ANZEIGE

Iran-Krieg treibt Kosten hoch und trübt Unternehmensaussichten

Konsumgüter-, Tourismus- und Bergbaukonzerne warnen vor steigenden Kosten, Lieferkettenunterbrechungen und sinkendem Verbrauchervertrauen durch den Nahost-Konflikt.

•• 3 Min
Iran-Krieg treibt Kosten hoch und trübt Unternehmensaussichten

Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hinterlässt in der laufenden Quartalsberichtssaison deutliche Spuren. Unternehmen aus den Bereichen Konsumgüter, Tourismus und Bergbau warnen vor steigenden Kosten, unterbrochenen Lieferketten und einem geschwächten Verbrauchervertrauen. Der Druck trifft viele Konzerne, die bereits vor Kriegsausbruch Ende Februar mit US-Zöllen, höheren Inputkosten und schwacher Nachfrage zu kämpfen hatten.

Laut einer Reuters-Analyse haben seit Kriegsbeginn 21 Unternehmen ihre Finanzprognosen zurückgezogen oder gesenkt, 32 haben Preiserhöhungen signalisiert und 31 haben vor finanziellen Einbußen durch den Konflikt gewarnt. Das Muster zieht sich durch alle Sektoren – von Konsumgütern bis hin zur Luft- und Raumfahrt.

Straße von Hormus als zentrales Nadelöhr

Ein wiederkehrendes Thema der Berichtssaison sind unterbrochene Schifffahrtsrouten rund um die Straße von Hormus. Die Meerenge ist ein kritisches Nadelöhr für etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgasströme. Solange sie weitgehend geschlossen bleibt, treiben die angebotsseitigen Engpässe die Energie- und Transportpreise nach oben.

Der Dulux-Farbenhersteller AkzoNobel gehört zu den betroffenen Unternehmen, konnte jedoch die Markterwartungen dank höherer Preise und Kosteneinsparungen übertreffen. CEO Greg Poux-Guillaume erklärte gegenüber Reuters: „Unser Rohstoffkorb wird angesichts der Störungen in der Straße von Hormus um einen Wert im hohen zweistelligen Prozentbereich steigen." Die vollen Auswirkungen seien in den nächsten zwei Quartalen zu erwarten. Die AkzoNobel-Aktie stieg im Vormittagshandel um rund 4 Prozent.

Der französische Lebensmittelkonzern Danone meldete für das erste Quartal ein Umsatzwachstum über den Erwartungen, das sich jedoch gegenüber Ende 2024 deutlich verlangsamte. Als Gründe nannte das Unternehmen kriegsbedingte Störungen sowie einen Rückruf von Babynahrung in Europa. Konkret betroffen waren Lieferungen von aus Europa importierter Babynahrung, die durch den Nahen Osten transportiert werden. Dennoch hielt Danone an seiner Ganzjahresprognose fest und verwies auf sein gesundheitsorientiertes Portfolio als stabilisierenden Faktor in einem „volatilen und unsicheren" Umfeld.

Reckitt, TUI und United Airlines unter Druck

Der Dettol-Hersteller Reckitt verfehlte die Erwartungen beim bereinigten Nettoumsatz im Kerngeschäft und warnte vor niedrigeren Margen im ersten Halbjahr. Das Unternehmen verwies auf hohe Ölpreise und eine geringere Nachfrage nach Erkältungsprodukten. Die Aktie fiel daraufhin um 5 Prozent auf ein Niveau, das seit Oktober 2024 nicht mehr erreicht worden war.

Besonders hart trifft der Konflikt die Reisebranche. Höhere Kerosinpreise zwingen Fluggesellschaften und Reiseveranstalter dazu, Flugpreise zu erhöhen, Treibstoffzuschläge zu erheben oder Flugzeuge am Boden zu lassen. Der deutsche Touristikkonzern TUI senkte seine Prognose für das bereinigte operative Jahresergebnis (EBIT) und setzte seine Umsatzprognose aus. „Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten und die Ungewissheit über seine Dauer schränken die kurzfristige Sichtweite weiterhin ein und führen zu Zurückhaltung bei den Verbrauchern", erklärte TUI. Auch die US-Fluggesellschaft United Airlines prognostizierte für das zweite Quartal und das Gesamtjahr Gewinne unterhalb der Wall-Street-Schätzungen.

GE Aerospace und 3M: Neue Unsicherheitsebene

Selbst Unternehmen mit soliden Auftragsbüchern und Preismacht bleiben nicht verschont. GE-Aerospace-CEO Larry Culp erklärte am Dienstag, das Unternehmen hätte seine Prognose angehoben, wenn die aktuelle Unsicherheit nicht bestünde. GE Aerospace geht in seinem Ausblick davon aus, dass die Brent-Rohölpreise bis zum dritten Quartal erhöht bleiben, bevor sie sich bis zum Jahresende abschwächen. 3M warnte, dass höhere Ölpreise zu einer Erhöhung der Produktpreise um 50 Basispunkte führen könnten.

Der Bergbaukonzern South32 senkte seine Ganzjahresprognose für seine australische Manganeinheit – ausgelöst durch Unwetter und den Tropensturm Narelle – und warnte zusätzlich, dass die Spannungen im Nahen Osten den Kostendruck durch höhere Frachtraten und Rohstoffpreise verstärken. „Wir haben in unseren Betrieben Maßnahmen ergriffen, um potenzielle Auswirkungen auf die Lieferkette infolge des Konflikts im Nahen Osten abzumildern", so das Unternehmen.

Investoren und Ökonomen beobachten genau, ob die Unternehmen den Schock weiterhin abfedern können oder ob die anhaltende Unsicherheit mehr Firmen dazu zwingt, Preise weiter anzuheben oder Prognosen zu senken. US-Präsident Donald Trump erklärte zwar, den Waffenstillstand mit dem Iran auf unbestimmte Zeit zu verlängern – die Ölpreise fielen daraufhin unter 100 US-Dollar –, doch der Optimismus bleibt fragil, solange die Meerenge weitgehend geschlossen ist und keine neuen Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Sicht sind.

Iran Krieg UnternehmenStraße Von HormusLieferkette StörungAkzonobel RohstoffkostenTui PrognoseQuartalsberichtssaison 2025Ölpreis Auswirkungen

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.