Onyx Gold erweitert Argus-Goldstruktur auf 2,6 Kilometer mit neuen Bohrergebnissen
Onyx Gold meldet 31 weitere Bohrungen am Munro-Croesus-Projekt: Argus Main liefert 0,7 g/t Gold über 166,0 Meter, Big Break und JM erweitern den Trend.

Onyx Gold Corp. (TSXV: ONYX) (OTCQX: ONXGF) hat am 26. Oktober 2026 neue Bohrergebnisse vom zu 100 Prozent eigenen Munro-Croesus-Projekt vorgelegt. Das Projekt liegt 75 Kilometer östlich von Timmins in der kanadischen Provinz Ontario. Insgesamt 31 weitere Bohrungen aus dem Argus Gold System und entlang des Pipestone Fault Korridors wurden ausgewertet.
Die Kernaussage: Die Goldmineralisierung erstreckt sich nun über eine Trendlinie von etwa 2,6 Kilometern. Besonders bemerkenswert sind die Erstbohrungen in den neuen Zielgebieten Big Break und JM, die 700 Meter beziehungsweise 1,2 Kilometer südöstlich von Argus Main liegen. Damit wurden goldführende Bereiche jenseits der zuvor umrissenen Ausdehnung des rund 1,4 Kilometer langen Argus Gold Systems identifiziert.
Die stärksten Einzelwerte lieferte die Bohrung MC26-343 im Bereich Argus Main mit 0,7 Gramm Gold pro Tonne (g/t Au) über 166,0 Meter. Darin enthalten sind höhergradige Intervalle von 1,6 g/t Au über 21,7 Meter und 2,2 g/t Au über 9,9 Meter. Diese Ergebnisse untermauern nach Unternehmensangaben die Größe der Mineralisierung und das Potenzial für höhergradige Zonen.
Die Details
Am Argus Main wurden drei Bohrungen gemeldet, die Teil der laufenden Tests der abtauchenden höhergradigen Zone am östlichen Rand des Systems sind. Sie folgen auf jüngste starke Ergebnisse, darunter 1,7 g/t Au über 67,0 Meter, einschließlich 13,2 g/t Au über 6,0 Meter, in der Bohrung MC26-340 aus einer Pressemitteilung vom 19. August. Neben MC26-343 mit 0,7 g/t Au über 166,0 Meter meldete das Unternehmen für diese Bohrung weitere Unterintervalle: 5,8 g/t Au über 3,0 Meter, 1,3 g/t Au über 20,7 Meter, 5,4 g/t Au über 2,9 Meter, 5,6 g/t Au über 2,9 Meter sowie 12,9 g/t Au über 0,7 Meter. Die Bohrung MC26-311EXT ergab 0,7 g/t Au über 20,7 Meter, einschließlich 1,2 g/t Au über 10,0 Meter und 2,0 g/t Au über 4,0 Meter.
Argus Main wurde von nahe der Oberfläche bis zu einer vertikalen Tiefe von etwa 400 Metern getestet und bleibt entlang der Streichrichtung und in der Tiefe offen. Die mineralisierte Zone weist Merkmale auf, die auch am Argus North beobachtet wurden, darunter variolitische bis pillowierte mafische vulkanische Gesteine, Albit-Carbonat-Silica-Alteration, Frakturierung und lokale Crackle-Brekziierung, begleitet von feinkörnigem Pyrit.
Im Bereich Big Break, etwa 700 Meter südöstlich von Argus Main, wurden zwölf Bohrungen aus den Erstbohrungen gemeldet. Der Standort wurde gewählt, weil das Zusammentreffen günstiger Wirtsgesteine, struktureller Komplexität und einer magnetischen Niedrig-Reaktion geologischen Merkmalen ähnelt, die am Argus North untersucht werden. Die Bohrung MC26-291 lieferte 0,6 g/t Au über 22,0 Meter, einschließlich 1,4 g/t Au über 5,0 Meter. MC26-295 ergab 0,9 g/t Au über 11,0 Meter, einschließlich 4,6 g/t Au über 2,0 Meter. Die vermutete Fault-Geometrie muss durch zusätzliche geologische Arbeiten bestätigt werden.
Im Bereich JM, rund 500 Meter südöstlich von Big Break und etwa 1,2 Kilometer südöstlich von Argus Main, wurden ebenfalls zwölf Bohrungen gemeldet. Die historische JM-Anzeige tritt in variolitischen vulkanischen Gesteinen mit Silicifizierung, Serizit und Eisen-Carbonat-Alteration auf, begleitet von Pyrit und Arsenopyrit. Historische Oberflächenproben ergaben bis zu 15,0 g/t Au in Abraumgestein und 11,0 g/t Au von einer Grubenwand. Die Bohrung MC26-350 ergab 18,8 g/t Au über 2,3 Meter, assoziiert mit einem Lamprophyr-Dike, der mafischen variolitischen Basalt schneidet, einschließlich 25,1 g/t Au über 1,2 Meter. MC26-330A lieferte 1,4 g/t Au über 10,4 Meter, einschließlich 2,0 g/t Au über 5,4 Meter und 6,0 g/t Au über 0,7 Meter.
