Outcrop Silver erweitert Santa-Ana-Adersystem nach Norden und entdeckt Cascada-Ader
Neue Bohrergebnisse aus Kolumbien verbinden Alaska mit Santa Ana und liefern hochgradige Silber-Schnitte.

Outcrop Silver & Gold Corporation (TSX: OCG) (OTCQX: OCGSF) (DE: MRG) hat am 21. Oktober 2026 neue Bohrergebnisse aus dem nördlichen Abschnitt seines primären Silberprojekts Santa Ana im Departamento Tolima in Kolumbien vorgelegt. Die jüngsten Bohrungen bestätigen die nordwärts gerichtete Kontinuität des Santa-Ana-Adersystems und stellen eine strukturelle Verbindung zur Alaska-Ader her, die zuvor als unabhängige Struktur interpretiert worden war. Darüber hinaus hat das laufende Bohrprogramm die Cascada-Ader sukzessive identifiziert und abgegrenzt – eine mineralisierte Struktur, die parallel zur Alaska-Ader verläuft und sich in deren Hangenden befindet.
Mit den neuen Daten erweitert das Unternehmen die bekannte strukturelle und mineralisierte Kontinuität des Santa-Ana-Adersystems auf eine gesamte Streichlänge von annähernd drei Kilometern. Nach Angaben von Outcrop Silver stärken die Ergebnisse das geologische Verständnis im nördlichen Korridor von Santa Ana und weisen auf potenzielle Möglichkeiten für künftiges Wachstum der Mineralressourcen-Schätzung (MRE) hin. Insbesondere die Alaska-Ader war in der MRE vom September 2026 nicht berücksichtigt worden.
Die Bohrungen bei Santa Ana laufen weiter. Vier Diamantkernbohrgeräte sind aktiv, und mehrere Analysen stehen noch aus. Die veröffentlichten Ergebnisse umfassen sowohl hochgradige Einzelabschnitte als auch breitere mineralisierte Zonen, die das Unternehmen in mehreren Bohrlöchern nachweisen konnte.
Die Details
Im nördlichen Bereich des Santa-Ana-Adersystems traf die Bohrung DH670 auf 1,90 Meter („m“) mit einer geschätzten wahren Breite („ETW“) von 1,02 m und einer Wertigkeit von 270 g/t Silberäquivalent („AgEq“). Darin enthalten ist ein Abschnitt von 0,30 m (0,16 m ETW) mit einer Wertigkeit von 1.017 g/t AgEq. Dieser Schnitt liegt etwa 300 m nördlich von Schuss 7.
Für die Alaska-Ader, die nach neuer geologischer Interpretation die nördliche Fortsetzung der Santa-Ana-Struktur darstellt, meldet das Unternehmen zwei bedeutende Schnitte. Bohrung DH665 durchteufte 3,43 m (1,26 m ETW) mit einer Wertigkeit von 307 g/t AgEq. Bohrung DH685 lieferte 8,39 m (3,61 m ETW) mit einer Wertigkeit von 241 g/t AgEq, einschließlich eines Abschnitts von 0,32 m (0,14 m ETW) mit einer Wertigkeit von 4.735 g/t AgEq.
Die neu abgegrenzte Cascada-Ader liegt parallel zur Alaska-Ader in deren Hangendem. Bohrung DH687 schnitt hier 1,37 m (0,74 m ETW) mit einer Wertigkeit von 1.084 g/t AgEq ein, darunter 0,30 m (0,16 m ETW) mit einer Wertigkeit von 4.725 g/t AgEq. Nach Einschätzung des Unternehmens unterstreicht dies das Potenzial für zusätzliche mineralisierte Strukturen innerhalb des nördlichen Santa-Ana-Korridors.
Carlos Torres, Vice President of Exploration bei Outcrop Silver, kommentierte die Ergebnisse: „Diese Bohrergebnisse belegen den anhaltenden Fortschritt unserer Explorationsstrategie bei Santa Ana und bauen auf den in unserem Update zur MRE vom September 2026 dargelegten Ressourcenwachstumsmöglichkeiten auf. Durch die Bestätigung der nordwärts gerichteten Kontinuität des Santa-Ana-Adersystems und die Herstellung seiner Verbindung mit Alaska bringen wir einen zuvor nicht modellierten Bereich voran, der zu einem potenziellen Beitrag zu künftigen MRE-Updates werden kann. Die Identifizierung der Cascada-Ader unterstreicht weiterhin das Explorationspotenzial dieses mineralisierten Korridors. Darüber hinaus verstärkt der hochgradige Schnitt etwa 300 m nördlich von Schuss 7 unser Vertrauen in das sich entwickelnde geologische Modell und seine Fähigkeit, die Exploration in vielversprechende Gebiete zu lenken. Unser Fokus liegt weiterhin darauf, diese Ziele systematisch durch Bohrungen und geologische Interpretationen voranzutreiben, um die nächste Phase des Ressourcenwachstums bei Santa Ana zu unterstützen.“
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 15.09.2026 berichtete aktien.news, dass Outcrop Silver eine aktualisierte Schätzung der Mineralressourcen für das zu 100 Prozent gehörende Primär-Silberprojekt Santa Ana vorgelegt hat. Die neue Schätzung zeigte einen deutlichen Zuwachs gegenüber der ersten Ressourcenschätzung aus dem Jahr 2023. Die angegebenen Ressourcen (Indicated) umfassten damals 29,9 Millionen Unzen Silber-Äquivalent bei einem durchschnittlichen Gehalt von 519 Gramm pro Tonne AgEq, davon 21,7 Millionen Unzen Silber und 0,104 Millionen Unzen Gold. Die abgeleiteten Ressourcen (Inferred) beliefen sich auf 27,9 Millionen Unzen AgEq.
