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TSX steigt kräftig: Schwächere US-Inflation befeuert Zinshoffnungen der Anleger

Kanadischer Leitindex gewinnt 1,87 Prozent, während moderate Teuerungsrate in den USA Hoffnungen auf Zinssenkungen nährt.

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TSX steigt kräftig: Schwächere US-Inflation befeuert Zinshoffnungen der Anleger

Der kanadische Leitindex S&P/TSX Composite Index legte am Freitag deutlich um 608 Punkte oder 1,87 Prozent zu und schloss bei 33.073,71 Zählern. Ausschlaggebend für die positive Stimmung waren US-Inflationsdaten, die eine Abschwächung der Verbraucherpreise im Januar zeigten und damit neue Hoffnungen auf Zinssenkungen der Federal Reserve weckten.

Die Gesamtverbraucherpreise in den USA stiegen im Januar im Jahresvergleich um 2,4 Prozent und lagen damit unter der Konsensschätzung von 2,5 Prozent. Im Vormonat Dezember hatte die Inflationsrate noch 2,7 Prozent betragen. Auf Monatsbasis erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent, ebenfalls unter der Erwartung von 0,3 Prozent.

Die moderaten Inflationsdaten führten dazu, dass Händler ihre Wetten auf Zinssenkungen der US-Notenbank in diesem Jahr leicht erhöhten. Laut CME Fedwatch Tool preisen Anleger allerdings für März und April weiterhin eine unveränderte Geldpolitik ein. Die Unsicherheit über den künftigen Zinskurs hatte sich zuvor verschärft, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht für Januar überraschend stark ausgefallen war.

Technologiesektor unter Druck

Trotz der positiven Gesamtentwicklung in Kanada zeigten sich Belastungen im Technologiesektor. Kanadische Technologiewerte fielen um 3,7 Prozent, was die Nervosität des Marktes hinsichtlich möglicher Störungen durch neue Modelle der künstlichen Intelligenz widerspiegelte. Der technologielastige NASDAQ Composite an der Wall Street sank um 0,2 Prozent auf 22.546,67 Punkte.

Der Netzwerkausrüster Arista Networks bekräftigte seine Prognose für die Bruttomarge im Gesamtjahr, trotz gestiegener Preise für Speicherchips. Applied Materials, der größte US-Hersteller von Halbleiterausrüstung, gab eine optimistische Prognose ab und verwies auf den anhaltenden KI-Boom und den Mangel an Speicherchips. Pinterest enttäuschte hingegen mit einer schwachen Umsatzprognose für das erste Quartal.

Rohstoffsektor belastet

Die schwindenden Wetten auf baldige Zinssenkungen der Federal Reserve in der ersten Jahreshälfte drückten auf die Edelmetallpreise. Der kanadische Rohstoffsektor, einschließlich der Bergbauaktien, geriet dadurch ins Minus. Spot-Gold erholte sich am Freitag jedoch und stieg um 1 Prozent auf 4.970,87 US-Dollar pro Unze, nachdem es am Vortag um über 3 Prozent eingebrochen war.

Die Ölpreise steuerten auf einen Wochenverlust zu. Händler bewerteten Prognosen über einen erheblichen Angebotsüberschuss und steigende Lagerbestände. Brent-Futures fielen um 0,5 Prozent auf 67,14 US-Dollar pro Barrel. Abnehmende Risiken im Zusammenhang mit einem möglichen Konflikt zwischen den USA und dem Iran belasteten die Notierungen zusätzlich.

US-Märkte zeigen gemischtes Bild

An der Wall Street präsentierten sich die wichtigsten Indizes uneinheitlich. Der S&P 500 schloss nahezu unverändert bei 6.835,08 Punkten, während der Dow Jones Industrial Average leicht um 0,1 Prozent auf 49.500,93 Punkte zulegte. Auf Wochensicht verzeichnete der S&P 500 ein Minus von 1,4 Prozent, der Dow fiel um 1,2 Prozent und der Nasdaq gab um 2,1 Prozent nach.

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