ANZEIGE

Iran-Krieg treibt Ölpreise – Biokraftstoffe erleben Renaissance

Steigende Ölpreise durch den US-israelischen Krieg gegen den Iran beflügeln weltweit die Nachfrage nach Biokraftstoffen als Alternative.

•• 3 Min
Iran-Krieg treibt Ölpreise – Biokraftstoffe erleben Renaissance

Der US-israelische Krieg gegen den Iran hat die globalen Energiemärkte erschüttert: Die Rohölpreise sind seit Ende Februar um mehr als 30% gestiegen. Der Konflikt hat rund 20% der weltweiten Öl- und Gasvorräte unterbrochen, die normalerweise durch die Straße von Hormus im Persischen Golf transportiert werden. Als direkte Folge erleben Biokraftstoffe weltweit eine neue Nachfragewelle.

Im Gegensatz zum Ölpreisanstieg sind die Preise für Mais – ein zentraler Rohstoff für Biokraftstoffe – lediglich um 5% gestiegen. Diese Preisschere macht Biokraftstoffe wirtschaftlich attraktiver. Sie werden üblicherweise Benzin beigemischt oder als Ersatz für Diesel eingesetzt und gewinnen an Rentabilität, wenn fossile Brennstoffe teurer werden.

Asien unter Druck: Länder erhöhen Biokraftstoff-Quoten

Besonders stark betroffen ist Asien, das etwa 80% des durch die Straße von Hormus verschifften Öls kauft. Die Route ist seit Beginn des Konflikts weitgehend für den Schiffsverkehr gesperrt. Mehrere asiatische Länder reagieren mit konkreten Maßnahmen zur Ausweitung des Biokraftstoffeinsatzes.

Vietnam hat Ende März angekündigt, ab April vollständig auf ethanolhaltiges Benzin umzustellen – und damit ein ursprünglich für den 1. Juni gesetztes Ziel vorgezogen. Indonesien, der weltweit größte Produzent und Exporteur von Palmöl, erhöht seine verbindliche Beimischungsquote für Biodiesel aus Palmöl von 40% auf 50%. Indien plant laut Experten ebenfalls, die Ethanol-Beimischung im Benzin zu erhöhen, während Thailand seine Ethanol-Optionen prüft.

„In Asien setzen die Länder auf Biokraftstoffe, die aus lokal bezogenen Rohstoffen hergestellt werden können, da sie zwei Ziele gleichzeitig erreichen können: die Energieimporte begrenzen und die Rentabilität für die Landwirte steigern", erklärte Beata Wojtkowska, Analystin für Biokraftstoffe beim Datenanbieter Kpler. „Ich erwarte, dass die Krise dem asiatischen Biokraftstoffsektor einen Schub verleihen wird", ergänzte Peter de Klerk, leitender Ökonom der International Sugar Organization.

Debatte „Teller statt Tank" kehrt zurück – vorerst gedämpft

Die verstärkte Nutzung von Biokraftstoffen ist nicht unumstritten. Bereits während der Lebensmittelpreiskrise 2007–2008 gerieten entsprechende Förderprogramme massiv in die Kritik. Damals wiesen Politiker, Think Tanks und Nichtregierungsorganisationen auf Biokraftstoffe als Preistreiber für Lebensmittel hin. Zum Vergleich: Rund 40% des in den USA angebauten Maises fließen in die Ethanolproduktion, während Brasilien 50% seines Zuckerrohrs für Biokraftstoff verwendet.

Der kriegsbedingte Anstieg von Energie-, Transport- und Düngemittelkosten hat die weltweiten Lebensmittelpreise bereits auf ein Sechsmonatshoch im März getrieben. Ein verstärkter Biokraftstoffeinsatz könnte diesen Trend theoretisch verstärken. Phil Aikman, Kampagnendirektor für Südostasien bei der gemeinnützigen Organisation Mighty Earth, relativiert jedoch: Deutlich höhere Lebensmittelpreise entstünden nur, wenn Biokraftstoffhersteller neue Anlagen in großem Maßstab bauen würden – ein Prozess, der Jahre dauere.

Zudem sind die weltweiten Vorräte an Getreide und Pflanzenölen derzeit reichlich vorhanden. Die Debatte „Teller statt Tank" ist daher laut Experten bei weitem nicht so prominent wie in den Jahren 2007–2008.

Grenzen des Wachstums: Biokraftstoffe kein Allheilmittel

Trotz des Nachfragebooms bleiben die strukturellen Grenzen des Sektors bestehen. Biokraftstoffe decken derzeit lediglich 4% des weltweiten Bedarfs an Transportkraftstoffen. Die Analysten von BMI, einer Einheit von Fitch, erwarten, dass dieser Anteil bis 2035 auf 5% steigen wird – ein moderates Wachstum.

Neben dem Zeit- und Kostenaufwand für neue Produktionsanlagen bremsen auch Beschränkungen bei der Kraftstoffmischung sowie Engpässe in der Rohstoffversorgung ein schnelles Wachstum. „Biokraftstoffe können dazu beitragen, die Kraftstoffpreise etwas zu dämpfen, aber nicht in großem Umfang", sagte Wojtkowska von Kpler.

Die Reaktionen unterscheiden sich je nach Region deutlich: In der EU gilt eine Obergrenze für den Biokraftstoffeinsatz, um sowohl Lebensmittelpreise als auch Entwaldungsraten zu begrenzen – als Teil der EU-Verpflichtung für erneuerbare Kraftstoffe. In den USA hingegen hat die Trump-Regierung die Raffinerien angewiesen, in diesem Jahr eine Rekordmenge an Biokraftstoffen beizumischen. Brasilien prüft zudem, die Ethanol-Beimischung bis Ende Juni von 30% auf 32% zu erhöhen, während Zuckermühlen einen größeren Teil der Ernte für Ethanol statt Zucker verwenden wollen.

BiokraftstoffeÖlpreisIran KriegEthanolBiodieselStraße Von HormusEnergiepreise

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.