Mosaic Minerals startet 2.000-Meter-Bohrprogramm auf Golden Island nach Goldfunden
Das Unternehmen meldet bis zu 72,79 g/t Gold an der Oberfläche und beginnt mit mindestens 2.000 Metern Diamantbohrungen in Abitibi, Quebec.

Mosaic Minerals Corporation (CSE: MOC) hat Assay-Ergebnisse für 343 Proben veröffentlicht, die während der Explorationskampagne im Sommer 2026 am Goldprojekt Golden Island in Abitibi in der kanadischen Provinz Quebec gesammelt wurden. Zugleich kündigt das Unternehmen den Start seiner Diamantbohrkampagne mit mindestens 2.000 Metern auf dem Projekt an. Bohrgerät und Bohrtteam sind nach Angaben des Unternehmens bereits auf der Insel vor Ort.
Die besten Goldgehalte der Kampagne erreichten 72,79 g/t Au (Probe C0381259) und 66,92 g/t Au (Probe C0380541). Die Probe C0381259 lieferte darüber hinaus eine polymetallische Mineralisation mit 42,5 g/t Ag und 0,42 Prozent Cu. Der zuletzt gemeldete Aktienkurs liegt bei 0,090.
Von den 343 analysierten Proben wiesen 9 einen Gehalt von über 10 g/t Au auf, 17 lagen über 5 g/t Au, und 45 Proben — das entspricht 13 Prozent der Gesamtzahl — überschritten 1 g/t Au. „Diese Ergebnisse bestätigen das Vorhandensein hochgradigen Goldes in einem großen Teil der am Golden Island beprobten Gebiete“, sagte Jonathan Hamel, Präsident und CEO von Mosaic.
Die Details
Nach Erhalt der ersten Ergebnisse, die eine hohe Variabilität zeigten, beauftragte Mosaic metallische Sieb-Neuanalysen bei den hochgradigen Proben. Diese Methode bestätigte das Vorhandensein von grobkörnigem Gold, wobei einzelne Fraktionen Gehalte von bis zu 2.842 g/t Au aufwiesen. Der angegebene Gehalt ist jeweils das Ergebnis der metallischen Siebanalyse, sofern diese durchgeführt wurde; andernfalls handelt es sich um die ursprüngliche gravimetrische Analyse. Labor-Duplikate werden nur zur Information angezeigt und nicht gemittelt.
Die 343 analysierten Proben stammen aus einer Kampagne zur mechanischen Abtragung und Reinigung historischer Gräben, die darauf abzielte, das Grundgestein freizulegen. Die Proben, die mit einer Diamant-Säge geschnitten wurden, bestehen hauptsächlich aus durchgehenden Kanälen mit einer durchschnittlichen Länge von 0,5 Metern. Detaillierte Kartierungen der abgetragenen Flächen bestätigen, dass die Mineralisation in einem Granodiorit mit blauen Quarzaugen eingelagert ist. Das Goldsystem besteht aus einem komplexen strukturellen Netzwerk aus Scheradern, subvertikalen Zugadern und Stockwerk-Zonen, die oft von Pyrit, Hämatisierung und lokal sichtbarem Gold (VG) begleitet werden.
Die Oberflächenresultate, kombiniert mit geophysikalischen Untersuchungen (Mag-VLF), ermöglichten es dem technischen Team, die Bohrziele zu verfeinern. Das Bohrgerät und die Schwermaschinen wurden per Lastkahn nach Golden Island transportiert. Das Diamantbohrprogramm, das aus mindestens 2.000 Metern in etwa einem Dutzend Bohrungen besteht, ist offiziell in Gang gesetzt. Primäres Ziel ist es, die abwärts gerichtete geometrische Ausdehnung der in den Gräben identifizierten hochgradigen Adersysteme in Tiefen zwischen 150 und 300 Metern zu testen.
Analytische Methoden und Qualitätskontrolle
Die Proben wurden an das Laboratoire Expert Inc. in Rouyn-Noranda versandt. Gold wurde zunächst mittels Feuerprobe mit atomarer Abschlussermittlung bestimmt (FA-GEO), und Proben, die die obere Nachweisgrenze überschritten, wurden durch Feuerprobe mit gravimetrischem Abschluss neu analysiert (FA-GRAV). Silber und Kupfer wurden mittels atomarer Absorption nach Aqua-Regia-Verdauung bestimmt (AAT-7).
