoch noch keine Ergebnisse geliefert. Das ist die zentrale Botschaft für alle, die auf eine schnelle Erholung gehofft hatten.

Die Analyse geht nun einen Schritt weiter: Das Problem könnte größer sein als einige schwache Marken. Pepsi müsse das Tinkern lassen und grundlegendere Veränderungen in Betracht ziehen – einschließlich einer Abspaltung seiner Abfüllbetriebe. Eine solche Abspaltung, im angelsächsischen Raum als Spin-off bezeichnet, würde bedeuten, dass das Abfüllgeschäft als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht oder separat geführt würde. Für Investoren ist das ein zweischneidiges Schwert: Einerseits könnte es die Konzernstruktur verschlanken und das Markengeschäft höher bewerten lassen, andererseits geht damit ein Stück vertikaler Integration verloren.

Zweifel an der Führungsspitze

Viele Anleger bezweifeln zudem, ob Ramon Laguarta die richtige Person ist, um das Unternehmen zu führen. Laguarta ist seit 2018 CEO und seit 2019 zusätzlich Vorsitzender des Aufsichtsrats. Diese Doppelrolle – operative Führung und Kontrolle in einer Hand – wird an den Kapitalmärkten traditionell kritisch gesehen, da sie die Gewaltenteilung innerhalb des Unternehmens schwächt.

Für deutsche Privatanleger stellt sich die Frage, was aus diesen Entwicklungen folgt. Klar ist: Der Druck auf das Management ist hoch, und die Forderung nach strukturellen statt kosmetischer Eingriffe wird lauter. Ob eine Abspaltung der Abfüllbetriebe kommt oder ein Wechsel an der Konzernspitze, ist offen. Fest steht nur, dass der einstige Ruf als verlässlicher Dividenden- und Wachstumswert derzeit auf dem Prüfstand steht.

Die kommenden Quartalszahlen dürften zum Lackmustest werden. Sollten sich die Ergebnisse nicht verbessern, dürfte der Ruf nach tiefgreifenden Veränderungen weiter zunehmen. Anleger sollten die Signale aus dem Lager der Aktivinvestoren genau verfolgen – sie geben häufig die Richtung vor, in die ein Konzern in den nächsten Monaten steuern wird.

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