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Netflix-Aktie: Kursziel-Spanne von 70 bis 135 Dollar bis 2027

Analysten sehen die Netflix-Aktie im September 2027 zwischen 70 und 135 Dollar – das wahrscheinlichste Szenario liegt dazwischen.

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Netflix-Aktie: Kursziel-Spanne von 70 bis 135 Dollar bis 2027

Die Netflix-Aktie (NFLX) hat seit dem gescheiterten Versuch, Vermögenswerte von Warner Bros. Discovery zu erwerben, nicht mehr richtig an Boden gewinnen können. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung liegt der Kursgewinn in 2026 bei 24 Prozent im Minus. Ohne eine breite Markterholung müsste der Video-Streamer viel aufholen, um das Geschäftsjahr noch im Plus abzuschließen. Der Blick weiter in die Zukunft fällt jedoch deutlich interessanter aus, denn es gibt konkrete Prognosen, wo die Aktie bis September 2027 gehandelt werden könnte.

Die Kursziele der Analysten im Detail

Von den 54 Analysten, die die Aktie abdecken, liegt das niedrigste 12-Monats-Kursziel bei 70 Dollar, das Median-Kursziel bei 93,50 Dollar und das höchste bei 135 Dollar. Diese Daten stammen aus einer Erhebung von CNN. Bezogen auf einen Schlusskurs von 71,14 Dollar am 25. September würde das mediane einjährige Kursziel von 93,50 Dollar einer Rendite von 31,4 Prozent entsprechen. Das höchste Kursziel von 135 Dollar käme einem Gewinn von 89,7 Prozent gleich. Das niedrigste Ziel von 70 Dollar würde hingegen einen Verlust von 1,6 Prozent bedeuten.

Für deutsche Anleger ist diese Spanne bemerkenswert breit. Sie spiegelt die Unsicherheit wider, mit der der Markt die künftige Entwicklung des Streaming-Riesen bewertet. Während einige Analysten deutliches Aufwärtspotenzial sehen, rechnen andere kaum mit Bewegung nach oben.

Wachstumsfelder als langfristige Fantasie

In den kommenden beiden Jahren betrachtet der Autor Netflix als langfristige Investitionsmöglichkeit, da das Unternehmen zahlreiche interessante Einnahmequellen erschließen kann. Dazu zählen Live-Events, Video-Podcasting, Gaming sowie der thematische Vergnügungskomplex „Netflix House". Insbesondere Live-Sportangebote könnten einen vielversprechenden doppelten Nutzen bieten: Sie treiben neue Abonnenten an und generieren Werbeeinnahmen.

Ein Beispiel für diese Strategie lieferte das am 10. September auf Netflix ausgestrahlte NFL-Spiel zwischen den San Francisco 49ers und den Los Angeles Rams. Es erreichte durchschnittlich 18,5 Millionen Zuschauer und einen Spitzenwert von 21,3 Millionen. In der Geschichte der NFL rangiert es damit unter den drei meistgestreamten Donnerstagabend-Spielen in der Prime-Time.

Dennoch gilt: Um Geld zu verdienen, braucht man Geld. Netflix zahlte im Jahr 2024 rund 150 Millionen Dollar für die Rechte zur Übertragung zweier NFL-Spiele an Weihnachten. Das Unternehmen wird weiterhin hohe Ausgaben tätigen müssen, wenn es weitere Sportereignisse in sein Portfolio aufnehmen will. Gleichzeitig ist das Konzept des Video-Podcastings noch neu, und für die Gaming-Sparte hat Netflix noch keine aussagekräftige Monetarisierungsstrategie etabliert. Das Konzept des „Netflix House" wird 2027 auf Las Vegas ausgeweitet, was insgesamt jedoch erst drei eröffnete Standorte bedeuten wird.

Warum Vorsicht angebracht bleibt

Es besteht immer die Chance, dass Netflix wieder an Boden gewinnt, indem es die Interaktion bei bestehenden Abonnenten steigert, die Content-Budgets im Zaum hält und bessere Werbeeinnahmen sowie Abonnentenzuwächse als erwartet meldet. Doch das sind viele Hürden, die genommen werden müssen. Sollte Netflix in einen Wettlauf um Content-Erstellung mit anderen Streamern verfallen, kann es die Preise nur begrenzt anheben, um die Kosten zu decken, bevor die Abonnenten widersprechen.

Der Blick auf das kommende Jahr erscheint schwierig, da sich kurzfristig kaum etwas abzeichnet, das den Investorenenthusiasmus erneut entfachen könnte. Daher hält es der Autor für wahrscheinlicher, dass die Aktie bis zu diesem Zeitpunkt im nächsten Jahr zwischen 70 und 93,50 Dollar gehandelt wird, wobei 93,50 Dollar die optimistischere Variante darstellt, als dass sie sprunghaft bis auf 135 Dollar steigt.

Das aktuelle Risiko scheint die potenzielle Belohnung im kommenden Jahr nicht zu überwiegen. Der Autor wäre daher eher bereit, abzuwarten, bis Netflix Anzeichen von Fortschritt zeigt, bevor er investiert. In der Zwischenzeit gebe es dort draußen zahlreiche andere Möglichkeiten, die es zu berücksichtigen gilt. Für deutsche Anleger bedeutet das: Die Netflix-Aktie bleibt ein spannender, aber keineswegs risikofreier Titel, dessen weitere Entwicklung stark von der Umsetzung der neuen Wachstumsfelder abhängt.

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