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NFL fordert Prognosemarkt-Betreiber zur Selbstregulierung auf

Die NFL verlangt den Verzicht auf manipulierbare und anstößige Ereigniskontrakte – und richtet sich direkt an CFTC-registrierte Plattformen.

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NFL fordert Prognosemarkt-Betreiber zur Selbstregulierung auf

Die National Football League (NFL) hat Betreiber von Prognosemärkten in einem Schreiben aufgefordert, bestimmte Ereigniskontrakte von ihren Plattformen zu entfernen. Der Brief, der dem US-Sender CNBC vorliegt, wurde von NFL Chief Compliance Officer Sabrina Perel unterzeichnet und richtet sich an bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registrierte Anbieter, die NFL-Trades anbieten.

Die Liga nennt vier Kategorien problematischer Wetten: Kontrakte, die leicht von einzelnen Personen manipuliert werden können, von Natur aus anstößige Wetten, Kontrakte zur Schiedsrichterleistung sowie Ereignisse, deren Ausgang im Voraus bekannt sein könnte. Als konkrete Beispiele für manipulierbare Wetten nennt die NFL etwa Verträge darauf, ob ein Kicker ein Field Goal verfehlt, ob der erste Pass eines Quarterbacks unvollständig ist oder ob ein Receiver sein erstes Ziel verpasst.

Auch Wetten ohne direkten Spielbezug stehen in der Kritik. Die Liga beanstandet Kontrakte über Auftritte von Prominenten oder Fans bei Spielen – ein Format, das beim Super Bowl zuletzt enorme Popularität erlangte. Kalshi-CEO Tarek Mansour berichtete gegenüber CNBC, dass allein die Wette auf das erste Lied des Halbzeit-Performers Bad Bunny ein Handelsvolumen von über 100 Millionen US-Dollar generierte.

Boomende Branche trifft auf Regulierungsdruck

Die Prognosebranche erlebt derzeit einen starken Aufschwung. Plattformen wie Kalshi und Polymarket dominieren den Markt, was etablierte Sportwettenanbieter wie FanDuel und DraftKings dazu bewogen hat, ebenfalls in das Segment einzusteigen. Andere Profiligen wie NHL, MLB und MLS haben Prognosemärkte bereits als Partner willkommen geheißen – die NFL zeigt sich hingegen deutlich zurückhaltender.

In ihrem Brief begrüßt die NFL zwar, dass die CFTC sportbezogene Prognosemärkte gesondert regulieren will. Gleichzeitig fordert die Liga ein Treffen, um Themen wie den Ausschluss bestimmter Wettender, den Informationsaustausch mit den Ligen und Maßnahmen für verantwortungsbewusstes Wetten zu besprechen. Die NFL lehnte es ab, öffentlich zu benennen, welche Unternehmen den Brief erhalten haben.

Für deutsche Anleger und Finanzmarktbeobachter ist der Vorgang relevant, da Prognosemärkte zunehmend als regulierte Finanzinstrumente eingestuft werden und damit an Bedeutung für institutionelle wie private Investoren gewinnen. Die Auseinandersetzung zwischen der NFL und den Plattformbetreibern könnte wegweisend für die künftige Regulierung sportbezogener Terminkontrakte in den USA sein.

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