New Break präzisiert Ziele: Bohrungen am Goldprojekt Moray starten 2026
New Break Resources nimmt die Exploration am Moray-Goldprojekt wieder auf und setzt auf tiefere Bohrungen in der Zavitz-Zone.

New Break Resources Ltd. (CSE: NBRK) (OTCQB: NBRKF) (FSE: O91) hat die Wiederaufnahme der Bohrungen am zu 100 Prozent unternehmenseigenen Goldprojekt Moray bekannt gegeben. Die Arbeiten werden von Enviro North Exploration Inc. durchgeführt. Das Projekt liegt 49 Kilometer südöstlich von Timmins in der kanadischen Provinz Ontario und 32 Kilometer nordwestlich der Young-Davidson-Goldmine, die von Alamos Gold Inc. betrieben wird.
Das Unternehmen hatte das ursprünglich 1.857 Hektar große Moray-Projekt Ende Juni 2020 erworben. Durch Akquisitionen und das Setzen zusätzlicher Claims ist die Fläche inzwischen auf 29.924 Hektar angewachsen, wovon 86 Prozent lizenz- und gebührenfrei sind. Der Goldpreis hat sich in diesem Zeitraum deutlich entwickelt: Ausgedrückt in kanadischen Dollar stieg er von US$1.770 (CDN$2.422) pro Unze im Juni 2020 auf heute US$4.000 (CDN$5.600) pro Unze – ein Anstieg um 131 Prozent.
Für das nun angelaufene Bohrprogramm hat New Break die Ziele präzisiert. Im Mittelpunkt stehen hämatitveränderte mafische Vulkanite in der Zavitz-Goldzone in der Tiefe sowie mafische Vulkanite in anderen Bereichen entlang des Kontakts zum Intrusivkörper, die eine ähnliche geophysikalische Signatur wie die Zavitz-Zone aufweisen.
Die Details
Das Bohrprogramm für den Herbst 2026 soll mindestens 1.500 Meter in etwa vier bis sechs Bohrungen umfassen. Den Auftakt macht das tiefste Bohrloch, das jemals am Moray-Projekt niedergebracht wurde. Es wird in der Zavitz-Goldzone unter einem Einfallen von 70 Grad getrieben, um die Zone in der Tiefe auf zusätzliche gestapelte Linsen der Goldmineralisierung zu testen.
Historisch wurden zwischen 1964 und 2012 von elf verschiedenen Betreibern – darunter Noranda, Rio Tinto und Newmont – insgesamt 9.793 Meter Bohrungen im Moray-Projekt durchgeführt. Trotz dieser Bemühungen über einen Zeitraum von fünf Jahrzehnten wurde kein Fund gemacht. Vor der Goldentdeckung von New Break im Jahr 2025 wurde am Moray-Projekt zuletzt 2012 von SGX Resources Ltd. gebohrt, die 776 Meter in fünf Bohrungen abschloss.
Das Bohrloch ML-12-02 meldete damals 1,37 g/t Gold über 1,5 Meter von 69,0 bis 70,5 Metern in hämatitveränderten mafischen Vulkaniten (HAMV). New Break weiß heute, dass diese HAMV das primäre Wirtsgestein für die Goldmineralisierung am Moray-Projekt darstellen. ML-12-02 hatte eine Länge von 177 Metern, wurde unter einem Einfallen von 45 Grad gebohrt und traf die HAMV-Zone in einer vertikalen Tiefe von etwa 49 Metern. Das neue Bohrloch wird die HAMV-Zone unterhalb der historischen Bohrungen testen, da New Break plant, vom Hals von ML-12-02 zurückzutreten und ein tieferes Loch darunter unter einem Einfallen von 60 Grad zu bohren. In der Regel gilt, dass die HAMV-Zone, sofern vorhanden, in der Tiefe breiter wird.
Von 2020 bis 2024 verfolgte New Break den Ansatz, eine Reihe ergänzender Explorationsprogramme abzuschließen, um gut entwickelte Bohrziele zu definieren. Im Sommer 2025, dem ersten Bohrprogramm des Unternehmens, wurde der Wert dieser Arbeiten durch die Entdeckung der Zavitz-Goldzone bestätigt, die durch zusätzliche Bohrungen im Herbst weiter validiert wurde. Insgesamt führte New Break 2025 zwölf Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 2.924 Metern durch, wobei acht davon in der Zavitz-Zone lagen. 2026 kamen weitere 5.372 Meter Bohrlänge in 32 Bohrungen hinzu, davon 30 Bohrungen in der Zavitz-Zone.
Drei der bisher gebohrten Löcher ergaben ein Produkt aus Gehalt und Intervall von über 100. Dazu zählen 136,3 in NBR-25-05 mit 3,17 Gramm Gold pro Tonne (g/t Au) von 72,0 bis 115,0 Metern, 133,6 in NBR-26-05 mit 3,46 g/t Au von 82,0 bis 120,6 Metern und 111,0 in NBR-25-09 mit 1,57 g/t Au von 95,8 bis 166,5 Metern.
