ANZEIGE

KI revolutioniert die Werbebranche: Das Ende der Mad-Men-Ära

Chatbots und KI-Modelle verdrängen klassische Werbeagenturen – Aktienkurse leiden, Tausende Jobs stehen auf dem Spiel.

•• 3 Min
KI revolutioniert die Werbebranche: Das Ende der Mad-Men-Ära

Die Werbebranche steht vor ihrer größten Transformation seit Jahrzehnten. Künstliche Intelligenz repliziert kreative Arbeit in Minuten zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten. Das traditionelle Agenturmodell, das kreatives Talent, strategische Beratung und Mediadistribution vereint, steht damit vor einer existenziellen Bedrohung.

„Wir haben in den letzten 12 Monaten mehr Disruption erlebt als in den letzten 12 Jahren", sagt Arthur Sadoun, CEO des französischen Werbekonzerns Publicis. Die sofortigen Antworten von Chatbots ersetzen die redegewandten Werber der New Yorker Madison Avenue als Gravitationszentrum der Branche. Teams von Codern haben die gut gefüllten Barschränke und Star-Regisseure auf Abruf abgelöst, die durch die TV-Serie „Mad Men" weltberühmt wurden.

Strukturwandel auf breiter Front

Die schnelle Einführung neuer Technologien hat die Regeln der Werbung grundlegend neu geschrieben. Streaming ersetzt traditionelle Fernsehübertragungen, Retail Media löst Point-of-Sale- und Außenwerbung ab, und KI-gestützte Antwortmaschinen gewinnen Konsumenten von klassischen Suchmaschinen. Von Creatoren erstellte Inhalte übertrumpfen dabei oft professionell produzierte Medien.

Medienanalyst Ian Whittaker bringt das Kernproblem auf den Punkt: „Agenturen sind immer noch weitgehend nach Aktivitäten strukturiert – und bepreist. Kunden konzentrieren sich zunehmend auf Renditen. Diese Lücke wird immer schwerer aufrechtzuerhalten sein." Er ergänzt: „Die unangenehme Realität ist: Von Agenturen werden Ergebnisse verlangt, während sie immer noch für den Aufwand bezahlt werden. Dieses Modell überlebt selten."

Rory Sutherland, Vice Chair von Ogilvy, übt scharfe Selbstkritik an der Branche: „Jedes Mal, wenn die Werbebranche eine wichtige Entscheidung treffen muss, trifft sie die falsche." Die zwei größten Fehler seien die Trennung von Media und Kreation sowie die Entscheidung gewesen, nach Stunden bezahlt zu werden. Beides sei „weder gesunden Anreizen noch der Generierung von echtem Kundenwert förderlich". Dennoch sieht Sutherland in der KI eine Chance: Die Technologie biete „endlich einen Krisenpunkt, an dem die Leute etwas tun werden, was sie schon vor 20 Jahren hätten tun sollen".

Milliardenschwere Umstrukturierungen bei WPP und Omnicom

Der britische Marketingkonzern WPP reagiert mit einem massiven Sparprogramm: Bis 2028 sollen jährlich 500 Millionen Britische Pfund an Kosten eingespart werden. WPP-Chefin Cindy Rose betont, dass die Pläne weitere Investitionen in KI vorsehen, die „als entscheidender Verstärker fungiert". Sie erklärt: „Kunden wollen nahtlose, integrierte Lösungen, die echtes Wachstum fördern, und so lassen wir das alte Handbuch für die neue KI-Ära hinter uns."

Parallel dazu hat der US-Konzern Omnicom den Konkurrenten IPG übernommen. Die Chefs beider Unternehmen planen, im kombinierten Konzern Tausende von Stellen zu streichen. Omnicom-Chairman und CEO John Wren begründet den Zusammenschluss damit, dass Agenturen ihre Dienstleistungen verstärken müssten, um „integrierte Lösungen anzubieten". Wren betont jedoch: „Die ‚Mad Men'-Ära endete vor langer Zeit, aber das heißt nicht, dass die Branche ihren kreativen Funken verloren hat."

Selbst Publicis – das seine Konkurrenten in den letzten Jahren bei Aktienkurs und operativen Ergebnissen übertroffen hat – verzeichnete seit Jahresbeginn einen Kursrückgang von 11 Prozent. Branchenweite Befürchtungen, dass KI-Konkurrenten bald traditionelle Aufgaben kostengünstiger erledigen könnten, belasten die gesamte Branche. Alle großen Agenturen investieren gleichzeitig in eigene KI-Tools – ein Wettrüsten, das große Teile ihres eigenen Geschäftsmodells obsolet machen könnte.

Das Geld fließt zu den Technologiekonzernen

Das Gesamtvolumen des Werbemarkts wächst weiterhin: WPP erwartet für 2026 ein Wachstum der weltweiten Werbeumsätze um 7,1 Prozent auf mehr als 1,1 Billionen US-Dollar. Doch das Geld fließt nun hauptsächlich an Technologiekonzerne – nicht mehr an klassische Agenturen.

Mark Read, der im vergangenen Jahr als CEO von WPP zurückgetreten ist, beschreibt den Wandel präzise: „Die große Idee ist immer noch wichtig, aber damit verdienen Agenturen kein Geld mehr. Es geht jetzt darum, wie die Idee übertragen wird." Kunden holen kreative Arbeit zunehmend ins Haus und erwarten von ihren Agenturen, dass diese eher als Technologieanbieter fungieren.

Daniel Hulme, Chief AI Officer bei WPP, sieht den Konzern im Wandel von einer Sammlung autonom geführter Unternehmen zu einem einzigen integrierten Unternehmen. Er stellt klar: „Die Branche hat diese ‚Mad Men'-Welt bereits Jahrzehnte vor dem Auftauchen der KI hinter sich gelassen. Was jetzt passiert, ist anders und interessanter." Für Anleger und Branchenbeobachter bleibt die entscheidende Frage, welche der großen Agenturen den Transformationsprozess erfolgreich meistern wird – und welche auf der Strecke bleibt.

Werbebranche KiWpp UmstrukturierungOmnicom Ipg ÜbernahmePublicis AktieKünstliche Intelligenz MarketingMad Men ÄraWerbeagentur Transformation

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  3. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  4. Pieper sieht veränderte Marktstruktur als Treiber heftiger Kursausschläge
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.