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JPMorgan sieht General Motors Comeback nach schwachem Jahresstart

Trotz eines Kursrückgangs von 7% im Jahr 2026 stuft JPMorgan General Motors weiterhin mit „Overweight" ein und hebt das Kursziel deutlich an.

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JPMorgan sieht General Motors Comeback nach schwachem Jahresstart

General Motors hat im bisherigen Jahr 2026 rund 7% an Börsenwert eingebüßt. Als Hauptgründe gelten die schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen sowie der zunehmende Wettbewerb auf dem globalen Automobilmarkt. Dennoch zeigt sich JPMorgan optimistisch und sieht erhebliches Erholungspotenzial für den US-Automobilriesen.

Die US-Investmentbank hat ihr Kursziel für General Motors von 98 US-Dollar auf 110 US-Dollar angehoben. Gegenüber dem Schlusskurs vom Dienstag entspricht das einem Aufwärtspotenzial von rund 45%. Die Einstufung „Overweight" – vergleichbar mit einer Kaufempfehlung – behält JPMorgan dabei unverändert bei.

JPMorgan lobt „beständige und stetige" Umsetzung

Analyst Rajat Gupta begründete die positive Einschätzung in einer Mitteilung an Kunden vom Mittwoch mit der konsequenten Strategie des Unternehmens. „Wir bleiben bei unserer Einstufung ‚Overweight' für GM-Aktien, angesichts der beständigen, stetigen Umsetzung sowie der Bewältigung von Zöllen und Lieferkettenengpässen, was allesamt eine moderate Neubewertung im Vergleich zum aktuellen Niveau unterstützen sollte", schrieb Gupta. Damit spielt er auf die Herausforderungen an, mit denen die gesamte Automobilbranche derzeit konfrontiert ist.

Gupta hob zudem die attraktive Bewertung der GM-Aktie hervor – insbesondere im Vergleich zu reinen Elektroauto-Herstellern. „Die Aktie ist für uns sowohl aufgrund der Bewertung attraktiv, insbesondere im Vergleich zu reinen Elektroauto-Herstellern, als auch wegen der starken Dynamik beim freien Cashflow auf Basis normalisierter Gewinne", so der Analyst. Für Anleger, die auf solide Cashflow-Kennzahlen setzen, könnte GM damit eine interessante Alternative zu hochbewerteten EV-Wettbewerbern darstellen.

Q2-Zahlen am 21. Juli als nächster Kurstreiber

Ein konkreter Katalysator für eine Kurserholung könnte bereits in Kürze folgen. General Motors legt seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 am 21. Juli vor. JPMorgan geht davon aus, dass das Unternehmen die EBIT-Erwartungen für diesen Zeitraum leicht übertreffen könnte, was den Aktienkurs beflügeln dürfte.

Darüber hinaus sieht Analyst Gupta weiteres Potenzial in der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns. General Motors könnte demnach verstärkt auf autonome Technologien setzen und das Umsatzwachstum im Bereich Software und Dienstleistungen priorisieren. Beides könnte langfristig zu einer deutlicheren Neubewertung der Aktie führen.

Breiter Konsens an der Wall Street

Die positive Haltung von JPMorgan steht nicht allein. Laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG bewerten 24 von insgesamt 31 Analysten, die General Motors beobachten, die Aktie mit „Buy" oder „Strong Buy". Das entspricht einem klaren Mehrheitsvotum der Finanzexperten zugunsten des Automobilherstellers.

Für deutsche Privatanleger ist General Motors vor allem als einer der größten Automobilkonzerne der Welt relevant – und als direkter Wettbewerber europäischer Hersteller auf dem nordamerikanischen und chinesischen Markt. Die Entwicklung bei GM gibt damit auch Hinweise auf die allgemeine Stimmung in der globalen Automobilbranche, die aktuell mit Elektromobilität, Zöllen und Lieferkettenproblemen gleich mehrere strukturelle Herausforderungen gleichzeitig bewältigen muss.

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