Aufgrund des im Feld beobachteten Vorhandenseins von grobkörnigem Gold (Nugget-Effekt) und der hohen Variabilität, die bei den ersten Labor-Duplikaten festgestellt wurde — so ging die Probe C0380541 vom ursprünglichen Wert von 154,70 g/t auf 619,17 g/t im gravimetrischen Duplikat —, forderte Mosaic zusätzliche metallische Siebanalysen (FA-MET) an den vollständig pulverisierten Proben an. Diese Methode, die bei Vorhandensein von grobkörnigem Gold am repräsentativsten ist, bestätigte hohe Gehalte in der Grobfraktion (+100 mesh) von bis zu 2.842 g/t Au (C0380541). Mosaic wandte ein Qualitätskontrollprotokoll an, indem zertifizierte Referenzmaterialien (Standards) und Leerproben in einer Rate von ungefähr einer Kontrolle pro 20 Proben eingefügt wurden. Es wurde keine Kontamination festgestellt.
Der wissenschaftliche und technische Inhalt der Mitteilung wurde von Suzie Tremblay, Géo/P. Geo, einer qualifizierten Person gemäß den Offenlegungsstandards für Mineralprojekte (National Instrument 43-101), überprüft und genehmigt (OGQ #10664).
Hintergrund: Was bisher geschah
Die Meldung von Mosaic Minerals reiht sich in eine Serie von Explorationsberichten kanadischer Junior-Bergbauunternehmen ein, über die aktien.news in den vergangenen Wochen berichtet hat. Bereits am 25.09.2026 berichtete aktien.news, dass New Age Metals Inc. Goldwerte von 4,77 g/t am Bonanza Ridge Gold and Critical Metals Project im Nordwesten der Provinz Ontario gemeldet hatte. Ebenfalls am 25.09.2026 meldete aktien.news, dass Torex Gold Resources Inc. ein Rekordbudget und starke Bohrergebnisse am Morelos-Eigentum in Mexiko vorgelegt hatte, wo 15 Bohranlagen im Einsatz waren.
Am 26.09.2026 berichtete aktien.news, dass ESGold Corp. die 2.000-Meter-Marke bei seinem Diamantbohrprogramm am Montauban-Projekt rund 80 Kilometer westlich der Stadt Québec durchbrochen hatte. Am 14.10.2026 folgte die Meldung, dass Kodiak Copper Corp. die Ketchan-Mineralisierung am MPD-Kupfer-Gold-Porphyrvorkommen im Süden von British Columbia um über 450 Meter nach Südosten erweitert hatte. Diese Berichte betreffen andere Unternehmen und Projekte, zeigen aber, dass die Explorationsaktivität in den kanadischen Bergbauregionen derzeit auf hohem Niveau liegt.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem deshalb relevant, weil sie den Übergang von der reinen Oberflächenbeprobung zur Tiefenerkundung markiert. Die 343 Proben liefern eine breite Datenbasis, und die Tatsache, dass 45 Proben über 1 g/t Au lagen, deutet auf eine weiträumige Verteilung der Mineralisierung hin. Entscheidend ist jedoch, dass die bisherigen Werte ausschließlich von der Oberfläche stammen — ob sich die hochgradigen Zonen in die Tiefe fortsetzen, soll erst das laufende Bohrprogramm zeigen.
Anleger sollten beachten, dass Mosaic ein Explorationsunternehmen ist und keine produzierende Mine betreibt. Die Aktie notiert an der Canadian Securities Exchange unter dem Ticker MOC, der zuletzt gemeldete Kurs liegt bei 0,090. Solche Titel sind typischerweise spekulativ und reagieren stark auf Bohrergebnisse. Die Meldung enthält ausdrücklich zukunftsgerichtete Informationen, die auf Annahmen beruhen, die nicht im Kontrollbereich des Unternehmens liegen. Dies ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Ausblick
Im Fokus steht nun das laufende Diamantbohrprogramm mit mindestens 2.000 Metern in etwa einem Dutzend Bohrungen. Es soll die abwärts gerichtete Ausdehnung der in den Gräben identifizierten hochgradigen Adersysteme in Tiefen zwischen 150 und 300 Metern testen. Bohrgerät und Team sind bereits auf Golden Island positioniert. Ergebnisse aus diesem Programm liegen zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht vor.
Kurz erklärt
- g/t Au: Gramm Gold pro Tonne Gestein, die gebräuchliche Maßeinheit für Goldgehalte in Erzproben.
- Nugget-Effekt: Die ungleichmäßige Verteilung von grobkörnigem Gold, die einzelne Proben stark verzerren kann.
- Diamantbohrung: Ein Bohrverfahren, bei dem ein ringförmiger Bohrkern aus dem Gestein gewonnen wird.
- Stockwerk: Ein engmaschiges Netzwerk feiner Adern, das Gestein großflächig durchzieht.
- NI 43-101: Kanadischer Standard für die Offenlegung von Informationen über Mineralprojekte.
