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Jio Platforms reicht IPO-Antrag ein – Mega-Börsengang in Indien

Mukesh Ambanis Jio Platforms plant einen der größten Börsengänge in der Geschichte des indischen Kapitalmarkts.

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Jio Platforms reicht IPO-Antrag ein – Mega-Börsengang in Indien

Jio Platforms, der größte Mobilfunkbetreiber und digitale Dienstleister Indiens, hat am Freitag offiziell seinen Börsengangs-Entwurf (IPO) eingereicht. Das Unternehmen gehört dem indischen Milliardär Mukesh Ambani und plant, im Rahmen des Börsengangs bis zu 270 Millionen neue Aktien auszugeben. Die eingeworbenen Mittel sollen laut Prospektentwurf gezielt zum Schuldenabbau der Tochtergesellschaft Reliance Jio Infocomm verwendet werden.

Jio Platforms befindet sich mehrheitlich im Besitz von Ambanis Flaggschiff-Konzern Reliance Industries, der einen Anteil von mehr als 66 Prozent hält. Zu den weiteren namhaften Anteilseignern zählen Google International mit 7,7 Prozent sowie Meta Platforms mit knapp 10 Prozent – ein Zeichen für das internationale Interesse an dem Digitalkonzern.

Ambani hatte Börsengang bereits angekündigt

Auf der letztjährigen Jahreshauptversammlung hatte Mukesh Ambani bereits angekündigt, dass Jio Platforms noch vor Mitte dieses Jahres an die Börse gehen werde. Der Ausbruch des Iran-Krieges verzögerte jedoch viele geplante Börsengänge in Indien, da sich die Anlegerstimmung merklich verschlechterte. Die wirtschaftlichen Herausforderungen durch den Nahostkonflikt dämpften das Interesse globaler Investoren am indischen Markt zusätzlich.

Der indische Aktienmarkt blieb im Jahr 2026 bislang deutlich hinter der globalen Konkurrenz zurück und verzeichnete ein Minus von über 9 Prozent. Indien verlor dabei seine Position als fünftgrößter Aktienmarkt der Welt zunächst an Taiwan und fiel anschließend auch hinter Südkorea zurück. Erschwerend kommt hinzu, dass Indien von manchen Marktteilnehmern als sogenanntes „Anti-KI-Investment" wahrgenommen wird, da das Land in dem von globalen Investoren stark beachteten Technologiesektor keine bedeutenden Akteure vorweisen kann.

Erholung in Sicht – NSE reicht ebenfalls IPO ein

Doch es gibt Anzeichen für eine Trendwende: Mit der schrittweisen Beruhigung der Lage im Nahen Osten kehrt auch das Anlegerinteresse an Indien zurück. Am Donnerstag reichte zudem die National Stock Exchange (NSE), die größte Börse Indiens, ihre eigenen IPO-Unterlagen ein. Damit stehen gleich zwei potenzielle Mega-Börsengänge kurz bevor.

Zum Vergleich: Den bisherigen Rekord für den größten Börsengang in Indien hält Hyundai Motor India mit einem IPO-Volumen von 3,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024. Sowohl Jio Platforms als auch die NSE könnten diesen Rekord deutlich übertreffen.

Wettbewerber Bharti Airtel als Maßstab

Als Vergleichsgröße für die Bewertung von Jio Platforms dient der Wettbewerber Bharti Airtel, der zweitgrößte Telekommunikationsanbieter Indiens mit einem Marktanteil von fast 35 Prozent. Bharti Airtel ist laut LSEG-Daten mit einer Marktkapitalisierung von über 120 Milliarden US-Dollar das drittwertvollste Unternehmen des Landes und wird mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 42 gehandelt. Diese Kennzahlen geben Investoren einen ersten Anhaltspunkt für die mögliche Bewertung von Jio Platforms beim Börsengang.

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