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Eurowings erwartet dreistelligen Millionengewinn

Neues Reisegeschäft soll Marge deutlich steigern

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Eurowings erwartet dreistelligen Millionengewinn

Die Lufthansa-Tochter Eurowings erwartet für das laufende Geschäftsjahr erneut ein deutlich positives Ergebnis. Wie CEO Jens Bischof bei einem Pressetermin in Palma de Mallorca erklärte, sei ein Gewinn im dreistelligen Millionenbereich möglich, sofern es keine gravierenden Störungen im Geschäftsverlauf gebe.

Bereits 2023 hatte die Fluggesellschaft erstmals seit Jahren schwarze Zahlen geschrieben. Seit der Gründung war Eurowings über lange Zeit defizitär. Insgesamt trug das Unternehmen seit 2016 rund 1,5 Milliarden Euro zum Konzernergebnis bei.

Ein zentraler Bestandteil der aktuellen Wachstumsstrategie ist der im April gestartete Reiseveranstalter Eurowings Holidays. Ziel ist es, durch höhere Eigenvertriebsanteile die Marge auf mindestens acht Prozent zu steigern. Im vergangenen Jahr lag diese bei 7,1 Prozent. Innerhalb der Lufthansa-Gruppe erzielte lediglich die Schweizer Tochtergesellschaft Swiss mit 12,4 Prozent eine höhere bereinigte Ergebnismarge.

Der Fokus auf Privatreisende, der während der Corona-Pandemie verstärkt wurde, gilt als einer der Hauptgründe für die wirtschaftliche Erholung. Der Anteil von Urlaubs- und Besuchsreisen liegt nach Unternehmensangaben aktuell bei rund 65 Prozent, während Geschäftsreisende nur noch etwa 35 Prozent ausmachen. Das Streckennetz wurde entsprechend angepasst; innerdeutsche Verbindungen wurden reduziert, Urlaubsziele wie Dubai neu aufgenommen.

Mit dem Veranstaltergeschäft will Eurowings auch die Auslastung der Flotte im Winter verbessern. Im Sommer mietet die Airline zusätzliche Kapazitäten hinzu. Bischof betonte, dass die Tochtergesellschaft durch die wirtschaftliche Entwicklung mehr unternehmerische Freiheit innerhalb des Konzerns erhalten habe.

Laut Unternehmensangaben haben bislang rund 300.000 Kunden bei Eurowings Holidays gebucht, etwa 30 Prozent davon direkt über eigene Vertriebskanäle. Um die Margen zu erhöhen, plant das Unternehmen, sich schrittweise vom Kommissionsmodell über externe Partner zu lösen. Im Fokus steht der digitale Direktvertrieb.

Als Vergleich dient der britische Wettbewerber Easyjet Holidays, der im letzten Fiskaljahr nach eigenen Angaben eine operative Marge von etwa 13 Prozent erreichte. Diese Berechnung berücksichtigt auch den Aufwand für Flüge, der im offiziellen Abschluss separat verbucht wurde.

Ziel von Eurowings ist es, mit dem neuen Reiseangebot unter die zehn größten Veranstalter Europas zu kommen. Konkrete Ergebniszahlen für Eurowings Holidays wurden bislang nicht veröffentlicht. Bischof bezeichnete die 13-Prozent-Marke von Easyjet Holidays jedoch als „guten Annäherungswert“, sofern ein hoher Eigenvertriebsanteil erreicht werde.

Für Langstreckenziele und zusätzliche Urlaubsangebote greift Eurowings Holidays auf Partner innerhalb und außerhalb der Lufthansa-Gruppe zurück. Das Unternehmen plant, sich weiterhin auf europäische Ziele zu konzentrieren, schließt aber einzelne Erweiterungen des Portfolios nicht aus.

Eurowings

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