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Lufthansa streicht 4.000 Stellen bis 2030

Verwaltung im Fokus, Konzern bündelt Strukturen und hebt Gewinnziele an

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Lufthansa streicht 4.000 Stellen bis 2030

Der Lufthansa-Konzern plant einen tiefgreifenden Stellenabbau, der bis zum Jahr 2030 rund 4.000 Arbeitsplätze betreffen soll. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Positionen in der Verwaltung, während die sogenannten operativen Rollen nach Angaben des Unternehmens nicht angetastet werden. Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Umstrukturierung, mit der die Strukturen verschlankt, Prozesse stärker digitalisiert und verschiedene Aufgaben gebündelt werden sollen. Damit bestätigt der Konzern erstmals offiziell entsprechende Berichte aus der Vorwoche.

Die Einsparungen sind eingebettet in eine strategische Neuausrichtung, mit der Lufthansa ihre mittelfristigen Finanzziele anhebt. Europas größtes Luftfahrtunternehmen mit zuletzt rund 103.000 Beschäftigten will künftig eine operative Gewinnmarge von acht bis zehn Prozent des Umsatzes erzielen. Bislang lag die Zielmarke bei acht Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Management damit, den Vorjahreswert beim bereinigten operativen Gewinn deutlich zu übertreffen. 2024 hatte Lufthansa in dieser Kennziffer 1,6 Milliarden Euro ausgewiesen.

Parallel zum Stellenabbau wird die Konzernstruktur verändert. Die verschiedenen Fluggesellschaften sollen enger zusammengefasst und zentral gesteuert werden, um Synergien besser auszuschöpfen. Zum Portfolio gehören neben der Kernmarke Lufthansa auch Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines sowie eine Minderheitsbeteiligung an der italienischen Ita. Darüber hinaus will der Konzern die Direktfluglinie Eurowings stärken. Auch die Logistik- und Wartungssparten sollen ausgebaut werden, insbesondere mit Blick auf das Verteidigungsgeschäft, das als Wachstumsfeld gilt.

Ziel dieser Maßnahmen ist es nach Unternehmensangaben, Lufthansa zukunftsfähig aufzustellen und für die Aktionäre langfristig stabile Renditen zu sichern. Geplant ist, weiterhin eine Dividende zwischen 20 und 40 Prozent des Konzerngewinns auszuschütten. Damit will das Management die Kapitalmarktattraktivität steigern und gleichzeitig finanzielle Spielräume für Investitionen und Modernisierung wahren.

Neben den internen Veränderungen muss sich die Unternehmensführung auch mit möglichen Arbeitskämpfen auseinandersetzen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat ihre Mitglieder bei der Lufthansa-Kerngesellschaft und der Frachtsparte Lufthansa Cargo zu einer Urabstimmung über einen Streik aufgerufen. Der Streit dreht sich um die Betriebsrenten. Die Gewerkschaft fordert Verbesserungen, die Lufthansa jedoch als finanziell nicht tragbar zurückgewiesen hat. Das Ergebnis der Abstimmung wird für Dienstag erwartet und könnte neue Belastungen für das Unternehmen mit sich bringen.

LufthansaStellenabbauLuftverkehr

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