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Microsoft Q1-Ergebnisse: Azure beschleunigt erneut deutlich

Microsoft übertrifft die Erwartungen im ersten Quartal, angetrieben von einem starken Azure-Wachstum von 48 Prozent.

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Microsoft Q1-Ergebnisse: Azure beschleunigt erneut deutlich

Microsoft hat im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Umsatz stieg unter Ausschluss von Währungseffekten um 19 Prozent auf 92,3 Milliarden US-Dollar, während der Konsens lediglich 90,7 Milliarden US-Dollar erwartet hatte. Das Wachstum wurde vor allem durch die Cloud-Sparte Azure getrieben, die um 48 Prozent zulegen konnte. Die Aktie reagierte positiv und legte im Vorhandel um 3,6 Prozent zu.

Auch beim operativen Ergebnis übertraf der Konzern die Prognosen deutlich. Das operative Ergebnis belief sich auf 45,9 Milliarden US-Dollar und lag damit über den erwarteten 44,1 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 22 Prozent, der laut Unternehmen durch das starke Umsatzwachstum angetrieben wurde. Damit bleibt Microsoft auf der Ertragsseite hochprofitabel.

Ein Wermutstropfen zeigt sich jedoch beim Free Cash Flow. Dieser sank um 27 Prozent auf 18,6 Milliarden US-Dollar. Grund dafür waren die Cash Capital Expenditures (Capex), die sich mehr als verdoppelten und auf 39,4 Milliarden US-Dollar stiegen. Die massiven Investitionen in Rechenzentren und Infrastruktur spiegeln den wachsenden Bedarf an KI-Kapazitäten wider. An die Aktionäre gab das Unternehmen im Quartal 10,2 Milliarden US-Dollar in bar zurück.

Ausblick: Capex steigt weiter über 50 Milliarden US-Dollar

Für das kommende Quartal prognostiziert Microsoft einen Umsatz zwischen 96,0 und 97,1 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit 95,8 Milliarden US-Dollar gerechnet. Für Azure erwartet das Unternehmen ein Wachstum von 49 bis 50 Prozent unter Ausschluss von Währungseffekten – eine weitere Beschleunigung gegenüber dem bereits starken Vorquartal. Die Capex werden voraussichtlich über 50 Milliarden US-Dollar liegen und damit erneut deutlich zulegen.

Die hohen Investitionen sind ein zweischneidiges Schwert. Einerseits belasten sie kurzfristig den Free Cash Flow, andererseits sichern sie die Kapazitäten für das erwartete Wachstum im Cloud- und KI-Geschäft. Anleger müssen abwägen, ob die langfristigen Erträge die aktuellen Ausgaben rechtfertigen.

Bewertung im historischen Vergleich

Aus Bewertungssicht notiert Microsoft derzeit mit einem Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 25,3 für die nächsten zwölf Monate. Der zehnjährige Durchschnitt liegt bei 27,3. Die Aktie ist damit im historischen Vergleich etwas günstiger bewertet als in den vergangenen zehn Jahren. Die prospektive Dividendenrendite für die nächsten zwölf Monate beträgt 0,8 Prozent, verglichen mit einem Zehnjahresdurchschnitt von 1,2 Prozent.

Für deutsche Anleger ist wichtig: Alle Kennzahlen stammen von LSEG Datastream und basieren auf den Schlusskursen des vorherigen Tages. Renditen sind variabel und stellen keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Erträge dar. Schlüsselkennzahlen sollten nicht isoliert betrachtet werden – entscheidend ist das große Ganze.

Der Artikel ist ein ursprünglicher Inhalt von Hargreaves Lansdown und war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt. Sofern nicht anders angegeben, handelt es sich bei Schätzungen um einen Konsens aus Analystenschätzungen, die von LSEG bereitgestellt wurden. Diese Schätzungen sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Performance. Investitionen steigen und fallen im Wert, sodass Anleger Verluste erleiden könnten. Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten einer bestimmten Investition dar.

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