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KI-Aktien im Fokus: Gewinner identifiziert

Drei Unternehmen, die von aktuellen Trends profitieren und Umsatzsteigerungen verzeichnen

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KI-Aktien im Fokus: Gewinner identifiziert

Aktienkurse spiegeln nicht nur die aktuelle Geschäftsentwicklung wider, sondern auch die Erwartungen an zukünftige Erträge. Im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) wird dieser Zusammenhang besonders deutlich. Massive Investitionen, insbesondere durch US-Unternehmen wie OpenAI, Anthropic und Hugging Face, haben im Jahr 2023 fast 100 Milliarden US-Dollar erreicht, laut Berechnungen der Stanford University. Demgegenüber stehen jedoch bislang nur geringe Erlöse, was potenziell zu Enttäuschungen an den Finanzmärkten führen kann. Analysten warnen, dass diese Investitionen nur dann rentabel sind, wenn auch entsprechende Einnahmen in Form von Abonnements oder Lizenzen generiert werden.

Unter den Unternehmen, die bereits heute von der KI-Technologie profitieren, nennt Martin Hermann von der Bank Berenberg drei vielversprechende Beispiele. Zunächst ist da Marvell, ein Halbleiterhersteller mit einer starken Marktposition in der Netzwerktechnik und bei kundenspezifischen Chips. Hermann hebt hervor, dass der Datenverkehr zwischen Datencentern weiterhin zunimmt, was langfristig erhebliche Investitionen erfordert. Obwohl Marvell im zweiten Quartal ein Minus von 193 Millionen US-Dollar verbuchte, übertraf der Nettoumsatz die Erwartungen, und der Umsatz im Bereich Rechenzentren verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr.

Ein weiteres Unternehmen, das als potenzieller KI-Gewinner gilt, ist ASML. Das niederländische Unternehmen hat eine monopolartige Stellung im Bau von Maschinen für die Halbleiterindustrie. In den letzten Wochen erlebte die Aktie jedoch einen Rückgang, unter anderem wegen gesunkener Aufträge in der Chipbranche und geopolitischer Spannungen, die sich negativ auf die Geschäfte in China auswirken. Trotz dieser Herausforderungen sehen Analysten ASML gut positioniert, um von zukünftigen Entwicklungen im KI-Sektor zu profitieren, und empfehlen die Aktie mehrheitlich zum Kauf.

Die London Stock Exchange Group (LSE Group) wird als ein weiteres Beispiel genannt, das in der späteren Phase der KI-Entwicklung an Bedeutung gewinnen könnte. Das Unternehmen arbeitet eng mit Microsoft zusammen, um Geschäftsabläufe durch KI zu optimieren. Die LSE Group verzeichnete im ersten Halbjahr einen Umsatzanstieg von etwa fünf Prozent und ein Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen, das um rund acht Prozent zulegte. Dennoch wird die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast 70 als hoch bewertet, was potenzielle Investoren berücksichtigen sollten.

AktienKünstliche IntelligenzOpenAIInvestitionen

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