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Nvidia steigt auf, Nasdaq knackt Rekordhoch

KI-Euphorie treibt Tech-Werte – DAX unter Druck wegen Zollstreit und schwacher US-Daten

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Nvidia steigt auf, Nasdaq knackt Rekordhoch

Die Rückkehr der Hoffnungen auf ein anhaltendes Wachstum im Bereich Künstliche Intelligenz hat den Technologieindex Nasdaq 100 zu einem neuen Höchststand getrieben. Der Index erreichte zwischenzeitlich einen Rekordwert von 22.329 Punkten, bevor er den Handel mit einem Plus von 0,21 Prozent bei 22.237 Punkten beendete. Insbesondere der Chiphersteller Nvidia profitierte von der erneuten KI-Euphorie. Mit einer Marktkapitalisierung von 3,75 Billionen Dollar überholte das Unternehmen Microsoft und wurde zum wertvollsten Konzern der Welt.

Während die Tech-Werte zulegten, konnte der Dow-Jones-Index nicht profitieren. Er schloss mit einem Minus von 0,25 Prozent bei 42.982 Punkten und bleibt damit deutlich unter seinem bisherigen Höchststand. Die Investoren an den Märkten richteten ihren Blick vor allem auf mögliche geldpolitische Schritte der US-Notenbank. Fed-Chef Jerome Powell wiederholte in seinen jüngsten Aussagen vor dem US-Kongress, dass keine Eile bei Zinssenkungen geboten sei. Dennoch wurden Hinweise auf eine mögliche frühere Zinssenkung aufgenommen, sollte sich die Inflation weiter abschwächen.

Schwache Konjunkturdaten kamen unterdessen vom US-Immobilienmarkt. Die Neubauverkäufe sanken im Mai um 13,7 Prozent auf eine annualisierte Rate von 623.000 Einheiten – deutlich unter den Erwartungen. In Europa gerieten die Märkte wegen möglicher US-Zölle erneut unter Druck. Der DAX gab 0,61 Prozent nach und schloss bei 23.498 Punkten. Hintergrund ist die bevorstehende Frist für eine Einigung zwischen der EU und den USA im Handelskonflikt.

Auch an den Rohstoffmärkten war Bewegung: Der Goldpreis erholte sich leicht, während die Ölpreise nachgaben. Die Nordseesorte Brent wurde zuletzt 0,2 Prozent günstiger bei 66,68 Dollar gehandelt. Trotz rückläufiger Preise sanken die US-Rohölvorräte in der Vorwoche stärker als erwartet.

Im Fokus standen auch mehrere Einzelwerte. Die Aktien von Rüstungskonzernen wie Rheinmetall, Renk und Hensoldt legten deutlich zu. In London stieg die Aktie von Babcock um fast 14 Prozent. Zugleich gab es Spekulationen über eine mögliche Fusion von Shell und BP, die jedoch von Shell zurückgewiesen wurden. Während deutsche Autobauer in der EU steigende Verkaufszahlen meldeten, brach der Absatz von Tesla erneut ein. Im SDAX legten Befesa und Formycon deutlich zu. Dagegen verlor Worldline nach Medienberichten über fragwürdige Geschäftspraktiken über 38 Prozent. Stratec kehrte unterdessen in den SDAX zurück.

AktienmarktUSABörseNasdaqDow Jones

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