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Ken Griffin erhöht AbbVie-Anteil um 500% – Dividenden-König im Fokus

Citadel-Gründer Ken Griffin setzt massiv auf den Pharmariesen AbbVie – ein defensiver Dividenden-Wert.

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Ken Griffin erhöht AbbVie-Anteil um 500% – Dividenden-König im Fokus

Die Wall Street beobachtet gerne Anleger mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz, wie etwa Ken Griffin, den Gründer des Hedgefonds Citadel. Das Ziel dabei ist es, Hinweise zu finden, die den eigenen Anlageansatz lenken können. Als zentrale Informationsquelle dienen dabei die gesetzlich vorgeschriebenen 13F-Meldungen.

Die jüngste 13F-Meldung von Griffins Citadel zeigt eine bemerkenswerte Entwicklung: Im zweiten Quartal ging der Hedgefonds ein großes Engagement in AbbVie (ABBV) ein und erhöhte seinen Anteil um über 500 Prozent. Für deutsche Anleger, die nach stabilen Dividendenwerten Ausschau halten, könnte dies ein interessantes Signal sein.

Griffin positioniert sich defensiv

Trotz mehrerer geopolitischer Konflikte, hoher Inflation und eines erhöhten Verschuldungsgrads notiert der Aktienmarkt nahe Allzeithochs. Laut Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, könnten diese „tektonischen Platten“ kollidieren und erhebliche Marktstörungen verursachen. Vor diesem Hintergrund erscheint Griffins Schritt in den Gesundheitssektor strategisch klug.

Der Gesundheitssektor war traditionell eine widerstandsfähige Branche, da medizinische Versorgung nicht optional ist. Daher ist die erste bemerkenswerte Tatsache an Citadels Kauf von AbbVie-Aktien, dass es sich um einen defensiven Wert handelt.

Das nächste auffällige Merkmal der Investition in AbbVie ist seine deutlich über dem Marktdurchschnitt liegende Dividendenrendite von 2,6 Prozent. Dividendenaktien werden ebenfalls als Teil eines defensiveren Anlageansatzes betrachtet. Bemerkenswerterweise ist AbbVie Mitglied im Club der „Dividend Kings“, mit mehr als 50 aufeinanderfolgenden jährlichen Dividendenerhöhungen.

Um fair zu sein: AbbVie wurde aus Abbott (ABT) ausgegliedert, sodass AbbVie tatsächlich einen Teil der beeindruckenden Dividendenhistorie von Abbott übernommen hat. Dennoch hat AbbVie seine Dividende seit der Ausgliederung jedes Jahr erhöht, was klar macht, dass das Unternehmen die Dividende als wichtiges Mittel zur Wertrückführung an die Aktionäre ansieht.

Starkes Geschäftsmodell trotz Patentverlusten

Darüber hinaus ist AbbVie auch aufgrund seines starken Geschäftsmodells interessant. Als Fundament bleibt das Ästhetik-Geschäft des Unternehmens solide, obwohl Botox nicht mehr unter Patentschutz steht. Der Markenwert ist in diesem Nischensegment von erheblicher Bedeutung.

Zudem scheint es dem Unternehmen gelungen zu sein, den Patentschutzverlust für Humira durch neue Medikamente wie Skyrizi und Rinvoq auszugleichen. Dies stellt das Unternehmen auf einen deutlich stärkeren Pfad. Außerdem stärkt die Akquisition von Apogee durch AbbVie die Pipeline für die Zukunft. Apogee brachte attraktive Wirkstoffkandidaten in den Bereichen Dermatologie, Atemwege, Entzündungen und Immunologie mit sich.

AbbVie ist nicht billig, aber die Wall Street mag es dennoch

Die Kurs-Umsatz-Relation (Price-to-Sales) und die Kurs-Gewinn-Relation (Price-to-Earnings) von AbbVie liegen derzeit über ihren Fünf-Jahres-Durchschnitten, weshalb die Aktie keine klassischen Wertanleger anziehen wird. Nichtsdestotrotz stufen 25 der 31 die Aktie verfolgenden Analysten der Wall Street sie als „Kauf“ ein.

Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 277 US-Dollar, was über dem heutigen Preis liegt. Die Wall Street scheint also Griffins Einschätzung zu teilen, dass AbbVie einer genaueren Prüfung wert ist. Für Anleger, die Bedenken bezüglich eines Marktrückgangs haben, könnte dies ein besonders guter Zeitpunkt für eine tiefgehende Analyse dieser dividendenstarken Gesundheitsaktie sein.

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