Am 17.09.2026 folgte ein weiterer Bericht von aktien.news, wonach Outcrop Silver die Silberreserven in Santa Ana verdoppelt hat. Die neuen Zahlen übertrafen die vorherige Schätzung aus dem Jahr 2023 deutlich: Die Ressourcen der Kategorie „Inferred“ hatten sich mehr als verdoppelt, während die „Indicated“-Ressourcen um fast ein Viertel stiegen. Das neue Ressourcenmodell wies rund 1,8 Millionen Indicated-Tonnen mit einem durchschnittlichen Gehalt von 376 Gramm Silber und 1,8 Gramm Gold pro Tonne aus, was 21,7 Millionen Unzen Silber und 104.000 Unzen Gold entspricht. Die Inferred-Ressourcen beliefen sich auf 2,3 Millionen Tonnen mit 266 Gramm Silber und 1,29 Gramm Gold.
Diese MRE vom September 2026 bildet den Bezugspunkt für die aktuellen Bohrergebnisse: Die Alaska-Ader war darin noch nicht berücksichtigt. Die nun nachgewiesene Verbindung zwischen Alaska und dem Santa-Ana-Adersystem betrifft damit einen Bereich, der bislang nicht in das Ressourcenmodell eingeflossen ist.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger, die den kanadischen Junior-Explorer über die Börsenplätze TSX, OTCQX oder die Frankfurter Notierung (DE: MRG) verfolgen, sind die Meldungen in erster Linie ein Explorations-, kein Produktionsupdate. Das Unternehmen verkauft derzeit kein Silber, sondern investiert in Bohrungen, um die geologische Struktur seines Projekts besser zu verstehen und die Ressourcenbasis auszubauen.
Positiv hervorzuheben ist, dass Outcrop Silver mit der Verbindung von Alaska und Santa Ana ein Gebiet in das Modell integriert, das in der jüngsten Ressourcenschätzung vom September 2026 noch fehlte. Sollte sich die Mineralisierung dort bestätigen, könnte dies laut Unternehmensangaben zu künftigen MRE-Updates beitragen. Die hochgradigen Einzelabschnitte – etwa 4.735 g/t AgEq in DH685 oder 4.725 g/t AgEq in DH687 – zeigen, dass innerhalb der Strukturen punktuell sehr hohe Silberwerte auftreten. Solche Spitzenwerte sind für sich genommen jedoch kein Maßstab für die durchschnittliche Wirtschaftlichkeit eines Projekts, da sie nur einzelne, schmale Abschnitte betreffen.
Anleger sollten beachten, dass mehrere Analysen noch ausstehen und das Bohrprogramm weiterläuft. Die Ergebnisse sind damit ein Zwischenstand. Ein Explorationserfolg an der Oberfläche oder in der Tiefe ist noch keine bestätigte Reserve, und die Bewertung eines Junior-Explorers hängt maßgeblich von weiteren Bohrergebnissen und der Entwicklung des Ressourcenmodells ab. Dieser Artikel stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar.
Ausblick
Outcrop Silver will die Exploration im nördlichen Korridor von Santa Ana systematisch fortsetzen. Vier Diamantkernbohrgeräte sind nach Unternehmensangaben aktiv, und mehrere Analysen stehen noch aus. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, die Ziele durch Bohrungen und geologische Interpretationen voranzutreiben und die nächste Phase des Ressourcenwachstums bei Santa Ana zu unterstützen. Ein konkreter Zeitpunkt für ein aktualisiertes MRE-Update wird in der Meldung nicht genannt.
Kurz erklärt
- AgEq (Silberäquivalent): Kennzahl, die den Gehalt mehrerer Metalle in einem Erz in einen vergleichbaren Silberwert umrechnet.
- ETW (geschätzte wahre Breite): die auf die tatsächliche Mächtigkeit einer mineralisierten Zone umgerechnete Bohrlänge.
- MRE (Mineralressourcen-Schätzung): eine modellierte Abschätzung, wie viel Metall in einem Lagerstättenbereich vermutet wird.
