SEC verliert unter Trump 18 Prozent ihrer Mitarbeiter
Ein Bericht des Government Accountability Office belegt massiven Personalabbau bei der US-Börsenaufsicht.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat im laufenden Regierungsjahr 2025 rund 18 Prozent ihrer Belegschaft verloren. Das geht aus einem am Freitag veröffentlichten Bericht des Government Accountability Office (GAO) hervor, dem unabhängigen Kontrollorgan des US-Kongresses. Damit schrumpfte die Behörde deutlich stärker als die gesamte Bundesverwaltung, die im selben Zeitraum um rund 12 Prozent zurückging.
Besonders hart traf der Stellenabbau die Abteilungen für die Aufsicht von Investmentmanagern und Aktienmärkten. Wie Reuters bereits im vergangenen Jahr berichtete, hatten bis Mai 2024 rund 600 Mitarbeiter – entsprechend 12 Prozent der Belegschaft – freiwillige Abfindungsprogramme genutzt. Bis September schieden dann weitere 270 Beschäftigte außerhalb dieser Programme aus der Behörde aus.
Politischer Druck als Hauptursache
Der Personalrückgang ist vor allem eine Reaktion auf die Sparvorgaben der Trump-Regierung. Präsident Donald Trump und sein ehemaliger Berater Elon Musk hatten weitreichende Kürzungen in der gesamten Bundesverwaltung gefordert, um eine angeblich verschwenderische Bürokratie einzudämmen. Die SEC ist dabei keine Ausnahme – obwohl sie nicht durch Steuergelder, sondern durch Gebühren der Finanzbranche finanziert wird.
Kritiker warnen, dass der Abbau die Aufsichtskapazitäten der Behörde ernsthaft gefährdet. Die SEC steht ohnehin vor großen Herausforderungen: Weitreichende Veränderungen in der Regulierungs- und Marktlandschaft erfordern eigentlich mehr, nicht weniger Ressourcen. Einige Mitarbeiter und Regulierungsexperten befürchten, dass die Behörde bei einer Marktkrise nicht mehr angemessen reagieren kann.
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Zur AktienanalyseDie SEC selbst äußerte sich zunächst nicht zu dem GAO-Bericht. Für deutsche Anleger, die in US-amerikanische Wertpapiere investieren, ist die Schlagkraft der SEC von direkter Bedeutung – die Behörde überwacht die weltgrößten Kapitalmärkte und schützt damit auch internationale Investoren.


