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Nike: Dritter Innovationschef in weniger als drei Jahren geht

Tony Bignell verlässt Nike nach weniger als einem Jahr als Chief Innovation Officer – ein weiterer Rückschlag für den Turnaround des Konzerns.

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Nike: Dritter Innovationschef in weniger als drei Jahren geht

Der Sportartikelriese Nike erlebt erneut einen Führungswechsel an der Innovationsspitze. Tony Bignell, Chief Innovation Officer des Unternehmens, verlässt den Konzern nach weniger als einem Jahr in dieser Funktion. Damit ist er bereits der dritte Innovationschef, der den Posten in weniger als drei Jahren räumt – ein Signal, das Fragen über die Stabilität der Turnaround-Strategie aufwirft.

Vorstandschef Elliott Hill hatte Bignell erst im vergangenen Juni in die Position des Chief Innovation Officers befördert. Es war einer der ersten strategischen Schritte Hills als CEO, um Nikes Wettbewerbsfähigkeit im Innovationsbereich zurückzugewinnen. Nun verlässt Bignell das Unternehmen nach eigenen Angaben, um eigene kreative und philanthropische Interessen zu verfolgen.

Nachfolger kommt aus den eigenen Reihen

Als Nachfolger hat Nike Andy Caine benannt, der bislang als Vice President und Creative Director für Sportbekleidung tätig war. Caine übernimmt die Rolle mit Wirkung zum Sonntag. Wie sein Vorgänger Bignell wird auch Caine an Phil McCartney berichten, den Hill im vergangenen Jahr auf die neu geschaffene Position des Chief Innovation, Design and Product Officer berufen hatte.

Die erneute Rochade an der Innovationsspitze fällt in eine kritische Phase für Nike. Der Konzern kämpft seit geraumer Zeit darum, verlorenes Terrain gegenüber aufstrebenden Konkurrenten wie On Running oder Hoka zurückzugewinnen. Anzeichen, dass die Turnaround-Bemühungen ins Stocken geraten, machen den Führungswechsel umso bedeutsamer.

Bignells Erbe: Schnelle Produktentwicklung als Maßstab

Trotz seiner kurzen Amtszeit hinterlässt Bignell durchaus greifbare Ergebnisse. In seinen insgesamt 30 Jahren bei Nike war er maßgeblich an der Entwicklung einiger der modernsten Laufschuhe des Konzerns beteiligt. Zuletzt zeichnete er verantwortlich für den Vomero Premium – einen Laufschuh, der über eine der dicksten und am stärksten gedämpften Sohlen auf dem Markt verfügt.

Besonders bemerkenswert: Nike brachte den Vomero Premium in rund acht Monaten zur Marktreife. Das entspricht etwa der Hälfte der üblichen Entwicklungszeit für neue Schuhmodelle und gilt intern als Beweis dafür, dass der Konzern seine Innovationsprozesse beschleunigen kann. Ob Nachfolger Caine dieses Tempo halten oder gar steigern kann, wird eine der zentralen Fragen der kommenden Monate sein.

Für Anleger bleibt die Situation bei Nike angespannt. Der wiederholte Wechsel in einer so zentralen Führungsposition wie dem Chief Innovation Officer sendet kein Zeichen der Stabilität – gerade in einem Marktumfeld, in dem Produktinnovation über Marktanteile entscheidet. Wie sich der Kurswechsel unter Andy Caine entwickelt, wird der Markt aufmerksam beobachten.

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