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Iran und USA erhalten Friedensplan zur Straße von Hormus

Pakistan, Ägypten und die Türkei haben einen Rahmenplan ausgearbeitet, der einen sofortigen Waffenstillstand und ein umfassendes Gesamtabkommen vorsieht.

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Iran und USA erhalten Friedensplan zur Straße von Hormus

Iran und die Vereinigten Staaten haben einem Medienbericht zufolge einen Rahmenplan zur Beendigung der Feindseligkeiten und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus erhalten. Mehrere Medien berichteten unter Berufung auf mit den Vorschlägen vertraute Quellen, dass der Plan bereits am Montag in Kraft treten könnte. Ausgearbeitet wurde er von Pakistan, Ägypten und der Türkei, die ihn über Nacht an beide Seiten übermittelten.

Der Plan folgt einem zweistufigen Ansatz: Zunächst soll ein sofortiger Waffenstillstand vereinbart werden, gefolgt von einem umfassenden Gesamtabkommen. „Alle Elemente müssen heute vereinbart werden", erklärte eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle gegenüber Reuters. Die anfängliche Verständigung sei als Absichtserklärung – ein sogenanntes Memorandum of Understanding – strukturiert, das elektronisch über Pakistan finalisiert werden soll.

Pakistan fungiert in den Diskussionen als einziger Kommunikationskanal zwischen den Parteien. Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, stand dem Bericht zufolge „die ganze Nacht" über in Kontakt mit US-Vizepräsident JD Vance, dem Sondergesandten Steve Witkoff und dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi. Dies unterstreicht die zentrale Vermittlerrolle Islamabads in diesem diplomatischen Prozess.

Das „Islamabad-Abkommen" im Detail

Das Nachrichtenportal Axios berichtete bereits am Sonntag unter Berufung auf US-amerikanische, israelische und regionale Quellen über die Verhandlungen. Demnach beraten die USA, der Iran und regionale Vermittler über einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand im Rahmen eines Zwei-Phasen-Abkommens, das zu einem dauerhaften Ende des Konflikts führen könnte.

Dem Vorschlag zufolge würde ein Waffenstillstand sofort in Kraft treten und die Straße von Hormus wiedereröffnen. Für die Finalisierung einer umfassenderen Regelung ist ein Zeitraum von 15 bis 20 Tagen vorgesehen. Das als „Islamabad-Abkommen" bezeichnete Übereinkommen würde einen regionalen Rahmen für die Meerenge beinhalten, wobei die abschließenden persönlichen Gespräche in Islamabad stattfinden sollen.

Die Straße von Hormus ist eine der strategisch bedeutendsten Wasserstraßen der Welt. Durch sie fließt ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels – Schätzungen zufolge passieren täglich rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels diese Meerenge. Eine Sperrung oder Beeinträchtigung hätte unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte und damit auch auf die Energieversorgung Europas und Deutschlands.

Iran noch ohne verbindliche Zusage

Laut dem Bericht wird erwartet, dass das endgültige Abkommen iranische Verpflichtungen zum Verzicht auf Kernwaffen im Austausch gegen Sanktionslockerungen und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte enthält. Dies wäre ein weitreichendes Zugeständnis Teherans, das seit Jahren unter massivem internationalem Druck wegen seines Atomprogramms steht.

Trotz der intensivierten Bemühungen bleibt die Lage jedoch ungewiss. Zwei pakistanische Quellen deuteten an, dass der Iran bisher keine verbindliche Zusage gegeben habe. „Der Iran hat bisher nicht geantwortet", wurde eine Quelle zitiert. Vorschläge für einen vorübergehenden Waffenstillstand, die von Pakistan, China und den Vereinigten Staaten unterstützt werden, konnten demnach bisher keine verbindliche Zusage sichern.

Die Entwicklungen werden von Finanzmärkten und Energiehändlern weltweit aufmerksam verfolgt. Sollte ein Waffenstillstand zustande kommen und die Straße von Hormus wieder uneingeschränkt befahrbar sein, dürfte dies spürbare Auswirkungen auf die Ölpreise und die globalen Energiemärkte haben.

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