Brock Colterjohn, Präsident und CEO von Onyx Gold, ordnet die Ergebnisse ein: „Diese Ergebnisse erweitern unseren Blick auf das breitere Entdeckungspotenzial am Munro-Croesus-Projekt, weit über den ursprünglichen Fundbereich von Argus hinaus." Am Argus Main treffe das Unternehmen weiterhin breite Zonen der Goldmineralisierung mit mehreren höhergradigen Intervallen. „Besonders ermutigend ist, dass die Erstbohrungen in Big Break und JM nun Gold bis zu 1,2 Kilometer südöstlich von Argus Main innerhalb derselben günstigen vulkanischen Sequenz identifiziert haben", so Colterjohn weiter. Mit etwa acht Kilometern potenzieller Streichrichtung unter Kontrolle von Onyx bestehe eine bedeutende Chance, das sich entwickelnde geologische Modell auf ein viel größeres Gebiet anzuwenden.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 5. Oktober 2026 berichtete aktien.news, dass Onyx Gold die Ergebnisse des ersten systematischen Bohrprogramms in der Flipper-Zone bekannt gegeben hat. Diese Zone liegt rund drei Kilometer südlich des Argus-Gold-Systems am Munro-Croesus-Projekt. Das sechslöchige Programm umfasste eine Gesamtlänge von 2.172 Metern und bestätigte eine breite, lokal höherwertige Goldmineralisierung in sedimentären Gesteinen südlich von Argus. Damit belegte das Unternehmen, dass dieses ausgedehnte und historisch unterexplorierte geologische Paket breite Zonen mit Goldmineralisierung beherbergen kann. Die stärksten Ergebnisse lieferte damals das Bohrloch MC26-277.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem ein Zwischenstand eines laufenden, vollständig finanzierten Explorationsprogramms. Onyx Gold kontrolliert nach eigenen Angaben etwa 8 Kilometer einer vielversprechenden Streichrichtung entlang des Pipestone Fault Korridors, wovon erst etwa 4 Kilometer durch Bohrungen getestet wurden. Das bedeutet, dass erhebliche Teile des Korridors für die Zielgenerierung und Erstbohrungen verfügbar bleiben. Zusätzlich erstreckt sich der separat interpretierte Argus Fault Korridor über etwa 16 Kilometer, einschließlich des sedimentären Flipper-Bereichs rund 3 Kilometer südlich von Argus.
Wichtig für die Einordnung: Die neuen Zonen Big Break und JM befinden sich nach Unternehmensangaben in einem frühen Stadium. Es handelt sich um separate mineralisierte Ziele, zwischen denen noch umfangreiches Gelände für Folgeuntersuchungen untersucht werden muss. Zudem sind erst für 146 der 264 abgeschlossenen Bohrungen Ergebnisse veröffentlicht, also rund 55 Prozent. Ein erheblicher Teil der Daten steht damit noch aus. Das Munro-Croesus-Projekt umfasst 114 Quadratkilometer hochprospektiver Geologie und beherbergt die früher produzierende Croesus Gold Mine, die einige der höchstgradigen Goldvorkommen förderte, die jemals in Ontario abgebaut wurden.
Ausblick
Das Unternehmen führt sein vollständig finanziertes Explorationsprogramm mit 110.000 Metern am Munro-Croesus weiter. Bisher wurden 264 Bohrungen mit insgesamt etwa 100.000 Metern abgeschlossen, was 91 Prozent entspricht. Vier Diamantbohrgeräte sind derzeit im Projekt im Einsatz, wobei noch etwa 10.000 Meter zu bohren sind. Das Unternehmen erwartet, das Programm bis Jahresende abzuschließen, und ist nach eigenen Angaben mit etwa 9 Millionen US-Dollar in bar vollständig finanziert.
Die Bohrungen werden auf zwei Fronten fortgesetzt: erstens die Erweiterung der etablierten Argus-Main- und North-Zonen einschließlich höhergradiger abtauchender Ziele, zweitens die Definition der Orientierung, Ausdehnung und potenzieller Wiederholungen der Goldmineralisierung in Big Break, JM und zusätzlichen strukturellen Zielen entlang des Pipestone-Korridors. Geologische Kartierung, hochauflösende Magnetik und gezielte Bohrfechten sollen die Prioritäten lenken, wobei Schritt-Out-Programme angepasst werden, sobald neue Ergebnisse eingehen. Ian Cunningham-Dunlop, Executive Vice President von Onyx Gold und qualifizierte Person gemäß National Instrument 43-101, hat die wissenschaftlichen und technischen Informationen geprüft und genehmigt.
Kurz erklärt
- g/t Au: Abkürzung für Gramm Gold pro Tonne Gestein und die übliche Maßeinheit für Goldgehalte in Bohrergebnissen.
- Streichrichtung: die horizontale Ausdehnung einer mineralisierten Zone entlang ihrer Längsachse im Untergrund.
- Abtauchende Zone: ein mineralisierter Bereich, der schräg in die Tiefe verläuft und daher mit Bohrungen in unterschiedlichen Winkeln verfolgt wird.
- Lamprophyr-Dike: ein gangförmiger magmatischer Gesteinskörper, der ältere Gesteinsschichten durchschneidet.
