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Mehr Risiken als Chancen im DAX?

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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Mehr Risiken als Chancen im DAX?

Der deutsche Aktienmarkt bleibt zu Beginn der Woche verhalten, da die Anleger aufgrund des möglichen Zahlungsausfalls der US-Regierung weiterhin vorsichtig sind. Obwohl der DAX im letzten Jahr um bis zu 15 Prozent gestiegen ist, fehlen derzeit Impulse. Gemäß den Berechnungen des Brokers IG wird der DAX voraussichtlich nahe seines Freitagsschlusskurses bei 15.926 Punkten in den Handel starten. Die Bewegungsarmut könnte sich vorerst fortsetzen.

Bereits seit zwei Wochen kämpft der DAX mit der Marke von 16.000 Punkten. Die Marktstrategen von JPMorgan warnen, dass sich das Verhältnis zwischen Chancen und Risiken am Aktienmarkt weiter verschlechtert. Das Anlageteam der Investmentbank warnt vor möglichen Kursrückgängen in der zweiten Jahreshälfte nach der Erholungsrally im vierten Quartal 2022 und im ersten Quartal dieses Jahres.

In der kommenden Woche wird der mögliche Zahlungsausfall der US-Regierung im Fokus der Anleger stehen, neben Unternehmensberichten und Konjunkturdaten. Die US-Regierung warnte am Wochenende eindringlich vor einem Zahlungsausfall und betonte, dass dies zu einer massiven Rezession führen könnte, die Millionen von Arbeitsplätzen kosten würde. Die Auseinandersetzung um die Schuldenobergrenze der USA hatte bereits am Freitag zu einem schwachen Abschluss an der Wall Street geführt. Eine getrübte Verbraucherstimmung und schwache Technologiewerte belasteten zusätzlich die US-Indizes. Der Dow-Jones-Index blieb nahezu unverändert bei 33.301 Punkten, während der Nasdaq-Index um 0,3 Prozent auf 12.285 Punkte fiel. Der breiter gefasste S&P 500 verzeichnete einen Rückgang um 0,2 Prozent auf 4124 Punkte.

Auch die chinesischen Börsen bieten den europäischen Anlegern am Morgen keine signifikanten Kaufanreize, im Gegenteil. Die chinesischen Anleger gehen in Deckung, da sie gespannt auf die Zinsentscheidung der chinesischen Zentralbank und eine Reihe von Wirtschaftsdaten warten. Die Börse in Shanghai verzeichnete einen Rückgang um 0,6 Prozent, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,1 Prozent fiel. Der Nikkei-Index mit 225 Werten konnte sich mit einem Plus von 0,4 Prozent gegen den Trend behaupten.

Im Devisenhandel in Asien konnte der Euro nach seinen jüngsten Verlusten gegenüber dem Dollar nur geringfügig zulegen. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte bei 1,0862 Dollar. Eine Feinunze Gold kostete derzeit knapp 2014 Dollar.

Die türkische Lira verzeichnete am Morgen nach den Präsidentschaftswahlen zunächst keine größeren Kursbewegungen. Im frühen Handel wurde ein US-Dollar zu 19,62 Lira gehandelt, was nahezu dem gleichen Kurs wie am Freitagabend entsprach. Laut Angaben der Wahlbehörde liegt der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan zwar vorne, wird jedoch voraussichtlich einer Stichwahl gegenüberstehen.

Der Energietechnik-Konzern Siemens Energy kämpft trotz der Übernahme des Windturbinen-Herstellers Siemens Gamesa weiterhin mit Belastungen durch seine spanische Tochter. Das Unternehmen gab bekannt, dass der Verlust nach Steuern von Siemens Energy im Vergleich zum Vorjahr von 712 Millionen Euro um einen niedrigen dreistelligen Millionen-Betrag übertroffen wird. Zuvor hatte man erwartet, dass der Verlust auf dem Niveau des Vorjahres liegen würde.

Deutsche Medienregulierungsbehörden prüfen, ob der italienische TV-Konzern Media For Europe (MFE), der von Silvio Berlusconi kontrolliert wird, durch eine Erhöhung seines Anteils an ProSiebenSat.1 zu viel Einfluss im Medienbereich erhält. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) bestätigte dies nach Angaben des Fernsehkonzerns ProSiebenSat.1. MFE hatte zuvor bekannt gegeben, dass der Anteil an ProSiebenSat.1 von 22,72 Prozent des Grundkapitals auf 25,73 Prozent erhöht wurde.

Der deutsche Rüstungshersteller Rheinmetall plant die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem ukrainischen Staatskonzern Ukroboronprom. Das Joint Venture soll Mitte Juli seine Tätigkeit aufnehmen und zunächst die Instandsetzung von Militärfahrzeugen vornehmen, die der Ukraine im Rahmen von Ringtausch-Projekten der deutschen Regierung und Direktlieferungen zur Verfügung gestellt wurden. Später ist die gemeinsame Produktion ausgewählter Rheinmetall-Produkte in der Ukraine geplant.

Der IT-Dienstleister Nagarro rechnet in diesem Jahr mit einem geringeren Umsatzwachstum als bisher erwartet. Das SDAX-Unternehmen gab bekannt, dass der Konzernerlös voraussichtlich nur auf 940 Millionen Euro steigen wird. Zuvor hatte man das Ziel, die Umsatzmilliarde zu erreichen. Im Jahr 2022 betrug der Umsatz 856 Millionen Euro.

Trotz eines Cyberangriffs hält der Pharma-Wirkstoffforscher Evotec vorerst an seinen Jahreszielen fest. Allerdings schloss das Unternehmen nicht aus, dass der Angriff Auswirkungen auf die Prognosen haben könnte. Pernod Ricard, ein Spirituosenhersteller, wird seine Produkte nicht mehr in Russland verkaufen. Ende April stoppte das Unternehmen den Export aller internationalen Marken und plant auch den Vertrieb seiner eigenen Produkte in Russland einzustellen, nachdem es in Schweden Aufregung über den Export von Absolut nach Russland und Druck auf den Konzern gegeben hatte.

Der Elektroautobauer Tesla muss in China knapp über 1,1 Millionen Fahrzeuge mit einem Software-Update zurückrufen, um ein mögliches Sicherheitsrisiko zu beheben. Die staatliche Behörde für Marktregulierung bezeichnete dies als Produktrückruf, der am 29. Mai beginnen wird.

DAX

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