Michael Farrant, Präsident von New Break, kommentierte: „Exploration ist ein Prozess der Entdeckung und Wissenssammlung. Sie testet das Bekannte und Unbekannte, um weitere Einblicke zu gewinnen und wichtige Fragen zu beantworten. Manchmal führen die Antworten in eine neue Richtung." Die bisherigen Bohrungen deuteten darauf hin, dass der Großteil der Goldmineralisierung in den hämatitveränderten mafischen Vulkaniten entlang des Kontakts zu einem großen Syenit-Intrusivkörper liege. Obwohl auch innerhalb des Syenits Goldmineralisierung vorhanden war, beschränkte sie sich bisher auf Bereiche in unmittelbarer Nähe der mafischen Vulkanite. Dies deute auf eine andere Art der Goldmineralisierung am Moray-Projekt hin als am Young-Davidson-Projekt, schließe jedoch keineswegs aus, dass das Potenzial nicht ebenso groß sei.
Im inauguralen Bohrprogramm 2025 lieferte das Bohrloch NBR-25-06 6,47 g/t Au über 1,0 Meter in den mafischen Vulkaniten, 244,0 Meter im Bohrloch. Eine geophysikalische Signatur, die der Zavitz-Zone ähnelt, erstreckt sich nach Südosten, 442 Meter ost-südöstlich des Bohrlochs NBR-26-12 von New Break aus dem Jahr 2026, das eine Goldkreuzung von 1,13 g/t Au über 7,5 Meter im Syenit ergab. Ein weiteres geplantes Bohrloch soll die nordostwärts gerichteten, syenitgestützten goldführenden Oberflächenadern am Trench 1 sowie den Kontakt zwischen dem Syenit und den ultramafischen Zonen testen.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 22.05.2026 berichtete aktien.news, dass New Break Resources die Zulassung seiner Stammaktien für das elektronische Clearing und Settlement in den Vereinigten Staaten durch die Depository Trust Company (DTC) erhalten hat. Die DTC ist eine Tochtergesellschaft der Depository Trust & Clearing Corporation und wickelt das elektronische Clearing und Settlement für börsennotierte Unternehmen in den USA ab. Diese Zulassung stellte einen wichtigen Meilenstein für das kanadische Mineralexplorationsunternehmen dar, da die Aktien von New Break seither über ein breiteres Netzwerk von Brokerhäusern gehandelt werden können und der Abwicklungsprozess beschleunigt wird.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist New Break über die Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Symbol FSE: O91 handelbar, daneben bestehen die Notierungen CSE: NBRK in Kanada und OTCQB: NBRKF in den USA. Das Unternehmen ist ein Explorationswert: Es erzielt keine Umsätze aus dem Abbau von Gold, sondern finanziert die Suche nach Lagerstätten. Der Aktienkurs reagiert daher typischerweise stark auf Bohrergebnisse und geologische Interpretationen.
Bemerkenswert ist die Kombination aus einem gestiegenen Goldpreisniveau und dem Umstand, dass am Moray-Projekt über fünf Jahrzehnte hinweg kein Fund gelang, bevor New Break 2025 die Zavitz-Goldzone entdeckte. Zugleich weist das Unternehmen selbst darauf hin, dass die Mineralisierung am Moray-Projekt anders geartet zu sein scheint als am benachbarten Young-Davidson-Projekt. Das bedeutet, dass die kommenden Bohrungen andere Ziele testen als das Sommerprogramm – ein Hinweis darauf, dass die geologische Modellbildung noch nicht abgeschlossen ist.
Anleger sollten beachten, dass Explorationsunternehmen neben geologischen Risiken auch Kapitalmarktrisiken tragen. New Break weist in seiner Mitteilung ausdrücklich auf eine Reihe von Unsicherheiten hin, darunter der Erhalt behördlicher und börsenseitiger Genehmigungen, geologische Interpretationen, der Erhalt von Eigentumstiteln sowie die Unfähigkeit, die Auswirkungen globaler Ereignisse auf das Geschäft vorherzusagen. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.
Ausblick
Das Bohrprogramm für den Herbst 2026 soll mindestens 1.500 Meter in etwa vier bis sechs Bohrungen umfassen. Es ist darauf ausgelegt, hämatitveränderte mafische Vulkanite in der Zavitz-Goldzone in der Tiefe zu testen sowie mafische Vulkanite in anderen Bereichen entlang des Kontakts zum Intrusivkörper mit ähnlicher geophysikalischer Signatur. New Break hat mit dem tiefsten je am Moray-Projekt durchgeführten Bohrloch begonnen. Farrant erklärte, er freue sich mehr denn je darauf, die Bohrungen wieder aufzunehmen, um das Verständnis einer grassroots-Goldentdeckung zu vertiefen, die im Herzen eines der besten Bergbaugebiete der Welt liege.
Die Proben aus dem Bohrprogramm werden bei Activation Laboratories in Timmins, Ontario, analysiert, die ISO-17025-zertifiziert ist. QA/QC-Verfahren sollen sicherstellen, dass alle Arbeiten gemäß den Best Practices durchgeführt werden. Peter C. Hubacheck, P. Geo, beratender Geologe für New Break und qualifizierte Person im Sinne des National Instrument 43-101, hat die technische Offenlegung geprüft und genehmigt.
Kurz erklärt
- HAMV: Hämatitveränderte mafische Vulkanite, ein Gesteinstyp, der am Moray-Projekt als primäres Wirtsgestein für die Goldmineralisierung gilt.
- Syenit: Ein magmatisches Gestein, das am Projekt als großer Intrusivkörper auftritt und entlang dessen Kontakt die Goldmineralisierung verläuft.
- g/t Au: Gramm Gold pro Tonne Gestein, die Standardeinheit zur Angabe von Goldgehalten in Bohrergebnissen.
- Einfallen: Der Neigungswinkel eines Bohrlochs oder einer Gesteinsschicht gegenüber der Horizontalen.
