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Meta verdoppelt KI-Investitionen auf bis zu 135 Milliarden Dollar

Wall Street belohnt Zuckerbergs aggressive KI-Strategie trotz massiver Ausgabensteigerung mit Kurssprung.

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Meta verdoppelt KI-Investitionen auf bis zu 135 Milliarden Dollar

Meta-Chef Mark Zuckerberg erhält grünes Licht von der Wall Street für seine ambitionierten KI-Pläne. Nach der Vorlage starker Quartalszahlen am Mittwoch schossen die Aktien des Facebook-Konzerns im nachbörslichen Handel um bis zu 10 Prozent nach oben. Das Unternehmen kündigte gleichzeitig an, seine KI-Investitionen im laufenden Jahr massiv auszuweiten.

Meta plant für 2026 Investitionsausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar – nahezu eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Die enormen Summen fließen vor allem in den Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Trotz dieser Kostenexplosion zeigten sich Investoren beruhigt, da das Kerngeschäft mit Online-Werbung weiterhin robust wächst.

Im vierten Quartal übertraf Meta die Erwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn. Der Erlös stieg im Jahresvergleich um 24 Prozent, angetrieben durch das florierende Werbegeschäft auf den Social-Media-Plattformen des Konzerns. Diese starke Performance verschafft Zuckerberg den nötigen finanziellen Spielraum für seine KI-Offensive.

Kapazitätsengpässe treiben Investitionen

Metas Finanzchefin Susan Li erklärte gegenüber Analysten, das Unternehmen sei weiterhin "kapazitätsbeschränkt". Die zusätzliche Rechenleistung wird nicht nur für bestehende Werbeprodukte benötigt, sondern auch für die Entwicklung fortschrittlicherer KI-Modelle. Zuckerberg bezeichnete 2026 als entscheidendes Jahr für künstliche Intelligenz und bekräftigte Metas Mission zur "Entwicklung persönlicher Superintelligenz".

Einen strategischen Coup landete Meta bereits im vergangenen Jahr mit der 14,3 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Scale AI. Gründer und CEO Alexandr Wang wechselte mit seinen Top-Ingenieuren zu Meta und leitet nun die neue KI-Einheit des Konzerns. Dort wird laut CNBC bereits am Nachfolger der Llama-Modellreihe mit dem Codenamen "Avocado" gearbeitet.

Unabhängigkeit als strategisches Ziel

Auf die Frage, warum Meta ein eigenes leistungsstarkes KI-Grundlagenmodell entwickeln müsse, betonte Zuckerberg die Bedeutung technologischer Unabhängigkeit. Als "Deep Technology Company" dürfe man nicht riskieren, "durch das eingeschränkt zu werden, was andere im Ökosystem bauen". Die Kontrolle über eigene Modelle ermögliche es, die Zukunft der Produkte aktiv mitzugestalten.

Obwohl die konkreten Umsatzpotenziale der neuen KI-Produkte noch unklar bleiben, genießt Zuckerberg derzeit das Vertrauen der Investoren. Solange das Werbegeschäft weiterhin Milliarden an Cashflow generiert und die Erwartungen übertrifft, dürfte der Meta-Chef seinen ambitionierten KI-Kurs fortsetzen können. Die Meta-Aktie, die im Vorjahr hinter dem Gesamtmarkt zurückgeblieben war, könnte damit eine Renaissance erleben.

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