ANZEIGE

Oktoberfest 2026: Wiesn-Wirtin über Preise, US-Touristen und Konjunktur

Wiesn-Wirtin Stephanie Spendler über Rekord-Besucher aus den USA, steigende Preise und das Oktoberfest als Wirtschaftsbarometer.

•• 3 Min
Oktoberfest 2026: Wiesn-Wirtin über Preise, US-Touristen und Konjunktur

Seit 40 Jahren prägt Stephanie Spendler das Münchner Oktoberfest als Festwirtin des Löwenbräu-Zelts. Im Interview mit der WirtschaftsWoche spricht sie über steigende Bierpreise, die Stimmung in der Wirtschaft und ihre persönliche Wiesn-Geschichte.

Die 59-Jährige ist eine Institution auf der Theresienwiese. Schon ihre Großeltern waren in den 50er-Jahren Festwirte, ihr Vater "Wiggerl" Hagn wirkte bis 2018 als Wiesnwirt. Doch anders als viele denken, wurde sie nicht in diese Rolle gedrängt. "Mein Vater hat mir geraten, ich soll Informatik studieren, meine Mutter hat immer von einer Zahnarztpraxis für mich geträumt", erzählt Spendler. Stattdessen machte sie eine Hotelausbildung, studierte BWL an der FH München und stieg 1999 mit 32 Jahren in den Wiesn-Vertrag ein.

Das Oktoberfest als Konjunkturbarometer

Für Privatanleger besonders interessant: Spendler sieht das Oktoberfest als verlässlichen Gradmesser für die wirtschaftliche Lage. "Entsprechend der allgemeinen Stimmung müsste man meinen, dass es der Wirtschaft schlecht geht", sagt sie. Doch die Reservierungen der Firmenkunden zeigen ein anderes Bild. Nur drei Unternehmen hätten in diesem Jahr wegen Insolvenz abgesagt. Die Gäste zahlen ihre Reservierungen bereits im Juni und Juli – wenn sie dann im September auf der Wiesn sind, sei die Investition bereits vergessen und weitere Ausgaben für Bier und Essen fallen leicht.

Die internationale Gästestruktur verändert sich deutlich. "In diesem Jahr kommen so viele Amerikaner auf die Wiesn wie nie zuvor – das ist der Wahnsinn", so Spendler. Der günstige Eurokurs macht das Fest für US-Touristen besonders attraktiv. Auch Österreicher, Italiener und Schweizer sind stark vertreten. Dennoch bleibt das Oktoberfest ein Fest der Einheimischen: Rund 80 Prozent der Gäste kommen aus München und dem Umland.

Preise, Kosten und das Gesamterlebnis

Die Maß Bier kostet in diesem Jahr im Löwenbräu-Zelt 15,90 Euro. Eine Tischreservierung für acht Personen schlägt mit 404 Euro zu Buß, für zehn Personen mit 505 Euro – inklusive Gutscheinen für zwei Maß Bier und ein halbes Hendl pro Gast. Spendler verteidigt die Preise: "Das Oktoberfest ist kein kleines Dorffest – das spiegelt sich im Preis wider." Sie verweist auf die enormen Kosten: 16.000 Glühbirnen im Zelt, 2,5 Millionen Euro für Auf- und Abbau, eine Kapelle mit über 30 Musikern und sechs Sängern, 80 Ordner zu Spitzenzeiten sowie moderne Küchen- und Schanktechnik.

"Wegen des Geldes bin ich nicht Wiesn-Wirtin geworden", stellt sie klar. Bei schlechtem Wetter wie 2022, als es fast zwei Wochen durchregnete, sei sie froh, wenn überhaupt ein Gewinn übrigbleibe. Bei schönem Wetter steige das Geschäft um ein Drittel.

Herausforderungen für die Wiesn-Wirte

Der Einstieg in das Geschäft ist schwer. "Die meisten Auflagen kommen von der Stadt München. Es gibt nichts, was so sehr kontrolliert wird wie die Wiesn", erklärt Spendler. Kühlketten und Lieferketten müssen lückenlos dokumentiert werden. Einmal habe sie eine Abmahnung erhalten, weil sie drei Minuten zu früh angezapft hatte. Mit fast 6.000 Plätzen im Zelt und 3.300 im Biergarten müsse innerhalb einer halben Stunde nach dem Start alles reibungslos laufen.

Die Corona-Pandemie traf sie hart. Nach den Absagen 2020 und 2021 rutschte sie in eine kleine Depression und erkrankte an Gürtelrose. Der Arzt diagnostizierte Stress – den sie selbst nicht wahrgenommen hatte. Die erste Wiesn 2022 nach der Pandemie war eine Katastrophe: Personalmangel zwang zur Verkleinerung der Speisekarte, und Dauerregen sorgte für zusätzliche Probleme.

Tradition und Wandel

Das Feiern auf der Wiesn hat sich verändert. "Früher wurde auf der Bank nur geschunkelt, auf der Bank stand niemand", erinnert sich Spendler. Mit dem Ententanz in den 80er-Jahren kamen die Menschen auf die Bänke. Gleichzeitig nahmen die Schlägereien ab. "Seit alle tanzen, ist es mit den Schlägereien weniger geworden. Jetzt stehen alle auf der Bank, tanzen, flirten und haben a Gaudi."

Ihr schönster Moment bleibt der Anstich: "Um Punkt 12 Uhr zapfe ich an, beim letzten Mal habe ich nur zwei Schläge gebraucht. 'Ozapft is!' Und dann geht's los. Das ist der schönste Moment." Am Abend zuvor genießt sie die Stille im leeren Zelt, trinkt ein Gläschen Rotwein – Bier mag sie selbst nicht, trinkt generell kaum Alkohol. "Ich brauche bei meiner Arbeit immer einen klaren Kopf."

Oktoberfest 2026Stephanie SpendlerLöwenbräu-ZeltWiesn-WirtinBierpreis 15,90 EuroOktoberfest KonjunkturMünchner TheresienwieseOktoberfest Reservierungen

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.