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Ölpreise legen zu, trotz Pessimismus

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 Ölpreise legen zu, trotz Pessimismus

Die US-Börsen haben am Montag einen verhaltenen Start in die neue Woche hingelegt. Nach der Apple-Rally vom Freitag hielten sich die Anleger zurück und die großen Indizes fanden bei geringen Schwankungen keine Richtung. Der Dow-Jones-Index verlor 0,2 Prozent auf 33.618 Punkte, während der marktbreite S&P-500-Index kaum bewegt blieb. Ein solider Arbeitsmarktbericht in den USA habe die Risikofreude der Anleger gestärkt, hieß es bei der Credit Suisse mit Blick auf den starken Wochenabschluss der Wall Street. Die Trends am Arbeitsmarkt seien besser als erwartet. Gleichzeitig habe eine Korrektur des vorherigen Stellenaufbaus nach unten die Signale der Notenbank hinsichtlich einer Pause im Zinserhöhungszyklus untermauert. Am Mittwoch anstehende Inflationsdaten gelten als wichtigste Orientierungsgröße für die Zinspolitik der Fed.

Auch in Deutschland blieb der DAX am Montag nahezu unverändert und bewegte sich zwischen 15.700 und 16.000 Punkten. Es fehle derzeit an positiven Nachrichten, um mehr Käufer anzulocken und den DAX aus seiner Lethargie zu reißen, hieß es im Markt. Die zentrale Frage dieser Handelswoche dürfte sein, ob es dem Deutschen Aktienindex gelingt, in einem zweiten Anlauf die 16.000er-Marke nachhaltig zu überwinden, bemerkte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von Robomarkets. Die vielfach beschworene Rezession finde bisher nicht statt, aber trotz zahlreicher fundamentaler Belastungsfaktoren, allen voran der unklare Fortgang der Geldpolitik sowie zuletzt noch die Bankenkrise in den USA, könne von einem Ausverkauf nicht gesprochen werden.

Im Unternehmenssektor legen hierzulande im weiteren Wochenverlauf zahlreiche Firmen ihre Bilanzen für das erste Quartal vor, unter anderem Bayer, Telekom und Allianz aus dem DAX. Die Aktie der Münchener Rück wurde heute mit einem Dividendenabschlag von 11,60 Euro gehandelt, war also nur optisch unter Druck. Nach den 11,40 Euro der Allianz zahlt damit die MüRü die absolut höchste Dividende im DAX und erreicht eine Dividendenrendite von rund 3,4 Prozent, bezogen auf den Schlusskurs von gestern.

Die Ölpreise legten am Montag zu und knüpften damit an die Gewinne vom Freitag an. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete 2,5 Prozent mehr, die US-Sorte WTI legte gut 2,7 Prozent zu. Seit Jahresbeginn haben die Erdölpreise stark geschwankt, in den vergangenen Wochen sind sie zumeist gefallen. Für Pessimismus sorgen vor allem die vielerorts trüben Konjunkturaussichten. Eine erhebliche Belastung stellen die starken Zinsanhebungen der Notenbanken zur Eindämmung der hohen Inflation dar. Auch aus diesem Grund wird für die weltgrößte Volkswirtschaft, die USA, mit einer Wachstumsverlangsamung gerechnet. Hinzu kommen politische Unsicherheiten wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie politische Spannungen im Nahen Osten. Allerdings können auch geopolitische Risiken wie die jüngsten Spannungen zwischen Russland und der Ukraine die Ölpreise beeinflussen. Anleger werden daher weiterhin aufmerksam auf die Entwicklung des Ölmarktes und die politischen Entwicklungen weltweit achten.

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