Orosur Mining: El Cedro liefert durchgängige Goldmineralisation ab Oberfläche
Bohrloch CED001 durchteuft 267,4 Meter mit 0,65 g/t Gold ab Oberfläche – Pepas-Arbeitsprogramm abgeschlossen, ANM-Konsultation startet.

Orosur Mining Inc. (TSXV: OMI, AIM: OMI) meldet Fortschritte beim Anzá-Projekt in Kolumbien. Das erste Bohrloch im El-Cedro-Zielgebiet, CED001, durchteuft nach Unternehmensangaben ab der Oberfläche eine durchgängige Goldmineralisation über 267,4 Meter mit einem Gehalt von 0,65 g/t Gold. Die Mineralisierung endet nicht an der Basis des Bohrlochs und bleibt damit in der Tiefe offen.
Innerhalb dieses zusammengesetzten Abschnitts wurden mehrere Adern durchschnitten, die Analysewerte von mehr als 3 g/t Gold lieferten. Dazu zählen 46,4 Meter mit 1,00 g/t Gold ab 19,2 Metern Tiefe, 28,25 Meter mit 1,01 g/t Gold ab 118 Metern, 22,2 Meter mit 1,01 g/t Gold ab 225 Metern sowie 2,15 Meter mit 3,89 g/t Gold ab 232 Metern. Der Bohrkern durchschlägt weiterhin dicke Sequenzen stark alterierter und zerbrochener Gesteine, die auf mehrere hydrothermale Ereignisse hindeuten.
Bohrprobleme erzwangen vorzeitigen Stopp
CED001 war ursprünglich für eine Tiefe von 500 Metern unter Tage geplant, musste aber wegen Problemen mit dem Bohrgerät und dessen Betrieb bereits bei 267 Metern beendet werden. Mit dem Auftragnehmer wurden Gespräche geführt, um die operativen Probleme zu verstehen und die Leistung zu verbessern. Da das Unternehmen die tieferen Zielzonen weiterhin als hochrelevant einstuft, wurde unmittelbar neben CED001 das neue Bohrloch CED001A angesetzt.
Die ersten 260 Meter von CED001A sollen ohne Kernentnahme möglichst schnell und kostengünstig gebohrt werden, ab 260 Metern wird die Kernentnahme bis zur Zieltiefe von 500 Metern wieder aufgenommen. Erste Interpretationen identifizieren nach Angaben von Orosur multiple Phasen von Intrusionen, gekoppelt mit wiederholter Reaktivierung der steuernden Strukturen, die zusammen eine günstige, großräumige Umgebung für die Goldmineralisation geschaffen hätten.
Analysen und geologischer Kontext
Die bisher vorliegenden Bohrergebnisse stützen sich ausschließlich auf eine akkreditierte Feuerassay-Einrichtung in Medellín. Vollständige Mehr-Element-Analysen, die für eine detaillierte Interpretation nötig sind, erfordern eine ICP-MS-Anlage, die derzeit in Kolumbien nicht verfügbar ist. Die Proben müssen daher an Labors in Nord- oder Südamerika geschickt werden, was die Bearbeitungszeit für die Ergebnisse deutlich verlängert. Vollständige Mehr-Element-Ergebnisse werden in den kommenden Wochen erwartet.
Brad George, CEO von Orosur, kommentierte: „Diese Entwicklungen markieren einen echten Schritt nach vorn und verstärken unsere Dynamik.“ Nach Behebung der vorübergehenden Bohrprobleme liefere CED001 weiterhin Ergebnisse und Beweise für ein Mineralisierungssystem von beträchtlicher Größe, so George weiter. Das Anzá-Projekt umfasst eine Reihe von erteilten Explorationstiteln und Anträgen mit einer Gesamtfläche von rund 530 Quadratkilometern innerhalb des Mid-Cauca-Goldgürtels westlich von Medellín.
Die Titel werden von zwei kolumbianischen Unternehmen gehalten, Minera Anzá und Minera Monte Aguila, die beide Tochtergesellschaften im Alleineigentum von Orosur sind. El Cedro liegt rund vier Kilometer südlich des Basislagers von APTA und ist ein Cluster aus Gold-/Kupfer-Porphyr-Intrusionen mit zugehörigen flankierenden hydrothermalen Systemen im Süden des Projektgebiets. Die ersten Bohrungen dort begannen am 26. August 2026. Die Art der Mineralisation unterscheidet sich laut Unternehmen stark von der bei Pepas und APTA, da El Cedro in der Nähe eines großen intrusiven Systems liegt.
PTO für Pepas abgeschlossen
Parallel meldet das Unternehmen den Abschluss des letzten Entwurfs des Programa de Trabajos y Obras (PTO) für das Pepas-Vorkommen. Das PTO ist ein umfangreiches kolumbianisches Dokument, das einen vorgeschlagenen Bergbauplan darstellt und den Beginn des Genehmigungs- und Zulassungsverfahrens für die Entwicklung eines Bergbauunternehmens markiert. Es wird nach den Richtlinien der kolumbianischen Agencia Nacional de Mineria (ANM) erstellt und basiert auf Ressourcen und Reserven nach dem CRIRSCO-Standard, der weitgehend mit anderen Berichtscodes wie JORC und CIM kompatibel ist.
Da CRIRSCO ein beratendes und kein reguläres Gremium ist, erfüllt ein PTO jedoch nicht die Anforderungen von NI43-101. Die technischen und kommerziellen Details können daher nicht öffentlich an den Markt kommuniziert werden. Nach Abschluss kann Orosur nun die Konsultation mit der ANM aufnehmen, um das PTO zur Prüfung vorzulegen, erforderliche Änderungen zu identifizieren und anschließend Pläne für die notwendigen sozialen und Umweltprogramme zu entwickeln.
Für deutsche Anleger ist die Einordnung wichtig: Orosur ist an der TSX Venture Exchange und an der AIM notiert und in Kolumbien sowie Argentinien tätig. Die Aktie notierte zuletzt bei 0,26. Pepas ist ein flaches, hochgradiges Goldvorkommen, für das das Unternehmen eine Schätzung des Mineralressourcenbestands berechnet hat, die am 10. Februar 2026 angekündigt wurde.
