ANZEIGE

Iran-Krise belastet Märkte: S&P 500 vor möglicher Korrektur

Extreme Volatilität trotz minimaler Wochenveränderung. Militärische Eskalation könnte Ölpreis und Aktien massiv beeinflussen.

•• 3 Min
Iran-Krise belastet Märkte: S&P 500 vor möglicher Korrektur

Die vergangene Woche an den Finanzmärkten war von erheblichen Schwankungen geprägt, die auf den ersten Blick kaum erkennbar waren. Der S&P 500 verlor lediglich 6,73 Punkte oder 0,1 Prozent, doch hinter dieser ruhigen Fassade verbarg sich eine außergewöhnliche Volatilität. Täglich bewegten sich die S&P-Futures um mehr als 100 Punkte – teilweise in beide Richtungen, wenn man den nachbörslichen Handel einbezieht.

Der Auslöser für diese Nervosität ist die angespannte Lage zwischen den USA und dem Iran. Am Freitag kam es zu einem deutlichen Short Squeeze, nachdem beide Länder Gespräche für diese Woche vereinbarten. Dies signalisierte den Märkten, dass ein unmittelbarer militärischer Schlag am Wochenende unwahrscheinlich war. Die Erleichterung führte zu einer Rallye von 134 Punkten im Kassamarkt, wobei die Futures über Nacht sogar eine Handelsspanne von 214 Punkten erreichten.

Allerdings ist die Situation weiterhin hochbrisant. Die USA setzen ihren militärischen Aufmarsch in der Region fort, und Marktbeobachter sehen die Wahrscheinlichkeit für eine militärische Konfrontation mittlerweile bei über 50 Prozent. Grund ist die fundamentale Forderung der USA nach einer vollständigen Entwaffnung des Iran, der das Land vermutlich nicht nachkommen wird – selbst bei Aufgabe seines Atomprogramms.

Historische Warnsignale belasten Ausblick

Besonders besorgniserregend ist, dass die S&P 500-Futures zeitweise unter ihre Tiefststände vom Dezember 2025 fielen. Dies aktiviert das sogenannte "Dezember-Tief-Omen", das besagt: Unterschreitet der Index im ersten Quartal sein Dezember-Tief, deutet dies auf eine tiefere Korrektur hin. Dieses Muster bewahrheitete sich bereits 2025, als der S&P 500 nach Unterschreiten des Dezember-Tiefs im März einen seltenen Rückgang von 20 Prozent außerhalb einer Rezession erlebte.

Der gleitende 200-Tage-Durchschnitt des S&P 500 rückt damit als mögliches Kursziel in den Fokus. Das Ausmaß einer potenziellen Korrektur hängt direkt vom Ölpreis ab – wie schnell dieser steigt und wie lange er auf erhöhtem Niveau verharrt. In der vergangenen Woche gab der Ölpreis zwar nach, blieb aber weitgehend in der Spanne der Vorwoche.

Zwei gegensätzliche Szenarien für Anleger

Für Investoren ergeben sich zwei grundlegend unterschiedliche Szenarien. Sollte die Iran-Krise ohne militärischen Konflikt beigelegt werden, dürfte der Markt aufgrund solider Unternehmensgewinne und positiver Wirtschaftsdaten neue Allzeithochs im ersten Quartal erreichen. Die fundamentalen Rahmenbedingungen würden eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung unterstützen.

Im Gegensatz dazu würde eine militärische Eskalation eine mittelfristige Korrektur auslösen. Ein schnell steigender Ölpreis würde die Inflation anheizen und die Gewinnmargen der Unternehmen belasten. Hinzu käme die Unsicherheit durch zunehmende regionale Instabilität im Nahen Osten, die Lieferketten und globale Handelsströme beeinträchtigen könnte.

Marktexperten halten einen Regimewechsel im Iran ohne Bodentruppen für unwahrscheinlich. Anders als in Venezuela, wo faire Wahlen mittelfristig möglich erscheinen, ist dies in der Islamischen Republik Iran kaum vorstellbar, wo Religion und Regierung eng verwoben sind. Die anhaltende militärische Aufrüstung der USA in der Region über das Wochenende deutet darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Konfrontation weiter steigt.

Volatilität dürfte anhalten

Anleger müssen sich auf weitere extreme Schwankungen einstellen. Die täglichen Bewegungen von über 100 Punkten sind alles andere als normal und spiegeln die Unsicherheit über die weitere Entwicklung wider. Während der positive Januar-Indikator eigentlich auf ein gutes Börsenjahr 2026 hindeutet, könnte das Dezember-Tief-Omen dieses Signal konterkarieren.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Investoren sollten ihre Portfolios überprüfen und gegebenenfalls Absicherungsstrategien in Betracht ziehen. Besonders Sektoren mit hoher Energieabhängigkeit könnten bei einer Ölpreis-Rallye unter Druck geraten, während Energieaktien profitieren würden.

S&P 500Iran-KriseVolatilitätÖlpreisAktienmarktKorrekturDezember-Tief-OmenFutures

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  3. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  4. Pieper sieht veränderte Marktstruktur als Treiber heftiger Kursausschläge
  5. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.