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Metro-Anleihen steigen ins Investment-Grade: Was Anleger jetzt wissen müssen

Dank eines Deals zwischen EP Group und Total stuft S&P Metro-Bonds auf BBB- hoch – mit 3,3 Prozent Rendite bei kurzer Laufzeit.

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Metro-Anleihen steigen ins Investment-Grade: Was Anleger jetzt wissen müssen

Der Großhandelskonzern Metro ist seit dem Frühjahr 2025 nicht mehr an der Börse notiert. Der tschechische Industrielle Daniel Kretinsky hatte die Aktie damals vom Kurszettel genommen. Für Anleihe-Investoren bleibt Metro jedoch weiterhin interessant – und das aus einem konkreten Grund: Die Bonds des Unternehmens wurden gerade deutlich aufgewertet.

Anfang Juni stufte die Ratingagentur Standard & Poor's die Metro-Anleihen auf die Note BBB- hoch. Damit erreichen die Papiere erstmals den sogenannten Investment-Grade-Bereich – eine wichtige Schwelle, die institutionellen Investoren den Kauf erleichtert und das Vertrauen in die Kreditwürdigkeit des Unternehmens signalisiert.

Der Auslöser: Ein Deal zwischen EP Group und Total

Der Grund für das Ratingupgrade liegt nicht allein bei Metro selbst, sondern bei Kretinskys Beteiligungskonzern EP Group. Dieser hält gut zwei Drittel der Metro-Anteile. Die EP Group wurde im Zuge eines wechselseitigen Deals mit dem französischen Energiekonzern Total ebenfalls heraufgestuft – und diese Verbesserung strahlte direkt auf die Metro-Anleihen aus.

Für Privatanleger, die auf der Suche nach festverzinslichen Alternativen sind, ergibt sich daraus eine konkrete Möglichkeit: Metro-Anleihen in Euro bieten bei einer Restlaufzeit von weniger als drei Jahren eine Rendite von 3,3 Prozent. Das ist in einem Umfeld, in dem sichere Staatsanleihen oft deutlich weniger abwerfen, ein durchaus attraktiver Wert.

Metro auf Kurs beim Lebensmittelgroßhandel

Auch operativ entwickelt sich Metro in die richtige Richtung. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, der führende europäische Lebensmittelgroßhändler für Hotels, Restaurants und Caterer – kurz: das sogenannte HoReCa-Segment – zu werden. Besonders das digitale Geschäft sowie das Liefergeschäft zeigen laut den vorliegenden Informationen eine positive Entwicklung.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 11,8 Prozent – nicht üppig, aber nach Einschätzung von Analysten ausreichend. Für das laufende Geschäftsjahr, das am 30. September endet, peilt Metro ein Ebitda von 1,3 Milliarden Euro an. Das Verhältnis von Nettoschulden zu Ebitda beträgt dabei etwa das 3,3-Fache – ein Wert, der im Blick behalten werden sollte.

EP Group mit soliderer Bilanz als Metro

Ein Blick auf die übergeordnete Konzernstruktur zeigt: Die EP Group steht finanziell noch etwas stabiler da. Dort liegt das Verhältnis von Nettoschulden zu Ebitda lediglich beim Zweifachen. Zudem weist die EP Group eine Eigenkapitalquote von 28 Prozent aus – deutlich komfortabler als bei Metro selbst.

Für Anleger, die in festverzinsliche Wertpapiere investieren möchten, bieten Metro-Anleihen damit eine interessante Kombination: ein frisch erreichtes Investment-Grade-Rating, eine überschaubare Restlaufzeit und eine Rendite von 3,3 Prozent. Das Gesamtbild bleibt jedoch von der Konzernstruktur rund um Kretinsky und die EP Group abhängig – ein Faktor, den Investoren bei ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten.

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