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Oracle ernennt Hilary Maxson zur neuen Finanzchefin

Die frühere Schneider-Electric-Managerin soll Oracles milliardenschwere KI-Infrastrukturinvestitionen steuern – mit sofortiger Wirkung.

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Oracle ernennt Hilary Maxson zur neuen Finanzchefin

Oracle hat am Montag Hilary Maxson zur neuen Chief Financial Officer (CFO) ernannt. Die Ernennung erfolgt mit sofortiger Wirkung und markiert einen strategisch bedeutsamen Schritt des Technologiekonzerns. Oracle steht derzeit vor der Herausforderung, eine rasant steigende Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud-Diensten zu bewältigen.

Maxson kommt von Schneider Electric, einem weltweit führenden Unternehmen für Energiemanagement und Automatisierung mit einem Jahresumsatz von mehr als 45 Milliarden US-Dollar. Dort war sie zuletzt als Group CFO tätig. Ihre Expertise in den Bereichen Infrastruktur und Energie gilt als besonders wertvoll, da Oracle derzeit massiv in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur investiert und dafür eine erhebliche Schuldenlast aufnimmt.

Die 48-jährige Managerin äußerte sich klar zu ihren Zielen: Sie wolle weiterhin disziplinierte Investitionen sicherstellen, um einen dauerhaften Wert sowohl für Kunden als auch für Aktionäre zu schaffen. Diese Aussage dürfte Investoren angesichts der hohen Kapitalausgaben des Unternehmens besonders aufhorchen lassen.

Vergütung und Personalwechsel

Laut einer Mitteilung an die US-Aufsichtsbehörden erhält Maxson ein jährliches Grundgehalt von 950.000 US-Dollar. Hinzu kommt ein leistungsabhängiger Bonus mit einem Zielwert von 2,5 Millionen US-Dollar. Das Vergütungspaket spiegelt die Bedeutung der Position in einer entscheidenden Wachstumsphase des Unternehmens wider.

Ihr Vorgänger in der Finanzverantwortung, Doug Kehring, hatte Oracle in den vergangenen sechs Monaten als Principal Financial Officer geführt. Nach der Neubesetzung wird Kehring zurücktreten und sich wieder auf die Go-to-Market-Aktivitäten des Unternehmens konzentrieren – also auf Vertrieb und Markteinführungsstrategien.

Kursrückgang trotz positiver Reaktion

Die Oracle-Aktie reagierte im vorbörslichen Handel mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent auf die Personalnachricht. Dennoch bleibt die Gesamtlage für Aktionäre herausfordernd: Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 25 Prozent an Wert verloren. Dieser deutliche Rückgang steht im Kontext eines schwierigen Marktumfelds für Technologiewerte sowie der hohen Investitionskosten, die Oracle für den Ausbau seiner KI-Kapazitäten stemmt.

Für deutsche Anleger ist Oracle vor allem als einer der weltweit größten Anbieter von Unternehmenssoftware und Datenbankservices bekannt. Der Konzern befindet sich im intensiven Wettbewerb mit Branchenriesen wie Microsoft, Amazon Web Services und Google Cloud – allesamt Unternehmen, die ebenfalls massiv in KI-Infrastruktur investieren. Die Wahl einer CFO mit ausgewiesener Energie- und Infrastrukturkompetenz unterstreicht, wie zentral der effiziente Betrieb energieintensiver Rechenzentren für die Zukunftsstrategie von Oracle geworden ist.

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